Der Trainer des deutschen Nachwuchses, Horst Hrubesch, gab nach der herben 0:4-Schlappe gegen die B-Elf der Niederlande gleich fünf neuen Spielern eine Bewährungschance. Im Tor fand sich - wie abgesprochen - Fromlowitz anstelle von Neuer wieder. Zudem mussten Höwedes (muskuläre Probleme), Kruska, Baris Özbek und Johnson für Mavraj, Schmelzer, Adlung und Rosenthal weichen. Der Dortmunder Schmelzer feierte damit seinen Einstand im Trikot der deutschen U21.
Deutschland begann engagiert und druckvoll. Mit schnellem Spiel über die Flügel, vor allem über den agilen Ben-Hatira, sorgten die Hrubesch-Schützlinge zunächst für viel Wirbel. Zählbares sprang aber gegen die defensiv geschickt agierenden Weißrussen dabei nicht heraus. Die Gäste doppelten meist den ballführenden Gegenspieler und machten dadurch die meisten Angriffe zunichte. In der Offensive nahmen sie das Tempo raus, hielten den Ball lange in den eigenen Reihen, um dann blitzartig in die Spitze zu passen. So kamen sie auch zur ersten dicken Möglichkeit der Partie. Komarovsky scheiterte aber freistehend an DFB-Schlussmann Fromlowitz.
Deutschland hatte ein optisches Übergewicht, aber zu wenig zündende Ideen. So sorgten lediglich Fernschüsse von Boateng (19.) und Ben-Hatira (20.) für Gefahr. Nach 29 Minuten setzte Mavraj ein Ausrufezeichen, doch der Innenverteidiger köpfte drüber.

Auf der anderen Seite lief die Hrubesch-Elf stets Gefahr, gegen die konterstarken Weißrussen in Rückstand zu geraten. So hatte erneut Komarovsky die Führung auf dem Fuß, der Stürmer scheiterte mit seinem unplatzierten Schuss aber erneut an Fromlowitz (38.). Nur eine Minute später fiel dann doch das erste Tor - und zwei Duisburger waren daran beteiligt: Ben-Hatiras Flanke von rechts fand den Kopf von Wagner, der vom rechten Fünfer-Eck einnickte.
Kurz vor der Pause kam dann der Schock! Mit einem wunderbaren direkten Freistoß aus 23 Metern in den rechten Winkel überraschte Kislyak Fromlowitz und sorgte damit für den Halbzeitstand.
Für den Torschützen Wagner war das Spiel dann zu Ende, Heller kam für ihn ins Spiel. Am Geschehen auf dem Feld änderte sich aber wenig. Deutschland blieb tonangebend, war aber nicht zwingend genug. Die Weißrussen dagegen gaben sich mit dem Remis zufrieden und agierten weiter sehr vorsichtig. Folglich wurde den 13.000 Zuschauern in der Paragon-Arena - Rekordkulisse für ein U21-Testländerspiel - viel Leerlauf geboten. Nur ein unpräziser Kopfball von Adlung sorgte für ein wenig Gefahr (58.).
Erst in der Schlussphase legte die Hrubesch-Elf noch einen Zahn zu und hatte durch Ben-Hatira den Sieg auf dem Fuß. Der Volleyschuss des Duisburgers ging aber haarscharf über das Ziel.
Das war der letzte Test vor der U21-EM in Schweden. Dann wird's für die Hrubesch-Schützlinge am 15. Juni 2009 gegen Spanien ernst, wo eine Leistungssteigerung nötig sein wird. Weißrusslands Auftaktspiel ist einen Tag später: Gastgeber Schweden wird der Gegner sein.
| Deutschland |
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![]() Aufstellung: Fromlowitz (3) - Schwaab (3) , Boateng (2,5) , Mavraj (3,5) , Aogo (3) - Adlung (4,5) , Ben-Hatira (2,5) , Schmelzer (4) - Baumjohann (3,5) - Trainer:
Hrubesch |
| Weißrussland |
![]() Aufstellung: Chesnovsky (3,5) - Veretilo (4) , Martynovich (4) , Yanushkevich (4) , Osipovich (4,5) - A. Volodko (3) - Afanassyev (3,5) , Putsila (2,5) , Krivets (3) - Komarovsky (3,5) Einwechslungen: 46. Sivakov (5) für A. Volodko 65. Chukhlei für Afanassyev 77. Dzehtsiarou für Komarovsky 89. Sachyuka für Putsila Trainer:
Kurnenin |
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1:0
Wagner (39., Kopfball, Ben-Hatira)
1:1
Kislyak (44., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
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Gelbe Karten |
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Deutschland U 21: Rosenthal(1. Gelbe Karte) , Baumjohann(1.) Weißruss. U 21: Kislyak(1. Gelbe Karte) , Sachyuka(1.) |