Überblick: ManUnited legt vor, ManCity legt nach
Howard rettet Everton einen Punkt
Der FC Fulham kann sich weiterhin auf seine Heimstärke verlassen. Ein frühes Tor von Zamora bescherte den Londonern am Sonntag einen 1:0-Erfolg gegen den FC Sunderland. Dadurch klettern die Cottagers in die obere Tabellenhälfte auf Rang acht. Dramatisch ging es im Goodison Park zu, wo Everton Angstgegner Tottenham empfing (nur ein Sieg aus zwölf Heimspielen!). Und die Toffees, die weiter auf eine ganze Palette an Stammspielern verzichten müssen, gerieten erneut ins Hintertreffen. Doch nachdem Defoe (47.) und Dawson (59.) die Spurs in Führung gebracht hatten, bewiesen die Gastgeber große Moral: Saha (78.) und Cahill (86.) glichen die Partie aus. In der Nachspielzeit bot sich Tottenham dann doch noch die große Chance zum Sieg. Nach Foul von Hibbert an Palacios zeigte Schiedsrichter Marriner auf den Elfmeterpunkt. Doch Torhüter Howard entschärfte Defoes Strafstoß und sorgte im Goodison Park für ausgelassene Jubelszenen. Tottenham verpasste es damit, wieder auf Rang drei zurückzukehren.
Lampard scheitert vom Punkt
Das Topspiel der 15. Runde bestritten am Samstagabend Manchester City und der FC Chelsea. Ein Topspiel mit einer 14-Punkte-Differenz allerdings. City-Trainer Mark Hughes muss nach sieben (!) Remis in Folge mal wieder um seinen Job fürchten, das anfangs unerwartet gut funktionierende Zusammenspiel der teuren Neuzugänge ist dahin. Immerhin brachte der Pokalsieg gegen Arsenal eine ersehnte Titelchance - und ein Halbfinalduell mit Nachbar United. Bei den Blues dagegen ist "Pokal" gerade nicht das Lieblingswort, in Blackburn setzte es das Aus im Elfmeterschießen, unter anderem weil Michael Ballack verschoss. Und auch in der Liga gab's nun einen Rückschlag.
Anfangs sah für die Blues noch alles gut aus, Emanuel Adebayor stand ziemlich unglücklich im Weg, als sein Keeper Shay Given gegen Branislav Ivanovic klärte. Der Ball prallte vom Rücken des Togolesen zurück ins Tor (8.). Doch noch vor der Pause gelang dem 25-Jährigen die Wiedergutmachung (37.). Alles war wieder offen im zweiten Durchgang, allerdings begann Schiedsrichter Howard Webb an, etwas kleinlich zu pfeifen. Viele Standards waren die Folge, einen davon nutzte Carlos Tevez nach 56. Minuten. Danach drückte Chelsea und hatte auch die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Foul von Nedum Onuoha an Didier Drogba gab es Strafstoß. Frank Lampard scheiterte aber an Shay Given, der somit den 2:1-Sieg festhielt und zugleich den Arbeitsplatz seines Trainer sicherte.
Portsmouth atmet noch - der Schiedsrichter hilft
Als Fan eines Abstiegskandidaten hat man es nie leicht. Doch was die Anhänger des FC Portsmouth momentan durchmachen müssen, ist schlicht brutal: Das Team, vor der Saison im letzten Moment irgendwie zusammengestellt, liegt auf einem Abstiegsplatz, flog im League-Cup-Viertelfinale raus, die Finanzprobleme sind so groß, dass erneut zahlreiche Spieler ihr Gehalt nicht pünktlich bekamen, im Winter dürfen infolge eines Transferverbots aller Voraussicht nach keine Verstärkungen verpflichtet werden, und dann wird der Afrika-Cup auch noch ein halbes Dutzend Stammkräfte fordern. Hoffnung macht hingegen die Verpflichtung des neuen Trainers Avram Grant - der am Samstagmittag gegen Burnley sein erstes Erfolgserlebnis feierte. Hreidarsson und Dindane hießen die Torschützen beim 2:0, der Führungstreffer war jedoch umstritten. Burnleys Akteure hatten ein Handspiel von Vorbereiter Dindane und eine Abseitsstellung gesehen. Dem Elfmeter, den Dindane vor der Pause noch verschossen hatte, ging zudem eine Schwalbe voraus.
Auch die Wolverhampton Wanderers sendeten ein Lebenszeichen im Keller: Mit dem 2:1 gegen Bolton überholte der Aufsteiger den Gegner und ließ den unteren Teil des Tableaus noch näher zusammenrücken. Wigan muss sich auch wieder in diesen Bereich orientieren, gegen Birmingham City setzte es trotz 1:0-Halbzeitführung ein 2:3.
United siegt locker - Gibson spielt sich fest
Manchester United hat die Pflichtaufgabe West Ham United trotz großer Personalsorgen in der Defensive locker genommen und bleibt dran am FC Chelsea. Wie schon beim jüngsten 4:1 in Portsmouth zeigte die Offensive des Meisters ihre Qualitäten. Anders als im Ligapokal, wo eine B-Elf gegen Tottenham (3:0) das Halbfinale klar machte, stand wieder die erste Elf auf dem Rasen - mit einer Ausnahme: Gibson, Doppeltorschütze gegen die Spurs, durfte erneut ran und traf schon wieder. Nachdem Scholes vor der Pause per Kracher die Führung (und sein 99. Premier-League-Tor) besorgt hatte, schloss Gibson nach rund einer Stunde sehenswert einen Konter ab. Die Vorentscheidung, Valencia und Rooney machten in einem Doppelschlag noch ein 4:0 daraus. Die Generalprobe für das Wolfsburg-Spiel in der Champions League ist der bereits qualifizierten Ferguson-Elf also gelungen, wenngleich am Dienstag aus der samstäglichen Torschützenliste bestenfalls Gibson übrig bleiben dürfte.
Der 15. Spieltag
Es geht also auch ohne van Persie. Beide Ligaspiele seit der Verletzung des Offensiv-Fixpunkts hatte Arsenal zu Null verloren, gegen Stoke City klappte es wieder mit Toren und drei Punkten: Fabregas, der früh einen Elfmeter vergab, legte Arshavin das 1:0 auf, Youngster Ramsey machte gut zehn Minuten vor Schluss den Deckel drauf. Aber auch diesmal gab es schlechte Nachrichten: Rosicky und Eboue mussten verletzt raus - das dürfte Arsène Wenger den Sieg etwas vermiest haben. Tabellarisch zumindest sind Chelsea und ManUnited immer noch in Sichtweite.
Gerrard & Co. treffen nicht - Villa erdet Hull
Die alte Zusammenstellung der "Big Four" verhindert weiterhin Tottenham erfolgreich, das erst am Sonntag im Einsatz ist. Außerdem blieb der FC Liverpool eine Woche nach dem erlösenden Derbysieg beim FC Everton (2:0) den Beweis schuldig, schon wieder da oben hinzugehören. Nach einem schwachen Auftritt, immerhin wohl dem letzten ohne den verletzten Torres, reichte es bei den Blackburn Rovers nur zu einem 0:0. Und so zog auch noch Aston Villa, das den kleinen Hull-City-Höhenflug per 3:0 kompromisslos beendete, an den Reds vorbei.











