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26.06.2013, 13:23

Nach der Schock-Diagnose und ein Jahr Zwangspause

Kulig: "Bin wieder einigermaßen lebendig"

Kim Kulig hatte große Ziele, bei der nun anstehenden Frauen-EM in Schweden wollte die Mittelfeldspielerin mit der Neid-Elf eigentlich den Titel verteidigen. Doch der dritte Eingriff am Kniegelenk innerhalb der beiden vergangenen Jahre wirft bei der 23-Jährigen eher die Frage nach der Fortsetzung ihrer Karriere auf. Via Twitter meldete sie sich nun zurück.

Schockdiagnose: Kim Kulig muss mindestens ein Jahr zwangspausieren.
Schockdiagnose: Kim Kulig muss mindestens ein Jahr zwangspausieren.
© imagoZoomansicht

Mindestens zwölf Monate Pause lautete die Schock-Diagnose nach der Operation, bei der am Dienstag vom ehemaligen DFB-Teamarzt Bernd Lasarzewski unter anderem der Außenmeniskus geglättet und der Gelenkknorpel bearbeitet wurde. "Das ist für Kim eine ganz schwierige Situation sowie Herausforderung in ihrem Leben als Fußballerin", stellte Siegfried Dietrich, Manager von Kuligs Bundesligaverein 1. FFC Frankfurt, entsetzt fest.

Dass Kulig nicht bei der Europameisterschaft dabei sein wird, stand schon länger fest, nachdem die Ärzte ihr massiv ins Gewissen redeten: Kulig hatte die Wahl zwischen Operation oder Langzeitschäden, sie entscheid sich für ersteres. "Die Enttäuschung ist im Moment natürlich sehr groß, und es ist keine leichte Situation für mich. Aber es gibt keinen anderen Weg. Ich möchte wieder beschwerdefrei und belastbar werden und mein Knie so schnell wie möglich in Ordnung bringen", hatte Kulig damals erklärt.

Am Dienstag erfolgte der dringend notwendige Eingriff, allerdings war es nur Schritt 1, eine baldige Genesung ist weit entfernt: "Je nachdem, wie der gesamte Heilungsprozess verläuft, wird Kim eine mindestens einjährige Sportpause einlegen müssen", teilte Lasarzewski mit. Nach Angaben des langjährigen Mannschaftsarztes der DFB-Frauen müsse "in den kommenden sechs Wochen das verletzte Kniegelenk komplett entlastet werden, damit sich der Knorpel regenerieren kann. Erst nach einem weiteren Heilungsprozess wird in einer zweiten Operation in etwa vier bis sechs Monaten erneut das vordere Kreuzband ersetzt."

Klar ist, dass angesichts der Schwere der Verletzung die Fortsetzung von Kuligs Karriere zumindest infrage steht. Denn bereits bei der Heim-WM 2011 war sie der großen Pechvogel. Im Viertelfinale gegen Japan, das Deutschland in der Verlängerung mit 0:1 verlor, zog sich Kulig kurz nach Spielbeginn einen Kreuzbandriss und Innenmeniskusschaden zu. "Das war der schlimmste Moment in meiner Karriere. So einen will ich nie wieder erleben", sagte sie später im Rückblick. Dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt.

14 Monate dauerte es, bis sich die Defensivspielerin im September 2012 wieder im DFB-Trikot auflief. Ob sie ein weiteres Mal zurückkommt, muss sich weisen. Gute Wünsche dafür erhielt sie umgehend. "Wir werden 'Kimmi' natürlich mit all unseren Möglichkeiten für ihre sportliche und berufliche Zukunft zur Seite stehen", kündigte Frankfurt-Manager Dietrich an.

Via twitter meldete sich Kulig nach der OP quasi zurück: "Ich bin wieder einigermaßen lebendig."

 
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weitere Infos zu Kulig

Vorname:Kim
Nachname:Kulig
Nation: Deutschland
Verein:1. FFC Frankfurt
Geboren am:09.04.1990