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Deutschland

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Bosnien-Herzegowina

 

3:1 (0:1)

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Deutschland
Bosnien-Herzegowina
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.
















Schweinsteiger beweist starke Nerven - Mravac verletzt

Cacau belebt das deutsche Spiel

Im letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in Südafrika erhielt die deutsche Nationalmannschaft eine kleine Warnung. Gegen das für die Endrunde nicht qualifizierte Bosnien-Herzegowina geriet die DFB-Elf in Rückstand und hatte vor allem in den ersten 45 Minuten Probleme. Nach dem Seitenwechsel brachte Löw frische Kräfte, die das Spiel der deutschen Elf sichtlich belebten und letztlich maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg hatten.

Özil umkurvt Hasagic, Spahic (re.) läuft hinterher.
Zögerlich: Özil will Hasagic umkurven, kommt dann aber zu weit ab und kann die gute Chance nicht nutzen. Spahic (re.) läuft nur hinterher.
© picture-allianceZoomansicht

DFB-Trainer Joachim Löw vertraute im letzten Test vor der Weltmeisterschaft in Südafrika auf Neuer im Tor. Die Viererkette setzte sich aus Lahm, Friedrich, Mertesacker und Badstuber zusammen. Davor besetzten Schweinsteiger und Khedira die beiden Positionen im defensiven Mittelfeld. Klose fungierte als einzige Spitze, während hinter ihm eine offensive Dreierreihe (Trochowski, Özil und Podolski) für Wirbel sorgen sollte.

Safet Susic, der Coach von Bosnien und Herzegowina, setzte im ersten Gastspiel seines Landes in Deutschland auf die vier Bundesligalegionäre. So fanden sich die beiden Wolfsburger Misimovic und Dzeko ebenso in der Startelf wieder wie Ibisevic und Salihovic von der der TSG Hoffenheim.

Die deutsche Mannschaft war von Beginn an um Ballbesitz bemüht, während Bosnien eher auf Konter lauerte. Die DFB-Elf nutzte die ganze Breite des Feldes, kam dadurch zu mehr Spielanteilen und hatte nach neun Minuten die erste dicke Chance durch Podolski. Der Kölner knallte das Leder aber aus 16 Metern an die Latte. Das war's dann aber auch an gelungenen Offensivaktionen der Gastgeber.

Dzeko zeigt sich mal wieder treffsicher

Auf der Gegenseite wurden die Bosnier ein Stück weit mutiger, vor allem Pjanic mutierte zu einem gefährlichen Passgeber. Zunächst rettete Badstuber aber noch vor Dzeko (12.), ehe Lahm Pech hatte: Pjanics Lupfer landete bei Dzeko, den Mertesacker aus den Augen verloren hatte. Lahm wollte klären, schoss aber nur den Wolfsburger an. Der Ball prallte schließlich von dessen Brust über Neuer hinweg ins rechte Eck (15.).

Der Vize-Europameister brauchte eine Weile, um sich von dem Schock zu erholen. Nach 22 Minuten eröffnete sich plötzlich für Özil die ganz große Möglichkeit, der Bremer zögerte aber im Eins-gegen-eins gegen Bosniens Keeper Hasagic zu lange und kam zu weit nach rechts ab. Kurz darauf schoss Khedira aus sieben Metern freistehend rechts vorbei (25.).

Danach verflachte die Partie jedoch zusehends. Es wurde ein umkämpftes, aber faires Match, das jedoch kaum mehr Torchancen zu bieten hatte. Die Löw-Schützlinge nahmen das Heft allerdings immer mehr in die Hand und kamen kurz vor der Pause durch Schweinsteiger (42.) und Khedira (43.) zu weiteren Gelegenheiten. Khediras Chance wurde von Mravac vereitelt, der 28-Jährige verletzte sich dabei aber so schwer, dass er noch vor der Halbzeit durch Ibricic ersetzt werden musste.

