DFB-Elf biegt Rückstand um
Odonkor kommt und trifft
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Wales in Cardiff gönnte Bundestrainer Joachim Löw zahlreichen Akteuren eine schöpferische Pause und stellte auf insgesamt sechs Positionen um: Im Tor durfte Hildebrand für Lehmann ran, davor spielten Manuel Friedrich, Schneider, Trochowski, Helmes und Podolski für Arne Friedrich, Pander, Mertesacker, Kuranyi und Klose. Taktisch rückten Hilbert und Jansen vom Mittelfeld auf die Außenposition der Abwehrkette zurück. Bei Rumänien stand mit Marica (Stuttgart) ein aktuelle Bundesligaprofi in der Anfangsformation, Wolfsburgs Sergiu Radu kam nicht zum Einsatz. Mit Chivu, Dica und Mutu hatten die Osteuropäer drei weitere nahmhafte Akteure in ihren Reihen.
Hatte die Nationalelf in der Vergangenheit oft in der Anfangsphase getroffen, so musste sie diesmal einem frühen Rückstand hinterherlaufen: Mutu brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld nach innen, in der Mitte war Goian drei Meter vor dem Tor sträflich frei und schoss an Hildebrand vorbei zur Führung ein. Der Keeper wurde dabei von dem ebenfalls ungedeckten Dica irritiert, der den Ball passieren ließ (3.).
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Die Gäste stellten in der Folge die ungeordnet agierenden Gastgeber zunächst vor etliche Probleme, nutzten ballsicher die Abstimmungsprobleme der Löw-Elf mit gelungenen Kombinationen - Hildebrand parierte gegen Marica (12.). Deutschland hatte jede Menge Ballverluste zu verzeichnen und kam zunächst nur durch zwei Distanzschüsse von Hitzlsperger zum Abschluss (6., 14.).
Ab der 20. Minute lief es phasenweise besser beim WM-Dritten: Jansen wuchtete den Ball knapp vorbei (20.), Helmes` Hereingabe fischte sich Keeper Coman (22.), Podolski brachte bei der besten Ausgleichschance das Leder nach einem Schweinsteiger-Freistoß zu spät unter Kontrolle und scheiterte an der glänzend reagierenden Nummer eins der Osteuropäer (26.). Zwischenzeitlich freilich war Manuel Friedrich Retter in höchster Not, als er vor Marica, der frei vor Hildebrand den Schlussmann bereits umspielt hatte, gerade noch zur Ecke grätschen konnte (23.).
Nach einer knappen halben Stunde mehrten sich wieder die Abspielfehler bei der Nationalelf. Marins (28.) und Dicas (36.) Möglichkeiten zeugten dabei allerdings weniger von der Angriffskunst der Gäste, sondern vielmehr von Unaufmerksamkeit der deutschen Defensive. Der Ausgleich kurz vor der Pause kam so in dieser Phase überraschend: Jansens Hereingabe von links segelte innen an allen vorbei. Schweinsteiger holte sich auf der rechten Außenbahn den Ball und flankte erneut, Kapitän Schneider war in der Mitte frei und köpfte aus sechs Metern ins rechte Eck ein (42.).
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Gleich dreimal wechselte Bundestrainer Joachim Löw zur Pause aus: Arne Friedrich, Castro und Rolfes kamen für Metzelder, Jansen und Hitzlsperger. Und der Start nach Wiederanpfiff war vielversprechend: Schneiders Initiative brachte Helmes (48.) und vor allem Podolski in Schussposition: Der Münchner verlor wie schon im ersten Abschnitt frei vor Coman das Duell gegen den Keeper (49.).
Danach spielte sich das Geschehen vor allem zwischen den beiden Strafräumen ab, Torszenen blieben bis zur 65. Minute Mangelware. Hildebrands Faustparade gegen Mutu und ein katastrophaler Fehlpass der Osteuropäer (Goian) ermöglichten der Nationalelf die Führung: Odonkor schnappte sich die Kugel an der Mittelllinie, spurtete gen Strafraum und schoss aus halbrechter Position aus 15 Metern ins rechte untere Eck. Coman ließ den Ball unter den Händen durchrutschen (65.).
Nun lief es: Helmes hatte drei Möglichkeiten zur Vorentscheidung (68., 70., 73.), wobei sich Podolski dabei als Vorbereiter hervortat. Der Münchner taute im zweiten Abspiel richtig auf, und sein Engagement wurde belohnt: Hilbert behauptete sich halbrechts gegen drei Rumänen und passte quer zu Podolski, der aus 18 Metern den Hammer auspackte und den Ball unter die Latte jagte - ein in jeder Beziehung gelungener Abschluss (82.).






