Und das soll auch so bleiben, wenn es nach "la pulga" (der Floh) geht. "Wir werden auch im nächsten Jahr versuchen, alles zu gewinnen", kündigte der 169 Zentimeter große Mittelfeldspieler an. Zum ersten Mal überhaupt gewann ein Argentinier die begehrte Trophäe. Seine beiden Vorgänger Kaka (2007) und Cristiano Ronaldo (2008) gingen diesmal leer aus. "CR9" schnappte sich - wenn auch mit riesigem Abstand - den zweiten Platz vor Messis Teamkollege Xavi. Doch Messi bleibt bescheiden, wie es nunmal seine Art ist. "Ich bin nicht der König der Welt oder die Nummer eins. An so etwas glaube ich nicht", sagte der 22-Jährige. Er sei immer noch derselbe wie früher und das Beste sei ohnehin Barça. Zuvor war Messi bereits zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden.
Mit den Katalanen räumte der Dribbelkünstler in diesem Jahr sämtliche möglichen Titel ab. Champions League, Meisterschaft, Pokal, den europäischen und den spanischen Supercup - und am Samstag auch noch die Klub-WM. Einen Bärenanteil daran hatte Messi. Im Champions-League-Finale gegen Manchester United besorgte er den 2:0-Endstand per Kopf, seine Treffer sorgten auch dafür, dass Barça den Pokal für die Klub-WM in die Höhe stemmen durfte - zum ersten Mal in der 110-jährigen Vereinsgeschichte.
Die Karriere von Messi hätte fast ein frühes Ende genommen, da er im Jugendalter unter Wachstumsstörungen litt. Mit 13 Jahren war er nach Barcelona gewechselt, seinen ersten Vertrag unterschrieb er als Teenager auf einer Serviette. Der Verein zahlte ein Einstiegsgehalt von 600 Euro und übernahm die Therapiekosten.
Andere Vereine brauchen sich auch deswegen kaum Hoffnung auf eine Verpflichtung von Messi zu machen. "Es gibt keinen Verein, der Barcelona toppen kann. Ich will für immer dort bleiben." Im September dieses Jahres verlängerte Messi seinen Vertrag vorzeitig bis 2016.
Das größte Lob kam von einem der größten Fußballer aller Zeiten und zugleich von Messis Trainer. "Der Ball ist ein Teil seines Körpers", sagte kein Geringerer als Diego Maradona, Nationalcoach von Argentinien.
Deutsche Profis spielten bei der Vergabe in Zürich einmal mehr keine Rolle. Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack vom FC Chelsea schaffte es nach seinem 14. Platz im Vorjahr zwar unter die besten 23 Spieler, scheiterte diesmal aber bereits bei der Vorauswahl. Lothar Matthäus bleibt somit der einzige deutsche Sieger, der Herzogenauracher hatte die Trophäe in den Jahren 1990 und 1991 gewonnen.

Auch bei den Frauen ist die Gewinnerin gefunden. Zum vierten Mal in Folge gewann die Brasilianerin Marta die Auszeichnung. Unter anderem mussten sich Europameisterin und EM-Torschützenkönigin Inka Grings und die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz geschlagen geben. Die beiden deutschen Nationalspielerinnen waren unter den fünf nominierten Kandidatinnen. Grings hatte zudem Glück im Unglück: Auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen hatte sie einen schweren Autounfall, war aber unverletzt geblieben.
| Name | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| Lionel Messi | FC Barcelona | 1073 |
| Cristiano Ronaldo | Real Madrid | 352 |
| Xavi | FC Barcelona | 196 |
| Kaka | Real Madrid | 190 |
| Andres Iniesta | FC Barcelona | 134 |
| Name | Verein | Punkte |
|---|---|---|
| Marta | Los Angeles Sol | 833 |
| Birgit Prinz | 1. FFC Frankfurt | 290 |
| Kelly Smith | FC Arsenal | 252 |
| Cristiane | FC Santos | 239 |
| Inka Grings | FCR Duisburg | 216 |
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