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16.08.2012, 17:15

Vorschau auf die neue Premier-League-Saison

Ärger in der Nachbarschaft: Schlägt United gegen City zurück?

Kein Titel! Das will sich der Rekordmeister nicht bieten lassen. Mit namhaften Neuzugängen holt Manchester United in der neuen Premier-League-Saison zum Gegenschlag aus: Der Stadtrivale ManCity wurde Meister, Chelsea holte gar die Champions League. Kommt es wieder zum Herzschlagfinale? Wie wirkt sich der Van-Persie-Deal aus? Und was ist von Tottenham oder Liverpool unter neuer Führung zu erwarten? kicker online blickt voraus...

MANCHESTER CITY: Geizig und eingespielt wie nie

In Manchester feierte erstmals seit 1968 ManCity einen Meistertitel
Die Farbe des Sommers? Himmelblau! In Manchester feierte erstmals seit 1968 ManCity einen Meistertitel.
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Jack Rodwell ist 21 Jahre jung, zweimaliger englischer Nationalspieler - und der einzige Sommerneuzugang von Meister Manchester City. Der Scheich-Klub hat das Transfertreiben in diesem Sommer tatsächlich aus der Ferne beobachtet, er ist zufrieden mit dem, was er hat. Auch in diesem Jahr wird der Titel nur über Aguero, Balotelli, Touré, Kompany & Co. gehen. Die Qualität der Citizens kann auf der Insel nach wie vor kaum jemand toppen. Der Sieg im Community Shield (3:2 gegen Chelsea) taugte als erstes kleines Ausrufezeichen.

Der große Vorteil für Trainer Roberto Mancini ist in diesem Jahr, dass seine Mannschaft eingespielt ist, keine neuen Stars eingebaut werden müssen - für die Champions League lässt das mehr erwarten als vorige Saison, als schon in der Gruppenphase Schluss war. Hier greift City an, aber auch in der Liga hat man nach der ersten Trophäe seit 1968 Blut geleckt. Warum mit der Titelverteidigung nicht Nachbar United einen weiteren Tiefschlag verpassen? Wenn die Eitelkeiten vor allem im überbesetzten Sturm (Aguero, Tevez, Dzeko, Balotelli) nicht überhandnehmen, spricht nicht allzu viel dagegen.

MANCHESTER UNITED: Mit drei Hoffnungsträgern zurück auf 1?

Robin van Persie (l.) und Shinji Kagawa
Qualitätssprung für United? Robin van Persie (l.) und Shinji Kagawa laufen künftig als Red Devils auf.
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In letzter Sekunde hatte Sergio Aguero Manchester United den 20. Meistertitel noch entrissen. Das tut am Old Trafford immer noch weh, auch wenn der erneute Triumph, darüber ist sich auch Sir Alex Ferguson im Klaren, schon früher verspielt worden war. Sein Rezept für den Gegenschlag trägt einen Namen: Robin van Persie. Für rund 30 Millionen Euro verstärkt der Arsenal-Knipser eine Angriffsabteilung, die mit Wayne Rooney, Danny Welbeck und Javier Hernandez bereits hervorragend besetzt war. Van Persie und Rooney kamen 2011/12 gemeinsam auf 57 Liga-Tore.

Doch womöglich ist nicht van Persie Fergusons wichtigster Neuer und auch nicht BVB-Entdeckung Shinji Kagawa, der das Zeug hat, der neue Fixpunkt im Mittelfeld zu werden und in der Vorbereitung von allen Seiten gelobt wurde. Nein - dass Abwehrchef Nemanja Vidic nach im vergangenen Herbst erlittenem Kreuzbandriss wieder bereit steht, ist die beste Nachricht für alle United-Anhänger. Vor seiner Verletzung galt er manchen als bester Abwehrspieler Europas. City wieder in die Schranken weisen, in der Champions League ein anderes Gesicht zeigen, Nachfolger für Paul Scholes und Ryan Giggs (ab November 38 bzw. 39 Jahre alt) formen: Die Ziele der Red Devils sind ambitioniert. Und dank der personellen Veränderungen dennoch erreichbar.

FC ARSENAL: Cazorla ist der Mutmacher

Santi Cazorla
Einer wie Fabregas? Der FC Arsenal leistete sich Santi Cazorla - und musste das wohl auch.
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Alles beim Alten bei Arsenal: Der letzte Titel datiert von 2005 (FA Cup) und der Superstar hat erneut das Weite gesucht. Nach Cesc Fabregas vor einem Jahr geht mit van Persie nun wieder ein Spieler, der sich auf Dauer nicht mehr mit der Philosophie des Klubs identifizieren konnte. Verändert hat sich jedoch die Atmosphäre: Die Untergangsstimmung zu Beginn der Vorsaison, die im 2:8 bei Manchester United schließlich gipfelte, konnte Arsene Wenger diesmal vermeiden - weil er Geld für einen gestandenen Topstar in die Hand nahm: Santi Cazorla (27, für ca. 20 Millionen Euro aus Malaga), zweimaliger Europameister mit Spanien, soll der neue Schlüsselspieler werden. Der neue Fabregas im Idealfall.

