"Wer wie wir schon zweimal die Champions League gewonnen hat, für den gibt es als Saisonziel nur den Titel." Den muss Bernd Schröder mit seinem Team aber schon frühzeitig abschreiben. Turbine Potsdam verlor auch das Rückspiel gegen den FC Arsenal und verabschiedet sich vorzeitig aus dem Wettbewerb. 3:4 hieß es nach 90 torreichen Minuten, das Hinspiel hatte der deutsche Meister schon 1:2 abgegeben. Der dritte Titelgewinn der Brandenburgerinnen muss warten, weil Turbine im Karl-Liebknecht-Stadion vor 3260 Zuschauern vor allem im ersten Durchgang fahrig agierte. Nach 45 Minuten führten die Gäste nach zwei Toren von Kelly Smith bereits mit 2:0. Potsdam kämpfte sich zurück, Antonia Göransson (48.) und Keelin Winters (55.) sorgten für das 2:2 und auch neue Hoffnung. Spätestens mit dem dritten Treffer von Smith war das Aus aber besiegelt. Göransson glich zwar erneut aus, Turbine riskierte in der Folge alles. Der Schuss ging nach hinten los. Die Londonerinnen kamen durch Ellen White (81.) zum 4:3 - der Endstand.
Das Team von VfL-Coach Ralf Kellermann setzte sich bereits im Hinspiel gegen die norwegischen Meisterinnen von Røa IL deutlich mit 4:1 durch. Auf dfb.de gab sich der Übungsleiter diesbezüglich positiv gestimmt: "Wir haben nun eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Oslo." Dass die Wolfsburger Damen diese Partie dennoch extrem ernst nahmen, durfte bereits am Wochenende in der Bundesliga begutachtet werden. Hier knallte das Team um Lena Goeßling ein sattes 7:0 vor den Leverkusener Latz. "Schön, dass wir mit einem solchen Erfolgserlebnis nun nach Oslo fahren können", brachte es die Nationalspielerin anschließend auf den Punkt. Und tatsächlich: Mit einem 1:1-Remis buchten die Niedersachsen das Ticket zum Viertelfinale. Goeßling wurde in der 72. Minute eingewechselt und hatte sogar den möglichen Sieg auf dem Fuß. Doch der von ihr getretene Strafstoß (83.) verpasste den Weg ins Netz.