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Deutschland

Deutschland

2
:
0

Halbzeitstand
1:0

Südafrika


DEUTSCHLAND
SÜDAFRIKA
15.
30.
45.

60.
75.
90.








Adler mit starker Vorstellung - Gomez trifft

Özil macht den Unterschied

Mit einem verdienten 2:0-Erfolg gegen WM-Gastgeber Südafrika glückte der deutschen Nationalelf in Leverkusen die Generalprobe vor dem WM-Qualifikationsspiel am Mittwoch gegen Aserbaidschan. Dem DFB-Team gelang gegen die defensiv eingestellte Bafana-Bafana gegenüber den letzten Partien eine spielerische Steigerung, beide Tore entstanden aus feinen Kombinationen mit Beteiligung des Bremer Startelf-Debütanten Özil.

Mesut Özil (re.) gegen Bernard Parker
Mann des Spiels: Mesut Özil, hier gegen Bernard Parker, war Ideengeber und Torschütze.
© imagoZoomansicht

Bundestrainer Joachim Löw veränderte seine Anfangsformation nach dem wenig überzeugenden 2:0-Auswärtssieg in Aserbaidschan im Rahmen der WM-Qualifikation auf fünf Positionen: Im Tor ersetzte Adler vor heimischer Kulisse den Hannoveraner Enke, in der Innenverteidigung spielte Arne Friedrich für Mertesacker. Im Mittelfeld kam Rolfes zum Zug, und der Bremer Özil erstmals von Beginn an zum Einsatz - genau wie Teamkollege Marin im Angriff.

Bei Südafrika vertraute der brasilianische Coach Joel Santana unter anderem auf Bielefelds Keeper Fernandez sowie auf England-Profi Pienaar (Everton). Mit Masilela, Mokoena, Dikgacoi und Parker standen weitere Legionäre in der Startelf des WM-Gastgebers.

Vor dem Anpfiff erfolgte die offizielle Verabschiedung von Bernd Schneider, der seine Karriere wegen eines Bandscheibenvorfalls beenden musste, durch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanzger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Deutschland begann sehr zielstrebig, setzte durch Marin (4.), Gomez (7.) und Schweinsteiger (11.) erste Ausrufezeichen.

Die technisch starken Südafrikaner agierten aus einer kompakten Abwehr, wurden in der Anfangsphase bei ihren Konterversuchen von der aufmerksamen deutschen Elf, die früh presste, meist schon weit vor dem gegnerischen Strafraum abgefangen. Lediglich Dikgacoi rief Adler mit einem Distanzschuss auf den Plan (13.).

Der Anfangselan des DFB-Teams verpuffte, die Bafana-Bafana hatte sich gut auf das zunächst variable Spiel eingestellt. Zwar prüfte Özil Fernandez per Freistoß (17.), doch es gelang dem WM-Gastgeber immer besser, die Kombinationen von Ballack & Co. effektiv zu stören, weil das Tempo raus war aus dem deutschen Spiel.

Nur wenn die Löw-Schützlinge schnell umschalteten, wurde es brenzlig, allerdings fehlte die Präzision beim finalen Pass. Und Südafrika? Vor allem offensiv war kaum etwas zu sehen, lediglich Gaxas Verlegenheitsschuss aus halbrechter Position mutierte zu einer Halbchance (28.).

Gomez netzt zum 1:0 ein
Die Führung: Gomez netzt locker zum 1:0 ein.
© picture-alliance

Nach einer guten halben Stunde packte Gomez von der Strafraumgrenze den Hammer aus, Fernandez blieb Sieger (32.). Und war wenig später doch chancenlos, eine schnelle Kombination des Vize-Europameisters brachte die verdiente Führung: Özil spielte im Strafraum direkt zu Ballack, dessen flache Hereingabe aus halblinker Gomez in der Mitte aus leicht abseitsverdächtiger Position ins Netz drückte (35.).

Fast postwendend fiel auf der Gegenseite fast der Ausgleich, als Friedrich einen Freistoß von Pienaar unfreiwillig Richtung eigenes Tor köpfte, Adler das Leder aber mit einer Blitzreaktion um den Pfosten drehte (37.).