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Gemeinsam mit Lukas Podolski und Ligue-1-Torschützenkönig Olivier Giroud soll Cazorla die Van-Persie-Lücke schließen, im tiefen Herbst kehrt dann auch Youngster Jack Wilshere zurück, der die gesamte Vorsaison verletzungsbedingt verpasste. Und auch Nuri Sahin bleibt ein Thema, Arsenal will den Ex-Dortmunder zunächst von Real Madrid ausleihen. Was ist also drin für die Gunners? Begreift man das Lösen von van Persie als Chance, treten andere Spieler aus dem Schatten? Das ist ein Muss. Anderenfalls könnte die Champions-League-Qualifikation erneut zur Zitterpartie werden.

TOTTENHAM HOTSPUR: Villas-Boas hat bisher nur einen Stürmer

André Villas-Boas
Tottenham soll ihn wieder zum Lachen bringen - und umgekehrt: André Villas-Boas.
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Für Tottenham kommt diese Vorschau zu früh, die Spurs lassen sich viel Zeit auf dem Transfermarkt. Die beiden wichtigsten Fragen lauten: Verlässt Luka Modric in diesem Sommer noch die White Hart Lane? Und wer unterstützt Jermain Defoe im Angriff? Der ist nämlich derzeit tatsächlich der einzige Stürmer im Kader. Mit dem zuletzt ausgeliehenen Emmanuel Adebayor und dessen Klub ManCity besteht Einigkeit über einen festen Wechsel, der Togoer feilscht mit City aber noch um Geld. Auch Olympia-Torschützenkönig Leandro Damiao (Internacional Porto Alegre) und Europameister Fernando Llorente (Bilbao) sind im Gespräch, dazu Julio Cesar (bei Inter Mailand aussortiert) als Verstärkung im Tor, das Brad Friedel hütet, mit 41 Jahren.

Neu sind Innenverteidiger Jan Vertonghen (Ajax), der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson im offensiven Mittelfeld - und natürlich der Trainer: André Villas-Boas will und muss beweisen, dass er mehr zu bieten hat, als in seiner verkorksten achtmonatigen Chelsea-Amtszeit sichtbar wurde. Ein Vorteil für den Redknapp-Nachfolger ist der deutlich jüngere, weniger festgefahrene Kader. Ein Nachteil: Er muss seine neue Elf für Europa-League-Fußball begeistern. Platz vier reichte vorige Saison schließlich nicht für die Königsklasse - weil Chelsea nach seiner Entlassung noch zum Champions-League-Titel stürmte.

NEWCASTLE UNITED: Etabliert sich das Überraschungsteam?

Demba Ba (hinten) und Papiss Demba Cissé
Sie stehen für Tore - auch 2012/13: Demba Ba (hinten) und Papiss Demba Cissé.
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Arsenal zittert um die Champions-League-Teilnahme, Tottenham um Platz vier, Chelsea landet auf Rang sechs, Liverpool im Mittelfeld - zu all dem trug Newcastle United vorige Spielzeit eine Menge bei. Die "Elstern", deren Fans sich schon auf Abstiegskampf einstellen wollten, brachen ein die Phalanx der Top-Teams und beendeten die Spielzeit sensationell auf Rang fünf, Trainer Alan Pardew wurde zum "Manager of the year" gekürt.

Die Bundesliga-bekannten Senegalesen Demba Ba und Papiss Demba Cissé versprechen auch in Zukunft Tore am Fließband, alle weiteren wichtigen Spieler konnten ebenfalls gehalten werden. Es ist also wieder ein Platz in vorderen Gefilden drin - wenn Newcastle nicht zu viel Kraft in der Europa League lässt und die Phase während des Afrika-Cups erneut gut übersteht.

