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06.09.2018, 15:14

Künftige Bundestrainerin Voss-Tecklenburg muss mit der Schweiz nachsitzen

Warten auf "MVT": Hrubesch hat derweil "viel Spaß"

Gekommen, um zu bleiben - das war eigentlich nicht die Marschroute, mit der Horst Hrubesch im März die Nachfolge der erfolglosen Steffi Jones als Trainer des Frauen-Nationalteams angetreten hatte. Hrubesch wollte nur kurzfristig aushelfen, um das schlingernde Schiff schnell wieder auf Kurs zu bringen und Richtung WM 2019 zu navigieren.

Martina Voss-Tecklenburg
Muss mit der Schweiz in die Play-offs: die künftige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.
© picture-allianceZoomansicht

Sprich: Das ehemalige Kopfballungeheuer sagte für zwei WM-Qualifikationsspiele zu und wollte nach den Partien gegen Tschechien und Slowenien (jeweils 4:0) das Bundestraineramt wieder abgeben. Dieser ursprüngliche Plan wurde am Dienstagabend aber schon zum zweiten Mal konterkariert.

Und beide Male lag es daran, dass die auserkorene Wunschkandidatin des DFB (noch) nicht frei ist, um ihren Posten anzutreten. Schließlich wollte Hrubeschs Nachfolgerin, die ehemalige deutsche Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg, zunächst die WM-Qualifikation als Trainerin der Schweizer Nationalmannschaft (möglichst erfolgreich) zu Ende zu bringen. Deshalb war sie im Frühjahr auch noch nicht für den DFB verfügbar - und Hrubesch verlängerte sein Engagement. Da die Schweizerinnen nun aber in den letzten beiden Qualifikationsspielen nicht die nötigen Punkte für den Gruppensieg einfahren konnten, ist Voss-Tecklenburg in der Alpenrepublik vorläufig noch nicht abkömmlich. Die Schweiz muss in die Play-offs (mögliche Gegner: Dänemark, Belgien und die Niederlande), um sich für Frankreich 2019 zu qualifizieren. Ein Scheitern im ersten Spiel würde bedeuten, dass Voss-Tecklenburg im Oktober beim DFB beginnen könnte. Gewinnt die Schweiz das erste Play-off-Duell, stünde die 50-Jährige erst im November zur Verfügung. Bis dahin stehen drei Testspiele für die DFB-Frauen an (6./7. Oktober, 10. und 14. November, Gegner noch offen).

"Viel Spaß" statt Pflichtaufgabe

Für Hrubesch ist diese Konstellation kein Problem. Das betonte er auch am Dienstagabend beim Teamessen nach dem erwartet hohen 8:0-Sieg auf den Färöern. Der 67-Jährige hatte ohnehin immer erklärt, dass für ihn der Job bei den Frauen keine Pflichtaufgabe sei, sondern "viel Spaß" mache. Und: "Wir haben gewusst, dass dieses Szenario kommen könnte. Darauf war ich vorbereitet, obwohl wir natürlich gehofft hatten, dass es Martina direkt zur WM schafft." Innerhalb des Teams genießt der Europameister von 1980 ohnehin eine sehr hohe Akzeptanz und Beliebtheit. Hrubesch hat den Spielerinnen wieder die nötige Sicherheit verliehen, die auf dem Weg mit Steffi Jones abhanden gekommen war.

Gunnar Meggers

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Vorname:Horst
Nachname:Hrubesch
Nation: Deutschland

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Vorname:Martina
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