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09.11.2018, 16:50

Frauen-Nationalcoach Hrubesch dennoch optimistisch

Grippe: Torjägerin Lea Schüller fährt nach Hause

Frauen-Nationalcoach Horst Hrubesch muss für die letzten beiden Partien unter seiner Regie am Samstag in Osnabrück gegen Italien sowie am kommenden Dienstag in Erfurt gegen Spanien kurzfristig auf einige Spielerinnen verzichten. Dennoch geht Hrubesch seine letzten 180 Minuten als Bundestrainer locker an.

Lea Schüller
Fällt wegen eines grippalen Infekts aus: Lea Schüller.
© picture allianceZoomansicht

Die treffsicherste deutsche Stürmerin fällt für die beiden Test-Länderspiele am Samstag in Osnabrück gegen Italien und am Dienstag in Erfurt gegen Spanien aus. "Lea Schüller hat eine Grippe und hatte heute Morgen schon beim Laufen auch ein paar Probleme. Wir wollen kein Risiko eingehen", erzählte Bundestrainer Horst Hrubesch.

Schüller, die in der laufenden Bundesligasaison für die SGS Essen schon sechs Tore geschossen hat, wird nach der Partie in Osnabrück die Heimreise antreten. Nach Torhüterin Almuth Schult vom VfL Wolfsburg (Sprunggelenkverletzung) und Abwehrspielerin Kristin Demann von Bayern München (Knieprobleme) ist die 20-Jährige schon der dritte kurzfristige Ausfall für den Bundestrainer. Die ins Trainingslager nach Marienfeld (Ostwestfalen) angereiste Mannschaftsführerin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) wird nach ihrer im Juli erlittenen Lungenembolie auch nicht zum Einsatz kommen. Das hatte die 26-Jährige schon am Donnerstag erklärt.

Hrubesch bleibt trotz der Ausfälle aber optimistisch: "Italien ist unangenehm, das keine Frage. Aber wir wollen gewinnen." Bei der Europameisterschaft in den Niederlanden im vergangenen Jahr behielt die deutsche Mannschaft im Gruppenspiel in Tilburg gegen die Italienerinnen mit 2:1 die Oberhand, schied aber zwei Spiele später im Viertelfinale gegen Dänemark aus.

Hrubesch: "Die Mädels können nur gewinnen"

Unter Hrubesch hingegen gewann die Nationalmannschaft alle sechs Partien - Startrekord für einen Bundestrainer. Der 67-Jährige hatte die Nationalelf im März interimsweise übernommen und steht in den beiden Tests zum letzten Mal an der Seitenlinie. Ende des Jahres verabschiedet er sich in den Ruhestand. Nach dem ehemaligen Kopfballungeheuer übernimmt Martina Voss-Tecklenburg das DFB-Team. Hrubesch geht seine letzten 180 Minuten als Bundestrainer locker an: "Die Mädels können ja nichts verkehrt machen und nur gewinnen. Im September in der WM-Qualifikation mussten wir gewinnen. Aber die Mannschaft funktioniert gut. Das sehe ich ja auch im Training immer wieder. Wir können kontinuierlich in Richtung WM gehen. Ich bin sehr zufrieden." Hrubesch hatte ja auch schon angekündigt, dass er im Juni bei der Weltmeisterschaft als Tourist auf der Tribüne sitzen und die Nationalmannschaft unterstützen will. "Ich bin ja stolz auf die Mädels", sagte der Ex-Profi.

Gunnar Meggers

Fotostrecke zum Wirken des Kopfballungeheuers
Arbeiter, Vaterfigur, Torjäger: Die Karriere des Horst Hrubesch
Horst Hrubesch
Angler, Ungeheuer, Titelsammler

Dreimaliger deutscher Meister, Europapokalsieger, Europameister, Vize-Weltmeister. Schon als Spieler pflasterten Erfolge den Weg von Horst Hrubesch. Der Karriere-Spätstarter holte zu einer eindrucksvollen Torquote in der Bundesliga aus, Stichwort "Bananenflanke" und "Kopfballungeheuer". Der gelernte Dachdecker und passionierte Angler blieb stets geerdet, seine Werte trug er auch als erfolgreicher Nachwuchscoach und Bundestrainer der Frauen beim DFB weiter. Nun wird Hrubesch für sein herausragendes Wirken um den Sport mit dem Walther-Bensemann-Preis geehrt.
© imago

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Vorname:Horst
Nachname:Hrubesch
Nation: Deutschland


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