FC CHELSEA: Vieles hängt von Torres ab

Eden Hazard
Junger Dribbler - einer von mehreren in Chelseas neuer Offensive: Eden Hazard.
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München sei Dank: Erstmals ist "Champions-League-Sieger" eine zulässige Umschreibung für den FC Chelsea, Trainer Roberto di Matteo hat den Blues einen neuen Status verschafft. Der gebürtige Schweizer erhielt einen Zweijahresvertrag, er muss also zeigen, dass er auch für eine längerfristige Perspektive der richtige Mann an der Stamford Bridge ist. Chelsea soll jünger, frischer, aufregender werden - Boss Roman Abramovich half mit rund 73 Millionen Euro nach: Eden Hazard! Oscar! Marko Marin! Zusammen mit Juan Mata verfügt Chelsea über die vielleicht quirligste und trickreichste Offensive der Liga, die das internationale Image des Kraft- und Defensivfußballs beerdigen sollte. An vorderster Front muss Fernando Torres zeigen, dass er die bei der EURO gezeigten Leistungen dauerhaft abrufen kann - und den Weggang von Herzstück Didier Drogba als Befreiung, nicht als Druck wahrnimmt.

Champions-League- und FA-Cup-Sieg kaschierten im Mai das miserable Abschneiden in der Liga (Platz 6), auf ihr dürfte diesmal zunächst das Hauptaugenmerk liegen. Die Manchester-Klubs anzugreifen, dürfte wahrlich nicht einfach werden, mit einem Torres alter Klasse wäre es jedoch möglich, mit schnell integrierten Neuzugängen sowieso. Mit Spielern also, auf die Villas-Boas vor zwölf Monaten vergeblich gewartet hatte.

FC LIVERPOOL: Ein Hauch von Swansea soll es richten

Brendan Rodgers
Alles hört auf Brendan Rodgers: Die vergangene Saison kann der neue Liverpool-Coach kaum unterbieten.
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In der Saison 1953/54 wurde Wolverhampton vor West Bromwich und Huddersfield Town englischer Meister - und der FC Liverpool holte letztmals so wenige Punkte wie 2011/12. Wieder einmal kehren die Reds die Scherben einer unerwartet schlechten Spielzeit zusammen, wieder einmal steht mit Swanseas hochgelobtem Coach Brendan Rodgers ein neuer Mann an der Linie. Auf dem Transfermarkt hielt der sich zurück, statt Ausgaben von 150 Millionen Euro wie letzten Sommer sollen es seine Swansea-Zöglinge Fabio Borini (Stürmer vom AS Rom) und Joe Allen richten - Letzterer erwarb sich unter Rodgers dank seiner Passstatistiken den Ruf als Xavi der Premier League.

Aufbruchstimmung in Anfield? Klar ist: Substanz und Reputation kostende Diskussionen à la Suarez/Evra will man diesmal vermeiden, Abwehrchef Daniel Agger setzte ein erstes positives Zeichen, indem er ManCitys Millionen-Offerte keine Beachtung schenkte. Auch Rodgers ist sich sicher, "dass wir mit einem Klub von solchem Ansehen und Wert für die Fußballwelt wieder in der Lage sein werden anzugreifen". Große Worte mit großer Einschränkung: "Das wird Zeit brauchen. Und ob das in meiner Zeit sein wird - da bin ich mir nicht so sicher." Rodgers hat bis 2015 unterschrieben.

16.08.12
 

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Vereinsname:Manchester City
Gründungsdatum:01.01.1880
Vereinsfarben:Hellblau-Weiß
Anschrift:Manchester City Football Club
Etihad Stadium
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Manchester M11 3FF
Großbritannien
Telefon: 00 44 - 161 - 4 44 18 94
Telefax: 00 44 - 161 - 4 38 79 99
Internet:http://www.mcfc.co.uk/

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Vereinsname:Manchester United
Gründungsdatum:01.01.1878
Vereinsfarben:Rot-Weiß-Schwarz
Anschrift:Manchester United Football Club
Sir Matt Busby Way
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Manchester M16 0RA
Großbritannien
Telefon: 00 44 - 161 - 8 68 80 00
Telefax: 00 44 - 161 - 8 68 84 52
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Vereinsname:FC Arsenal
Gründungsdatum:01.05.1886
Vereinsfarben:Rot-Weiß
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Highbury House
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London N5 1BU
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Telefon: 00 44 - 20 - 76 19 50 03
Telefax: 00 44 - 20 - 77 04 40 01
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Vereinsname:Tottenham Hotspur
Gründungsdatum:05.09.1882
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Tottenham Hotspur Football Club
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Tottenham
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Telefon: 00 44 - 844 - 4 99 50 00
Internet:http://www.tottenhamhotspur.com/

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Vereinsname:Newcastle United
Gründungsdatum:01.01.1892
Vereinsfarben:Schwarz-Weiß
Anschrift:Newcastle United Football Club
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Newcastle-upon-Tyne NE1 4ST
Großbritannien
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Vereinsname:FC Chelsea
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Anschrift:Chelsea Football Club
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Gründungsdatum:15.03.1892
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Liverpool Football Club
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Liverpool L4 0TH
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Telefax: 00 44 - 151 - 2 60 88 13
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