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Deutschland
Tschechien
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.





91.
105.



106.
120.





2:1 nach Verlängerung gegen Gastgeber Tschechien

Sukuta-Pasu macht's in der 119. Minute

Die deutsche U-19-Auswahl hat sich dank Richard Sukuta-Pasu in der 119. Minute ins Finale der EM geschossen. Gegen Gastgeber Tschechien sahen die 5000 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem die technisch bessere deutsche Elf sich gegen die robusten Tschechen sehr schwer in der Offensive tat. Am Samstag trifft die Hrubesch-Elf dann auf Italien.

Richard Sukuta-Pasu
Matchwinner in der vorletzten Minute der Verlängerung: Richard Sukuta-Pasu.
© imagoZoomansicht

Horst Hrubesch, der Trainer der deutschen U19, brachte dieselbe Elf, die im letzten Gruppenspiel in überzeugender Manier Ungarn mit 2:1 bezwang. Die Bender-Zwillinge bildeten in der Mittelfeldzentrale die Doppelsechs, der am Sprunggelenk verletzte Mittelstürmer Sukuta-Pasu war zwar wieder fit, doch saß er zunächst nur auf der Bank.

Die deutsche Mannschaft spielte in den ersten 20 Minuten sehr dominant, störte die Tschechen früh und setzte sich in der Hälfte des Gastgebers fest. Dieser hatte in der ersten Phase des Spiels gehörigen Respekt, so dass vor allem die Zweikämpfe nahezu allesamt an die deutschen Nachwuchskicker gingen.

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Das Engagement der Deutschen wurde in der 17. Minute durch Risse belohnt, der einen Ball von Hable abfing und aus 22 Metern draufhielt. Die Kugel flatterte Richtung tschechisches Tor, und Keeper Vaclik boxte sich die Kugel aus 22 Metern ins eigene Netz. Obwohl der Treffer klar auf die Kappe des tschechischen Torwarts ging, war die Führung dennoch verdient.

Offensichtlich fühlte sich die DFB-Elf jedoch zu sicher, denn Mitte des ersten Abschnitts kippte das Spiel. Nach einer weiten Freistoßflanke schlug Tschechiens Torjäger Necid zu, der sich gegen Sven Bender durchsetzte und aus acht Metern wuchtig einköpfte (24.). Fortan waren die Tschechen gleichwertig und hatten zumindest den übergroßen Respekt abgelegt. Am deutlichsten sah man dies in den Zweikämpfen, die von den Tschechen nun viel bissiger geführt wurden. Große Chancen hatten aber weder die Deutschen noch die Tschechen bis zur Halbzeit, so dass beide Teams mit einem gerechten Remis in die Pause gingen.

In der zweiten Halbzeit gestalteten die Tschechen das Spiel weiter ausgeglichen und bekamen sogar langsam aber sicher Oberwasser. Die deutsche Elf fand keinen Rhythmus brachte besonders im Offensivspiel bis zur 70. Minute wenig bis nichts zustande. Hrubesch sah dieses Defizit an Durchschlagskraft und brachte Sukuta-Pasu für den diesmal blassen Naki.

Doch besser wurde das Spiel der Deutschen zunächst nicht. Vielmehr musste die Hrubesch-Elf aufpassen, dass sie bei den vielen Standards der Tschechen nicht in Rückstand geriet. Wie schon im ersten Abschnitt, verlief auch die Endphase des zweiten Durchgangs ohne große Höhepunkte. Allein bei einer abseitsverdächtigen Situation hatte Necid in der 84. Minute den Siegtreffer auf dem Kopf, doch war er zu überrascht, dass er vier Meter vor dem Tor noch an den Ball kam. Trotz dieser Großchance war das 1:1 nach 90 Minuten ein gerechtes Ergebnis.

In der Verlängerung übernahm Deutschland wieder mehr das Kommando, doch blieben Torchancen weiterhin Mangelware. Beide Teams gingen nun auch nicht mehr das letzte Risiko. Die Tschechen hofften vergebens auf eine ihrer gefährlichen Standards, die Deutschen mühten sich ab, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zukommen. Bis zur 119. Minute. Da bolzte Kopplin den Ball weit aus der eigenen Hälfte, der eingewechselte Vrancic verlängerte per Kopf und Sukuta-Pasu hämmerte das Leder aus 16 Metern genau in den Winkel. Als sich alle schon auf das Elfmeterschießen eingestellt hatten, riss der Leverkusener Stürmer die tschechische Elf aus allen Finalträumen.

Im Endspiel steht nun die deutsche Elf, die am Samstag auf die Italiener trifft. Fehlen wird dann Nsereko, der sich kurz nach dem Tor zum 2:1 eine Gelbe Karte einfing und nun für das Finale gesperrt ist.

23.07.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Zieler (3) - 
Diekmeier (3) , 
Jungwirth (3,5) , 
Reinartz (4) , 
Kopplin (3)   
L. Bender (3)   
S. Bender (3,5)   
Risse (1,5)    
Nsereko (4)   
Naki (4,5)   
Gebhart (3,5)      

Einwechslungen:
65. Sukuta-Pasu (2)     für Naki
97. Latza für S. Bender
108. Vrancic für Gebhart

Trainer:
Hrubesch
Tschechien
Aufstellung:
Vaclik (5) - 
Reznik (3) , 
Brunclik (4) , 
Polak (3,5) , 
Heidenreich (4) - 
Hable (3)      
Vosahlik (3)   
Marecek (3,5) , 
Moravek (3,5)   
Lecjaks (3)   
Necid (1,5)    

Einwechslungen:
65. Zeman (4) für Moravek
98. Reinberk für Hable
113. Wojnar für Lecjaks

Trainer:
Dovalil

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Risse (17., Rechtsschuss)
1:1
Necid (24., Kopfball, Marecek)
2:1
Sukuta-Pasu (119., Rechtsschuss, Vrancic)
Gelbe Karten
Deutschland U 19:
L. Bender
(1. Gelbe Karte)
,
Gebhart
(1.)
,
Kopplin
(1.)
,
Nsereko
(2.)
Tschechien:
Vosahlik
(1. Gelbe Karte)
,
Hable
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
23.07.2008 20:15 Uhr
Stadion:
Mestsky
Zuschauer:
5000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
gegen das technisch bessere deutsche Team setzten die Tschechen auf ihre Robustheit und waren so ebenbürtig.
Schiedsrichter:
Olivier Thual (Frankreich)   Note 5
übersah viele versteckte Fouls, zudem überhaupt keine klare Linie bei der Bewertung von Zweikämpfen.
Spieler des Spiels:
Marcel Risse
Viele Flankenläufe, kaum Fehlpässe, enormes Laufvermögen und das Tor zum 1:0.
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