Löw nahm beim Wiederanpfiff einen Dreifach-Wechsel vor: Westermann, Klose und Podolski kamen für Tasci, Gomez und Marin zum Zug.

Pienaar, auffälligster Gäste-Akteur, setzte mit einem Distanzknaller das erste Ausrufezeichen (50.), ehe die Nationalelf, deren Angriffe nun immer wieder von Özil initiiert wurden, langsam aber sicher Fahrt aufnahm. Özil fand in Südafrikas Nummer eins seinen Meister (51.), Podolski (56.) und Schweinsteiger (58.) kamen jeweils einen Tick zu spät, Rolfes verzog knapp (60.).

Es war nun mehr Tempo im Spiel, auch mehr Platz, weil der Versuch der Bafana-Bafana, mitzuspielen, Räume schaffte. Ballacks Kopfball nach Özil-Ecke landete am Innenpfosten, im Gegenzug hatte Mphela das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber aus 13 Metern halbrechter Position am einmal mehr glänzend parierenden Adler (65.).

Doch diese Möglichkeit der Gäste sollte eine von nur zwei im zweiten Durchgang bleiben - die Löw-Elf blieb am Drücker. Und legte wie schon beim Führungstreffer mit einer zweiten feinen Kombination nach: Schweinsteiger spielte auf Klose, der direkt diagonal auf Özil passte. Der Bremer vollendete frei vor Fernandez per Rechtsschuss eiskalt ins linke untere Eck (77.).

Khedira war gekommen (73.) und feierte sein Länderspiel-Debüt. Am Ende setzte Adler ein weiteres Glanzlicht, als er Parkers Schuss aus Nahdistanz famos um den Pfosten lenkte und seine glänzende Vorstellung vor heimischer Kulisse krönte (90.).

Am kommenden Mittwoch treffen die Mannen von Joachim Löw in der WM-Qualifikation auf Aserbaidschan (Hannover). Südafrika misst sich in einem weiteren Freundschaftsspiel am 8. September auswärts mit Irland.

05.09.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Adler (1,5) - 
Lahm (3,5) , 
Tasci (4)    
M. Schäfer (3,5) - 
Ballack (3)    
Rolfes (4)    
B. Schweinsteiger (4,5)    
Özil (1,5)    
Marin (4)    
Gomez (2,5)        

Einwechslungen:
46. Westermann (4,5) für Tasci
46. Podolski (4) für Marin
46. Klose (2) für Gomez
73. Khedira für Rolfes
80. Gentner für Ballack
84. Trochowski für B. Schweinsteiger

Trainer:
Löw
Südafrika
Aufstellung:
Fernandez (3) - 
Gaxa (3) , 
Mokoena (4,5) , 
Gould (5) , 
Masilela (4,5) - 
Fransman (5)    
Mhlongo (4) , 
Pienaar (3)    
Dikgacoi (4) - 
Mphela (4)    
Parker (5)    

Einwechslungen:
60. Tshabalala (4,5) für Fransman
60. Khenyeza für Parker
84. van Heerden für Mphela
85. Henyekane für Pienaar

Trainer:
Santana

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Gomez (35., Rechtsschuss, Ballack)
2:0
Özil (77., Rechtsschuss, Klose)

Spielinfo

Anstoß:
05.09.2009 20:45 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
29569
Spielnote:  3,5
abgesehen von Özil kaum spielerische Glanzlichter. Über weite Strecken ein typisches Freundschaftsspiel, Tempo und Inspiration hielten sich in Grenzen.
Chancenverhältnis:
8:3
Eckenverhältnis:
8:5
Schiedsrichter:
Claudio Circhetta (Schweiz)   Note 2,5
ohne entscheidende Schwächen in einer Partie, die allerdings auch keine nennenswerten Herausforderungen bereithielt.
Spieler des Spiels:
Mesut Özil
Löw richtete seine Formation auf Özils Qualitäten aus ? und der Bremer rechtfertigte das Vertrauen mit einem Startelf-Debüt, das Mut macht für die Zukunft.