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23.08.2018, 12:50

Expansionspolitik als großer Streitpunkt

Spaniens Kapitäne drohen Ligaverband mit einem Streik

Das war eigentlich zu erwarten: Die Interessenvertretung der spanischen Profifußballer AFE hat den Ligaverband LFP massiv für dessen Expansionspolitik kritisiert. Zum Treffen in der Hauptstadt kam auch Sergio Ramos höchstpersönlich.

Keine Lust auf "einseitige Entscheidungen": Real-Kapitän Sergio Ramos (l.) und Barcelonas Lionel Messi.
Keine Lust auf "einseitige Entscheidungen": Real-Kapitän Sergio Ramos (l.) und Barcelonas Lionel Messi.
© imago (2)Zoomansicht

Grund für die massive Kritik ist freilich die jüngste Entscheidung, zukünftig vereinzelt offizielle Saisonspiele in den USA oder Kanada austragen zu lassen. Seine Meinung zu dem Thema gab auch Weltmeister Toni Kroos in der Nacht auf Montag ab. Die Entscheidung habe "das Fass zum Überlaufen gebracht", stellte AFE-Präsident David Aganzo klar.

Die Kapitäne der La-Liga-Klubs, unter denen beim Treffen in der spanischen Hauptstadt am Mittwochabend auch Real Madrids Anführer Sergio Ramos war, sicherten Aganzo ihre volle Unterstützung zu. Sie seien "empört", dass "Entscheidungen über Spiele außerhalb Spaniens einseitig getroffen werden", so der 37-jährige Aganzo. Den starken Gegenwind für die Liga-Interessen bringt auch zum Ausdruck, dass 14 der 20 erstklassigen Klubs an dem Treffen teilnahmen.

22.15 Uhr? Ein Dorn im Auge

Ein weiterer Streitpunkt ist derweil auch die extreme Zerstückelung des Spielplans. In Spanien finden keine Partien mehr parallel statt, die zehn Spiele pro Spieltag werden von Freitag- bis Montagabend ausgetragen. Aganzo bemängelte in dem Zusammenhang auch die späten Anstoßzeiten - Double-Sieger FC Barcelona und Champions-League-Sieger Real Madrid spielten am 1. Spieltag am Sonntag bzw. Montag erst um 22.15 Uhr. Übrigens: Auch am 2. Spieltag ist Barcelona am Samstag, der Erzrivale am Sonntag um diese Uhrzeit am Ball.

Aganzo forderte vom spanischen Ligaverband, dass die AFE in Zukunft in die Entscheidungen einbezogen werde. Andernfalls werden die Vereine notfalls in Streik treten. "Wir sind bereit für alles. Wir werden bis zum Ende gehen", so der ehemalige Stürmer. Unterstützung erhält die AFE von der Spielergewerkschaft FIFPro, die sich für die Interessen von Profifußballern einsetzt.

msc/sid

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Nachname:Messi
Nation: Argentinien
Verein:FC Barcelona
Geboren am:24.06.1987


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