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1. FFC Turbine Potsdam

1. FFC Turbine Potsdam

7
:
6

im Elfmeterschiessen
0:0 (0:0,0:0)
Olympique Lyon

Olympique Lyon


1. FFC TURBINE POTSDAM
OLYMPIQUE LYON
15.
30.
45.


60.
75.
90.






 
105.


120.



















 

Sarholz spielt sich ins Rampenlicht

Potsdam setzt sich die Krone auf

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann gegen Olympique Lyon mit 7:6 i. E. und geht somit als erster Champions-League-Sieger der Damen in die Geschichte ein. Über weite Teile der Partie waren dabei die Französinnen das gefälligere Team, allerdings konnten sie sich gegen defensiv überzeugende Brandenburgerinnen nicht entscheidend durchsetzen, ehe im Elfmeterschießen die Stunde der 17-jährigen Sarholz schlug.

Potsdam feiert die Champions League
Die Besten: Die Spielerinnen von Turbine Potsdam mit dem hart erkämpften Champions-League-Pokal.
© imagoZoomansicht

Lyons Trainer Farid Benstiti vertraute auf die Dienste von Bouhaddi (Tor), Franco, Georges, Renard, Rybeck, Trana, Stensland, Henry, Necib, Dickenmann und Thomis. OL lief damit mit zwei "Sechsern" und nur einer Spitze auf. Potsdams Coach Bernd Schröder setzte bei seiner sehr jungen Mannschaft auf Altbewährtes. So verteidigte mit Schmidt, Peter und Henning eine Dreierreihe vor der 17-jährigen Keeperin Sarholz. Ferner erhielten Wich, Odebrecht, Zietz, Kemme, Kessler, Bajramaj sowie Mittag das Vertrauen des Trainers.

Champions League

Von Beginn war Lyon um Spielkontrolle bemüht, die Französinnen kamen zu mehr Ballbesitz und folglich auch zu mehr Spielanteilen. Allerdings fand Olympique lange Zeit keinen Zugang zum Potsdamer Strafraum. Bei Turbine war das Offensivspiel erlahmt, besser gesagt, war es lange Zeit nicht vorhanden. Seltene Kontervorstöße über Bajramaj kamen über das Anfangsstadium nicht hinaus. Weil aber auch OL in dieser umkämpften Partie nicht viel zustande brachte, wurde den Zuschauern in Getafe fußballerische Magerkost geboten.

Necibs Lattenknaller (15.) sowie Stenslands unpräziser Fernschuss (18.) stellten dabei eine seltene Ausnahme dar. Der FFC konnte erstmalig nach 27 Minuten für Gefahr sorgen, doch Bajramaj kam einen Tick zu spät, so dass die aufmerksame Keeperin Bouhaddi rechtzeitig klären konnte. Weil sich aber auch Sarholz gegen Renards Kopfball (30.) und Necib zu unpräzise war (32.), ging es schließlich torlos in die Kabinen.

Kemme zeigt Nerven, Mittag im Pech

Potsdams Odebrecht zieht ab.
Anvisiert: Potsdams Odebrecht klärt.
© picture-allianceZoomansicht

Ohne personelle Wechsel ging es dann nach dem Seitenwechsel weiter, und auch sonst änderte sich zunächst nichts. Lyon blieb spielbestimmend, aber ohne Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite leiste sich Turbine viel zu viele Fehlpässe, so dass an gelungene Offensivaktionen seitens des Bundesligisten lange Zeit nicht zu denken war.

Nach einer Stunde schafften es die Brandenburgerinnen, sich aus der Umklammerung zu lösen und wären urplötzlich fast in Führung gegangen. Nach Bajramajs Solo auf der rechten Seite landete die Kugel bei Kemme, die allerdings vom linken Fünfereck zuerst an Bouhaddi scheiterte, ehe sie den Nachschuss über den Querbalken jagte (61.). Auf der Gegenseite war Necib per Freistoß zu ungenau (73.). Die Begegnung hatte nun Fahrt aufgenommen und wurde deutlich ausgeglichener, nur das Tor wollte nicht fallen.

Wir werden es nicht Rudi Assauer nachmachen und das Ding kaputtmachen. Wir füllen ihn einfach fünfmal und trinken ihn aus.Anna Sarholz, Torhüterin des Champions-League-Siegers Turbine Potsdam, über den neuen Pokal

In der 84. Minute gesellte sich Pech hinzu: Mittag setzte zum Solo an, traf dann aber nur den rechten Pfosten. Von daher ging es in die Verlängerung. In dieser machten sie die konditionellen Vorteile der Turbinen bemerkbar. Allerdings konnten weder Odebrecht (91.) noch die mittlerweile eingewechselte Kerschowski (101., 103.) daraus Kapital schlagen.

Die Entscheidung musste also im Elfmeterschießen fallen. Zunächst sah es gar nicht gut aus für Potsdam, weil sowohl Zietz als auch Mittag gegen Bouhaddi vergaben. Doch dann wuchs die erst 17-jährige Sarholz über sich hinaus, sie parierte gegen Henry sowie gegen Herlovsen und brachte damit ihre Farben wieder ins Spiel. Als Thomis schließlich nur die Latte traf, brachen alle Dämme und Turbine Potsdam stand als Sieger fest.

20.05.10
 

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
 
Elfmeterschießen
0:0
Zietz (nicht verwandelt)
0:1
Franco (verwandelt)
1:1
Peter (verwandelt)
1:2
Dickenmann (verwandelt)
2:2
Odebrecht (verwandelt)
2:3
Kaci (verwandelt)
2:3
Mittag (nicht verwandelt)
2:3
Henry (nicht verwandelt)
3:3
Kerschowski (verwandelt)
3:3
Herlovsen (nicht verwandelt)
4:3
Nagasato (verwandelt)
4:4
Renard (verwandelt)
5:4
Bajramaj (verwandelt)
5:5
Simone (verwandelt)
6:5
Sarholz (verwandelt)
6:6
Bouhaddi (verwandelt)
7:6
Schmidt (verwandelt)
7:6
Thomis (nicht verwandelt)
Gelbe Karten
Potsdam:
Kemme
,
Mittag
Lyon:
Renard
,
George
,
Cruz

Spielinfo

Anstoß:
20.05.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Coliseum Alfonso Perez, Getafe
Zuschauer:
10372