
Big Point im Big-Four-Duell: Der FC Chelsea hat sich mit einem 1:0-Sieg im Spiel der Giganten gegen Meister Manchester United ein Fünf-Punkte-Polster an der Spitze erarbeitet. Ein Offensiv-Feuerwerk war es an der Stamford Bridge nicht, Tempo, Zweikämpfe und viel Engagement gab es trotzdem jede Menge zu sehen. Die größte Chance der ersten Hälfte pfiff das Schiedsrichtergespann fälschlicherweise ab, Rooney wäre nach Valencias Pass alleine durch gewesen, soll aber im Abseits gestanden haben (8.). Auf der anderen Seite musste sich van der Sar bei Anelkas verdecktem Schuss lang machen (32.). Insgesamt machte Uniteds Not-Viererkette, in der Ferdinand, Vidic und Neville fehlten, einen richtig guten Job gegen Chelseas Offensiv-Power.
Der zweiten Halbzeit drückten lange die Gäste ihren Stempel auf, bei Rooneys Schüssen fehlte zweimal nicht viel (67., 68.). Es war nach wie vor ein unterhaltsames Spitzenspiel - in dem auch Ballack hin und wieder Akzente setzte -, ein Tor aus dem Spiel heraus wollte aber nicht gelingen. So musste ein Freistoß her: Den brachte Lampard scharf von links herein, und Terry lenkte den Ball mit dem Kopf ins lange Eck (78.). Und dabei sollte es bleiben, mehr als einige Gelbe Karten brachte United in einer hektischen Schlussphase nicht mehr zustande. Und damit musste sich auch der Titelverteidiger der Heimstärke der Blues (jetzt sechs Siege aus sechs Spielen bei einem Gegentor) beugen. Seit 2002 hat die Ferguson-Truppe jetzt nicht mehr an der Bridge gewonnen.
Phil Brown hat seine vielleicht letzte Chance als Trainer von Hull City genutzt: Gegen Stoke City drehten die Tigers am Sonntag einen 0:1-Rückstand durch Olofinjana und Vennegoor of Hesselink noch aus - der Niederländer traf in der Nachspielzeit zum 2:1! Ein ganz wichtiger Sieg im Tabellenkeller, für Hull und nicht zuletzt für Brown. Weil West Ham gegen Everton mit 1:2 verlor, ist Browns Team nun sogar wieder über dem Strich. Wigan und Fulham trennten sich 1:1.
"Die Spieler wissen, dass sie wieder Spiele gewinnen werden, wenn sie so hart arbeiten wie gegen Lyon", machte Coach Rafa Benitez Mut, gegen Birmingham City reichte es aber erneut nicht für Liverpool. Der erwartete Pflichtsieg blieb aus. Die "Reds" liegen schon elf Punkte hinter Spitzenreiter Chelsea, in den letzten neun Pflichtspielen gab es lediglich einen Sieg - für Benitez wird es langsam eng. Dabei hatte Liverpool gegen Birmingham einen frühen Treffer durch David Ngog vorgelegt, nach dem zwischenzeitlichen 1:2 rettete am Ende Steven Gerrard den Gastgebern durch einen unberechtigten Foulelfmeter wenigstens einen Punkt (71.). Ngog hatte im Strafraum im Duell mit Carsley ohne Kontakt abgehoben, Schiedsrichters Peter Walton war drauf reingefallen.
Chelsea und ManUnited zieren die Tabellenspitze - aber den heißesten Fußball in England spielt auch in diesem Jahr der FC Arsenal. Bei den Gunners zahlt sich die Investition eines Tickets regelmäßig aus - auch an diesem Samstagabend: Mit einem klaren 4:1-Erfolg gewann das Team von Arsene Wenger bei den Wolverhampton Wanderers, die damit auf einen Abstiegsrang zurückfielen. Kurioserweise brachten zwei Eigentore von Zubar (28.) und Craddock (35.) Arsenal auf die Siegerstraße, Fabregas (45.) und nach der Pause Arshavin (66.) legten nach. Craddock traf schließlich kurz vor Spielende ins richtige Tor und sorgte für den Ehrentreffer der Wanderers. Somit hatten die Gunners vor dem Topspiel am Sonntag ihr Soll erfüllt.
Mit vier Spielen war der Spieltag am Samstagnachmittag eröffnet worden. ManCity hatte dabei Burnley zu Gast. Nach vier Remis in Folge haben die Citizens ihren Klasse-Start fast wieder etwas ausgeglichen, gegen den auswärts bislang desolaten, sprich punktlosen Gegner sollte nun der Befreiungsschlag her.
Doch zunächste schockte Burnley die Gastgeber. Oldie Graham Alexander und Stephen Fletcher schossen schnell ein 2:0 für den Underdog heraus, Wright-Phillips verkürzte glücklich kurz vor der Pause. Toure und Bellamy drehten dann in Durchgang zwei die Partie doch noch zugunsten der Citizens, die den Sieg nun sicher glaubten. Falsch gedacht! Joker Kevin McDonald traf kurz vor dem Ende und sorgte für die kleine Sensation: ManCity 3, Burnley 3.
Sunderland, Tottenham - da war doch was? Richtig, Darren Bent, drittbester Torschütze der Liga, verließ die Spurs im Sommer unfreiwillig, nachdem Trainer Harry Redknapp lieber Ziehsohn Crouch für Bents Position verpflichtete. Und nachdem die Spurs durch Robbie Keane das erste Tor vorlegten, hatte Bent die süße "Rache" auf dem Fuß, scheiterte aber per Strafstoß an Tottenhams Keeper Gomes. Die Spurs zogen hernach durch das 2:0 von Tom Huddlestone unerreichbar davon, distanzierten die Black Cats und rangieren nun dank Burnleys Punktgewinn in Manchester auf Platz vier.
Mit Aston Villa nutzte auch der dritte Verfolger der Spitzenteams sein Heimrecht und landetete einen ungefährdeten Dreier gegen ein überfordertes Bolton. Die Wanderers gingen mit 1:5 unter und waren damit noch gut bedient. Die Blackburn Rovers drehten in der Schlussphase auf, schossen Portsmouth, das mit Kevin-Prince Boateng in der Startelf antrat, mit 3:1 an die Südküste Englands zurück.
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