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14.03.2013, 11:00

Erstmals seit 1996 kein Premier-League-Klub im Viertelfinale

"Gewaltiger Weckruf": Englands Elite scheitert historisch

Schon in der vergangenen Saison hing die Premier League in der Champions League in den Seilen. Chelseas Triumph von München übertünchte allerdings den Fakt, dass es schon 2012 um ein Haar kein englischer Vertreter ins Viertelfinale geschafft hätte. Ein Jahr später ist es so weit: Erstmals seit 1996, als noch nur die Meister qualifiziert waren, steht in der Königsklasse kein Premier-League-Klub in der Runde der letzten Acht. Das Endspiel in Wembley findet am 25. Mai ohne englische Beteiligung statt. Für Arsenal-Coach Arsène Wenger ist das ein "gewaltiger Weckruf".

Aguero, Mertesacker, Torres, van Persie
Entsetzen von Aguero bis van Persie: Englands Topklubs verpassten allesamt das Viertelfinale.
© imagoZoomansicht

Ausgerechnet an dem Ort, an dem Chelsea vergangenen Mai seinen größten Triumph feierte, wurde das Scheitern des englischen Champions-League-Quartetts nun besiegelt: Mit Arsenal verabschiedete sich der letzte Premier-League-Vertreter aus dem Wettbewerb. Erstmals seit 17 Jahren steht kein englisches Team im Viertelfinale. Zuletzt hatte es das 1996 gegeben. Damals war es noch so, dass nur die Meister für die Champions League qualifiziert waren, der englische Überraschungschampion Blackburn Rovers scheiterte schon in der Gruppenphase.

Schon in der vergangenen Saison hing das englische Champions-League-Glück am seidenen Faden. Einzig der FC Chelsea verhinderte, dass das Viertelfinale schon 2011/12 ohne englische Beteiligung stattfand. Nach einer (schmeichelhaften) 1:3-Pleite beim SSC Neapel drehten die Blues den Spieß im Rückspiel in der Verlängerung noch um und gewannen später in München sogar den Titel.

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Dieses Jahr gibt es kein Happy End. Mit Arsenal schied der letzte englische Klub aus. Die Gunners konnten den Bayern beim 2:0-Auswärtssieg zwar noch einen Schrecken einjagen, zum Weiterkommen reichte es aber nicht. Manchester United war zuvor im Achtelfinale unglücklich an Real Madrid gescheitert. Chelsea vollbrachte es, als erster Titelverteidiger der Champions-League-Geschichte schon in der Gruppenphase auszuscheiden, Manchester City wurde - in einer zugegebenermaßen schwierigen Gruppe mit Dortmund, Real und Ajax - siegloser Gruppenletzter.

Es ist ein gewaltiger Weckruf und zeigt uns, dass der Rest von Europa aufgeschlossen hat.Arsenal-Coach Arsène Wenger

"Es ist eine riesige Enttäuschung für den englischen Fußball, weil wir daran für viele Jahre nicht gewohnt waren", sagte Wenger, nachdem Arsenal das dritte Mal in Folge früh ausgeschieden war: "Es ist ein gewaltiger Weckruf und zeigt uns, dass der Rest von Europa aufgeschlossen hat. Das müssen wir in Betracht ziehen, wenn wir in Zukunft über die Premier League reden."

Hochglanzprodukt Premier League: In der Spitze nicht mehr top

Reden wir über die Premier League: Für den Fußball auf der Insel ist das Scheitern in Europa eine Katastrophe. Allerdings wäre es oberflächlich, daraus Rückschlüsse auf die Gesamtqualität zu ziehen. Die Liga ist nach wie vor ein attraktives Hochglanzprodukt, das vor allem in der Breite noch vor Deutschland, Spanien und Italien liegt. Derzeit aber eben nicht mehr in der Spitze. Attraktivität bedeutet nicht immer Qualität, vor allem in der Defensive. Und im physischen Bereich, wo man einst weit vorne lag, haben andere längst aufgeholt. Der Terminstress, nicht zuletzt verursacht durch zwei Pokalwettbewerbe samt Wiederholungsspielen und eine fehlende Winterpause, tut sein Übriges.

Das nahende Financial Fair Play verbessert die Aussichten der Premier League auch nicht gerade. Seriöses Wirtschaften war bisher nicht jedermanns Sache, wobei Bayern-Gegner Arsenal hierbei eine der rühmlichen Ausnahmen ist. Die Bundesliga hat vor allem in dieser Hinsicht glänzende Aussichten.

"Es gab auch schon Jahre, in denen die deutschen Teams früh gescheitert sind", will Bayern-Coach Jupp Heynckes das frühe Aus der Premier-League-Elite dennoch nicht überbewertet wissen: "Es gibt solche Zyklen im Fußball. Ich glaube, dass die englischen Teams nächstes Jahr zurück sein werden." Betriebsunfall oder Abwärtstrend? Das werden die kommenden Jahre zeigen.

14.03.13
 

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