| Vorname: | Mesut |
| Nachname: | Özil |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Real Madrid |
| Geboren am: | 15.10.1988 |
Zauberfußball sieht wahrlich anders aus. In den bisherigen drei Pflichtspielen wusste Real nicht zu überzeugen. Dass den Madrilenen noch kein Sieg gelang und damit der schlechteste Saisonstart seit 1973 unterlief, liegt eigentlich an allen Mannschaftsteilen - auch an den festen Größen: Gegen Valencia (1:1) patzte Keeper Casillas beim Herauslaufen, im Supercopa-Hinspiel im Camp Nou (2:3) senste Ramos seinen Nationalelfkollegen Iniesta im Strafraum um. Beim FC Getafe (1:2) sah der müde wirkende Xabi Alonso vor dem 1:1 nicht gut aus. "Ein schreckliches, inakzeptables Spiel", polterte Mourinho und sprach über "individuelle Fehler. Nicht jeder erfüllt seine Mission."
Auch in der Abteilung Attacke läuft's nicht rund. Außer Higuain (zwei Saisontore) strahlt kein Angreifer große Torgefahr aus, die Kreativzentren Cristiano Ronaldo und Özil blieben meist blass. Während CR7 gesetzt bleibt, könnte der schwache Auftakt für den deutschen Nationalspieler Konsequenzen haben. Im wahrsten Sinne nicht umsonst hat sich Real und besonders auch Trainer Mourinho um Luka Modric bemüht. Ob der 30-Millionen-Euro-Transfer vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur schon am Mittwoch (Anstoß um 22.30 Uhr) zum Einsatz kommt, ist aber noch unsicher. "Ich fühle mich gut. Ich muss noch häufiger mit dem Team trainieren, aber ich bin bereit, gegen Barça zu spielen", sagte der neue Spieler mit der Rückennummer 19, der dem schwachen Start keine allzu große Bedeutung beimessen wollte: "Es ist wichtig, wo du am Ende stehst. In allen Wettbewerben sind noch viele Spiele zu absolvieren."
„Es wird viel darüber gesprochen, dass Modric Xabi Alonso und Khedira entlasten soll, aber der wahre Grund ist, dass er Mesut Özil Beine machen wird.“Die "Marca" zur Verpflichtung von Luka Modric
Ein Einsatz von Beginn an ist aber äußerst unwahrscheinlich. Modric hat in den vergangenen 45 Tagen alleine trainiert, zuletzt absolvierte er am 18. Juni bei der EM für Kroatien gegen Spanien (0:1) einen Einsatz über die volle Spielzeit. Özil dürfte am Mittwoch also noch eine weitere Gelegenheit bekommen, sich ins Rampenlicht zu spielen. Der Ex-Bremer versucht, die Ruhe zu bewahren. "Bei Real Madrid hat man doch immer Konkurrenz, ob die nun Kaka oder Luka Modric heißt", erklärte er im Interview mit der "Welt".
Auch Khedira hat gute Chancen auf einen Startelfplatz gegen die Katalanen. Dass der bei der EURO groß auftrumpfende Ex-Stuttgarter in der Liga bisher außen vor war, begründet Mourinho eher mit Kräfteverschleiß denn mit Leistungsgründen. "Wir wussten, dass viele die EM spielen und bis ins Halbfinale kommen würden, dass die Vorbereitung kurz sein würde und unterbrochen von Freundschaftsspielen", erklärte Mourinho.
Doch die Probleme hatte Barcelona auch. Nicht weniger als sechs Spieler standen im Finale gegen Italien (4:0) von Beginn an auf dem Platz, dennoch stehen drei Siege in drei Partien zu Buche. "Die Saison hätte nicht viel besser beginnen können. Das Team scheint in einer sehr guten Verfassung zu sein", sagte einer aus diesem Sextett, Abwehrspieler Gerard Piqué. Sein Debüt bei den Katalanen könnte Neuzugang Alex Song geben, der in der vergangenen Woche vom FC Arsenal gekommen war. Fraglich ist noch der Einsatz von Kapitän Carles Puyol. Der Abwehrchef hatte beim 2:1-Auswärtserfolg bei CA Osasuna in Pamplona am Sonntag eine Fraktur am Jochbein erlitten.
Das Gefühl einer Pleite im Bernabeu hat der katalanische Haudegen übrigens schon lange nicht mehr erlebt. Mit ihm in den Reihen verlor Barça letztmals 2006 beim Erzrivalen.