
| Vorname: | José |
| Nachname: | Mourinho |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Real Madrid |
Tabellenführer vor Barcelona mit fünf Punkten Vorsprung, im CL-Achtelfinale mit ZSKA Moskau eine machbare Aufgabe vor der Brust - es könnte schlechter stehen um Real Madrid. Wenn da nicht diese unsäglichen "Clasicos" wären. Im Pokalhinspiel gegen Barça (1:2) kassierte Real gegen den Erzrivalen die zweite Heimpleite in Folge und Mourinho jede Menge Kritik. Auch aus der eigenen Mannschaft: Als Wortführer gelten Keeper Iker Casillas und Sergio Ramos, die "Marca" schreibt bereits von einem "Krieg zwischen Mourinho und den Spielern". Ein Kritikpunkt soll die Bevorzugung Mourinhos für seine Landsleute sein. Gegen Barcelona standen mit dem gerade erst genesenen Ricardo Carvalho, Fabio Coentrao, Pepe und Cristiano Ronaldo vier Portugiesen in der Startelf. Zudem soll Mourinhos herrische Art nicht gut bei den Spielern ankommen.
Auch die Fans sind nicht mehr gut auf Mourinho zu sprechen, hauptsächlich wegen der Defensivtaktik gegen Barça. Beim 4:1-Erfolg gegen Bilbao erntete er erstmals Pfiffe vom eigenen Publikum. Und so brodelt es in der Gerüchteküche immer heftiger, was Mourinhos Abschied aus Madrid angeht. Der ist angeblich schon definitiv. Zu Wochenbeginn verkündete der bekannte und als äußerst seriös geltende Sportreporter Siro Lopez, er habe aus dem engsten Umfeld Mourinhos erfahren, dass dieser Real zum 30. Juni verlasse. Die großen Sportzeitungen spekulieren bereits über dessen Nachfolger. Rafael Benitez soll Einzug bei den Königlichen halten. Der namhafte Trainer (u.a. Liverpool, Inter Mailand) war viele Jahre lang Jugendcoach bei Real.
Mit einer einfachen Maßnahme könnte Mourinho am Mittwoch zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Stichwort Pepe: Der Defensivspieler blieb von einer nachträglichen Sperre für seine Tätlichkeit gegen Lionel Messi seitens des spanischen Fußball-Verbands RFEF verschont, und so könnte Pepe im mit 99.000 Zuschauern ausverkauften Camp Nou tatsächlich auflaufen. Keine gute Idee, sagen viele in Spanien. Der Zorn der Barça-Anhänger gegen Pepe würde nach Ansicht der "Marca" auch den Hass auf den Erzrivalen Real schüren, was Barcelona nach dem 2:1 im Hinspiel zusätzlich in die Karten spielen könnte. "Pepe sollte im Interesse Reals lieber nicht spielen", empfahl deshalb das Real-freundliche Blatt.
„Wenn Pepe fit ist, wird er spielen.“José Mourinho zu den Einsatzchancen von Pepe
Nach Informationen der Zeitung haben die Real-Bosse aus diesem Grund auch Mourinho nahegelegt, den ohnehin angeschlagenen Pepe nicht einzusetzen. Mourinho scheint aber lieber die Konfrontation zu suchen. "Wenn Pepe fit ist, wird er spielen", sagte der Coach am Dienstag. Wie am Mittwoch bekannt wurde, steht Pepe jedenfalls im 22 Mann starken Kader, der nach Barcelona reist. Sollte er tatsächlich auch auflaufen, erwartet den 28-Jährigen ein Spießrutenlauf sondersgleichen. In diversen Internetforen kündigen die Fans der Katalanen an, Pepe gnadenlos auszupfeifen. Wenn es dabei nur bleibt: Als Luis Figo einst im Real-Trikot nach Barcelona zurückkehrte, wurde er mit einem Schweinekopf beworfen.



| Vorname: | José |
| Nachname: | Mourinho |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Real Madrid |