Löws Wechselspielchen tragen Früchte

Bastian Schweinsteiger verwandelt einen Strafstoß
Eiskalt: Bastian Schweinsteiger verwandelte gegen Bosnien gleich zwei Foulelfmeter.
© imagoZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel brachte Joachim Löw Cacau und Müller für Trochowski und Klose. Und Cacau sollte sich rasch ins Rampenlicht spielen: Der Stuttgarter bereitet mit viel Einsatz für Lahm auf, der nach einem dynamischen Lauf wunderbar aus 16 Metern unter Mithilfe der Latte den verdienten Ausgleich markierte (51.). Nur eine Minute später legte Cacau erneut auf, diesmal für Özil. Dem Bremer klebte aber das Pech am Fuß, er traf nur die Latte. In der 55. Minute forderte die deutsche Bank Strafstoß: Hasagic hatte einen satten Schweinsteiger-Schuss nur nach vorne abprallen lassen. Cacau hatte nachgesetzt und war schließlich zu Fall gekommen. Schiedsrichter Nicola Rizzoli aus Italien entschied dabei auf Eckball, der dann nichts einbrachte.

Löws Wechselspielchen hatten sich bezahlt gemacht, und in der 70. Minute kam mit Marin der nächste erfolgreiche Schachzug des Trainers. Der 21-Jährige wurde nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung von Jahic auf der Strafraumlinie zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Schweinsteiger sicher (73.). Danach musste die Partie kurzzeitig unterbrochen werden, weil Unverbesserliche aus dem bosnischen Fanblock Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen hatten. Kurz nach Wiederbeginn gab's erneut Foulelfmeter - dieses Mal hatte Spahic Müller gefoult. Schweinsteiger bewies erneut starke Nerven und vollendete sicher zum 3:1-Endstand (77.).

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Slideshow zum Thema

Deutsche FansEdin Dzeko gegen Per Mertesacker (re.)Joachim Löw
Deutschland gegen Bosnien

Die deutsche Nationalmannschaft reist am kommenden Sonntag nach Südafrika, ehe es eine Woche später am 13. Juni in Durban gegen Australien ab 20.30 Uhr ernst wird. Die bosnischen Spieler verabschieden sich indes in den Urlaub. Für sie geht es erst am 7. September im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine weiter. Dann geht die Reise nach Luxemburg.

03.06.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Lahm (2,5)        
Mertesacker (5) , 
A. Friedrich (3)    
Badstuber (3,5) - 
Khedira (3) , 
Schweinsteiger (2,5)            
Trochowski (4,5)    
Özil (2)    
Podolski (3,5)    
Klose (5)    

Einwechslungen:
46. Cacau (2) für Klose
46. T. Müller (2,5) für Trochowski
70. Marin für Podolski
80. Gomez für Özil
86. Tasci für A. Friedrich
87. T. Kroos für Schweinsteiger

Trainer:
Löw
Bosnien-Herzegowina
Aufstellung:
Hasagic (4) - 
Mravac (5)    
Nadarevic (4) , 
Spahic (4,5)        
Jahic (4) - 
Rahimic (4) - 
Pjanic (3,5) , 
Salihovic (3,5)    
Ibisevic (4,5)    
Misimovic (4)    
Dzeko (3)    

Einwechslungen:
45. Ibricic (4) für Mravac
74. Zec für Ibisevic
78. Berberovic für Salihovic
80. Muslimovic für Misimovic

Trainer:
Susic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dzeko (15., Brust)
1:1
Lahm (50., Rechtsschuss, Cacau)
2:1
Schweinsteiger (73., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Marin)
3:1
Schweinsteiger (77., Foulelfmeter, Rechtsschuss, T. Müller)
Gelbe Karten
Deutschland:
-
Bosnien-Herzegowina:
Spahic
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
03.06.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
48000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
vier Tore, viel Elan im Spiel, trotzdem noch viele Unzulänglichkeiten.
Chancenverhältnis:
10:2
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Nicola Rizzoli (Italien)   Note 5
mit seltsamer Balance bei der Beurteilung von Fouls. Hätte bei den Fouls von Spahic an Cacau (54.) und an Marin (84.) jeweils Elfmeter geben müssen, Spahic für eine Tätlichkeit an Marin zudem Rot statt Gelb (84.).
Spieler des Spiels:
Mesut Özil
Die prägende Figur im deutschen Spiel. Immer anspielbar, mit feiner Technik leitete er fast alle vielversprechenden Angriffe ein.
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