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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Deutschland
1
:
0

Halbzeitstand
0:0
Olympique Lyon

Olympique Lyon

Frankreich

VFL WOLFSBURG
OLYMPIQUE LYON
15.
30.
45.
60.
75.
90.









Lyons Wahnsinnsserie ist gerissen

Triple! Wolfsburg schlägt auch Lyon!

Die Frauen des VfL Wolfsburg, frischgebackener deutscher Meister und Pokalsieger, haben sich bei ihrem ersten Auftritt auf internationaler Bühne den Titel in der Champions League gesichert. Die "Wölfinnen" setzten sich in einem packenden Finale dank großer Leidenschaft und einer bärenstarken Defensive gegen den großen Favoriten Olympique Lyon mit 1:0 durch und krönten damit ihre Traumsaison 2012/13.

Die Hand am Champions-League-Pokal: Wolfsburg-Spielführerin Nadine Keßler.
Die Hand am Champions-League-Pokal: Wolfsburg-Spielführerin Nadine Keßler.
© picture allianceZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann brachte nach dem 3:2-Sieg im Pokalfinale gegen Potsdam vier Neue: Vetterlein hütete anstelle von Burmeister das Tor, davor spielten Jakabfi, Hartmann und Popp für Tetzlaff, Magull und Odebrecht, die zwar Gelb-gesperrt war, wegen eines Knorpelschadens sowie eines Risses im Meniskus aber ohnehin nicht hätte auflaufen können. Gute Nachrichten gab's indes von Popp (Außenbandanriss) und Henning, die beide noch fürs Finale rechtzeitig fit wurden.

Bei Olympique Lyon tummelte sich die Crème de la Crème des Frauen-Fußballs: Renard und Bompastor sollten in der Viererkette für Stabilität sorgen, im Mittelfeld zog Necib die Fäden und erhielt dabei Unterstützung von Henry und Abily. Das Sahnestück war aber der Angriff um die derzeit wohl weltbeste Spielerin Schelin, die mit der US-Amerikanerin Rapinoe sowie Thomis den Angriff bildete.

Die Wolfsburgerinnen schafften es in den ersten 20 Minuten, dem großen Favoriten den Schneid abzukaufen. Der VfL präsentierte sich enorm lauf- und zweikampfstark und hatte in der Anfangsphase in der Nähe des Balles fast immer Überzahl. Gerade im Mittelfeld hatten die Lyonerinnen große Probleme und mussten daher ihr Spiel meist von hinten heraus neu aufbauen. Über schnelles Konterspiel setzte der deutsche Meister auch immer wieder Nadelstiche, kam im Ansatz auch zu erstklassigen Chancen, allerdings nicht entscheidend zum Abschluss - Keßler vergab die beste Möglichkeit (4.).

OL wies insgesamt die reifere Spielanlage auf und verfügte auch über die technisch besseren Mittel, konnte zunächst aber nur über Standards oder Fernschüsse Gefahr entwickeln: Henry köpfte nach Ecke knapp vorbei (11.), während Schelin (14.) und erneut Henry (19.) aus der Distanz zu ungenau waren. Nachdem Popp nach einem Eckball aus 16 Metern drüber geschossen hatte (24.), legten die Französinnen jedoch eine Schippe drauf und kamen über Henry (28.), Necib (29.) Abily (30.) und Schelin (32.) zu weiteren Möglichkeiten, nutzten diese aber nicht.

Wolfsburgs Defensivtaktik geht voll auf - Müller bewahrt die Nerven

Müller und Popp (re.) feiern das 1:0
Umjubelter Siegtreffer: Müller und Popp (re.) feiern das 1:0.
© picture allianceZoomansicht

In der Folge verflachte die Partie, in der es aufgrund der weichen Linie von Schiedsrichterin Teodora Albon (Rumänien) auch kernig zur Sache ging, etwas und hatte im ersten Durchgang nur noch einen Höhepunkt zu bieten. Aus dem Nichts ergab sich für Müller die große Möglichkeit zur Führung: Nach Renards missglücktem Kopfball schoss die 33-Jährige jedoch drüber (39.), sodass es mit dem 0:0 in die Kabinen ging.

Olympique-Coach Patrice Lair reagierte zum Seitenwechsel und brachte Dickenmann für Rapinoe. Die Schweizerin erwies sich auch als belebendes Element, sorgte über die linke Seite für Wirbel und leitete einige gute Angriffe ein. Der VfL beschränkte sich noch mehr auf die Defensive und investierte kaum noch etwas nach vorne. Die Konsequenz: Chancen hatte jetzt nur noch Lyon - Thomis (50.), Abily (52., 55.) und erneut Thomis (61.) hatten kein Abschlussglück.

Die Wölfinnen ihrerseits gingen bei ihren Kontermöglichkeiten zaghaft nach vorne, hatten dann aber das Glück des Tüchtigen: Georges bekam den Ball bei einer Flanke von rechts an den Arm. Albon entschied auf Handelfmeter, den Müller wuchtig zur überraschenden 1:0-Führung in die Maschen drosch (74.). Lyon, das zuvor 95 Pflichtspiele nicht verloren hatte, stand jetzt mit dem Rücken zur Wand, blies zur Schlussoffensive und versuchte es mit der Brechstange und auch mit einer härteren Gangart. Die Wolfsburgerinnen bewiesen in dieser Phase Herz, hielten leidenschaftlich dagegen und standen am Ende als Champions-League-Sieger 2013 fest.

Für den VfL Wolfsburg ist die Traumsaison 2012/13 mit Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph beendet! Olympique Lyon muss dagegen am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der heimischen Liga bei Rodez Aveyron Football wieder ran.

Bilder zum Champions-League-Finale der Frauen
Ein Traum wird wahr: Wolfsburg gewinnt die Champions League
Fan-Schals des Finales
Underdog vs. Favorit

In London trafen zwei unterschiedliche Teams im Champions-League-Finale der Frauen aufeinander. Der VfL Wolfsburg, der zum ersten Mal überhaupt in Europa aktiv war, traf auf Olympique Lyon, das die letzten zwei Jahre in der Champions League triumphiert hatte.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Wensing (3) , 
Henning (3) , 
Hartmann (2,5) , 
Popp (3) - 
Keßler (2)    
Goeßling (2,5) - 
Blässe (4) , 
Jakabfi (4)    
Müller (2,5)    
Pohlers (3)    

Einwechslungen:
79. Magull     für Jakabfi
82. Omilade-Keller für Pohlers

Trainer:
Kellermann
Olympique Lyon
Aufstellung:
Bouhaddi (3) - 
Petit (3,5) , 
Georges (3) , 
Renard (2,5)    
Bompastor (4)    
Henry (3) , 
Necib (3) , 
Abily (3)    
Thomis (2) , 
Schelin (3,5) , 
Rapinoe (4)    

Einwechslungen:
46. Dickenmann (4)     für Rapinoe
67. le Sommer für Abily
90. Majri für Dickenmann

Trainer:
Lair

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Müller (74., Handelfmeter, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Magull
(1. Gelbe Karte)
Lyon:
Renard
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
23.05.2013 20:30 Uhr
Stadion:
Stamford Bridge, London
Zuschauer:
19300
Schiedsrichterin:
Teodora Albon (Rumänien)   Note 3
souveräne Spielleitung, richtige Elfmeterentscheidung, übersah allerdings eine Tätlichkeit von Pohlers.
Spieler des Spiels:
Nadine Keßler
enormes Laufpensum und mit viel Übersicht.

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