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Schweden

Schweden

2
:
1

Halbzeitstand
1:0
Frankreich

Frankreich


SCHWEDEN
FRANKREICH
15.
30.
45.



60.
75.
90.






Öqvist sieht Rot - Necib und Sapowicz verletzt

Hammarström hämmert Schweden zu Bronze

Drei Tore, drei Verletzte, eine Rote Karte - die Bilanz des kleinen Finales der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 zwischen Frankreich und Schweden hat einiges vorzuweisen. In einem Wechselbad der Gefühle setzte sich Schweden gegen Frankreich mit 2:1 durch und wurde damit nach 1991 zum zweiten Mal WM-Dritter. Für "Les Bleues", die über 20 Minuten in Überzahl spielten, wäre mehr drin gewesen, letztlich reichte es aber nur zum vierten Platz, der aber dennoch die beste Platzierung der eigenen WM-Geschichte ist.

Öqvist und Sjögran feiern mit Schelin (v.li.) die 1:0-Führung
Schwedischer Jubel: Öqvist und Sjögran feiern mit Schelin (v.li.) die 1:0-Führung.
© Getty ImagesZoomansicht

Frankreichs Coach Bruno Bini brachte nach der 1:3-Halbfinalpleite gegen die USA drei neue Spielerinnen: Le Sommer, Renard und Franco verdrängten Delie, Lepailleur und Meilleroux auf die Bank.

Schwedens Trainer Thomas Dennerby hingegen beließ es nach dem 1:3 gegen Japan bei einem Wechsel: Für Marie Hammarström spielte Fischer.

Schweden war gleich darauf bedacht, die Französinnen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die "Damlandslaget" kauften "Les Bleues" durch eine robuste Spielweise und aggressives Forechecking den Schneid ab und dominierten daher die Anfangsphase. In der Offensive agierten die Schwedinnen allerdings meist zu einfallslos, da sie hauptsächlich mit direkten Pässen die Schnelligkeit ihrer Starspielerin Schelin nutzen wollten. Darauf waren die Französinnen aber vorbereitet, sodass die Zuspiele lange Zeit nicht ankamen.

Mit fortschreitender Spieldauer fing sich Frankreich und setzte durch die agile Abily (20., 22., 24.) erste Duftmarken. In der 29. Minute folgte aber der Schock: Zuerst stand Georges bei einem einfachen langen Ball auf Schelin falsch, sodass die 27-Jährige freie Bahn hatte und aus elf Metern die schwedische Führung markierte. Torfrau Sapowicz wollte noch retten, schaffte das aber nicht und hatte doppeltes Pech, da sie bei ihrem Rettungsversuch unglücklich umknickte und durch Deville ausgetauscht werden musste. Damit nicht genug, denn gleichzeitig signalisierte Necib, dass sie wegen einer Verletzung im rechten Knie ebenfalls runter muss. Thomis kam rein.

Danach wurde wieder Fußball gespielt - und die Französinnen steckten die Köpfe nicht in den Sand. Vielmehr waren sie um den Ausgleich bemüht und hatten diesen nach 36 Minuten auf dem Fuß, Bussaglia scheiterte aber aus 16 Metern am rechten Pfosten. In der Offensive spielten "Les Bleues" gefällig nach vorne, in der Abwehr leisteten sie sich aber immer wieder einige schwere Aussetzer. Weil sich Schelin nach einem klaren Foul von Georges im französischen Sechzehner aber nicht fallen ließ (45.+1) und kurz darauf noch an Deville scheiterte (45.+4), blieb es bei der knappen skandinavischen Führung zur Pause.

Frankreich schlägt zurück - Öqvist sieht Rot

Elodie Thomis
Sie brachte "Les Bleues" zurück ins Spiel: Elodie Thomis.
© Getty Images

Nach Wiederanpfiff legte die Bini-Elf furios los und drängte nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Mit konsequentem Flügelspiel sorgten die Französinnen für einigen Wirbel, brachten die Flanken dann aber nicht zur Frau. Über die Außen klappte es also nicht, dafür durch die Mitte: Thiney behauptete sich gegen zwei Gegnerinnen und steckte den Ball dann zu Thomis durch. Diese bedankte sich und vollendete aus 16 Metern maßgenau ins linke untere Eck (56.). Alles wieder offen!

Schweden hatte es verpasst, den Sack zuzumachen und stand nun wieder unter Druck. Mittlerweile war es aber ein ausgeglichenes Duell, indem Schwedens Öqvist bald im Rampenlicht stand. Zuerst scheiterte die 27-Jährige am rechten Pfosten (64.), ehe sie sich vier Minuten danach zu einer Tätlichkeit gegen Bompastor hinreißen ließ. Schiedsrichterin Kari Seitz aus den USA zeigte ohne zu zögern Rot. Es kam noch dicker für die Skandinavierinnen, die alsbald auch noch ohne Spielführerin Fischer dastanden. Die 26-Jährige verletzte sich und musste durch Sembrant ersetzt werden.

"Les Bleues" waren am Drücker, ließen die Zügel dann aber schleifen. Schweden nutzte das und drängte trotz Unterzahl nach vorne, hatte dann aber Glück, dass Schelin eine ungerechtfertigte Ecke herausholte. Eine Entscheidung mit Folgen, denn die Französinnen bekamen den Ball nicht geklärt. Hammarström nahm das Leder an, verlud le Sommer und nagelte es aus 15 Metern sehenswert in den linken Winkel zum 2:1-Siegtreffer (82.).

Spiel um Platz 3
Schwedinnen sind WM-Dritte
Schwedische Nationalmannschaft
Siegerfoto

Schweden gewann in einem packenden Spiel um Platz drei gegen Frankreich mit 2:1 und wurde dadurch nach 1991 zum zweiten Mal WM-Dritter.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schweden
Aufstellung:
Lindahl (3) - 
Svensson (4) , 
Larsson (3,5) , 
Rohlin (2) , 
Thunebro (3,5) - 
Forsberg (4)    
Fischer (4)        
Dahlkvist (4) - 
Sjögran (2) - 
Schelin (2,5)    
Öqvist (4)    

Einwechslungen:
62. M. Hammarström (2)     für Forsberg
73. Sembrant für Fischer

Trainer:
Dennerby
Frankreich
Aufstellung:
Sapowicz (4)    
Petit (4)    
Georges (5) , 
Renard (4,5) , 
Bompastor (3) - 
Soubeyrand (3)    
Bussaglia (3) - 
Abily (3,5) , 
Necib (4)    
Thiney (2,5) - 

Einwechslungen:
32. Deville (2,5) für Sapowicz
32. Thomis (2)     für Necib
84. Pizzala für Petit

Trainer:
Bini

Tore & Karten

 
Tore
1:0
Schelin (29., Rechtsschuss, Larsson)
1:1
Thomis (56., Rechtsschuss, Thiney)
2:1
M. Hammarström (82., Linksschuss)
Rote Karten
Schweden:
Öqvist
(68., Tätlichkeit, Bompastor)
Frankreich:
-

Spielinfo

Anstoß:
16.07.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
25475 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichterin:
Kari Seitz (USA)   Note 4,5
Spielerin des Spiels:

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