Den ersten Pokalerfolg noch vor Augen musste sich der FC Bayern erneut mit Finalgegner Frankfurt messen. Und der Titelverteidiger hielt sich den FFC wieder vom Leib - wenn auch über das Elfmeterschießen. "Das schmerzt sehr. Das ist auch ein wirtschaftlicher Rückschlag", kommentierte FFC-Manager Siegfried Dietrich das frühe Pokal-Aus. In der regulären Spielzeit geizten beide Teams in Aschheim mit Toren, nach nur einer Minute der Verlängerung schien Bianca Schmidt die Gäste auf die Siegerstraße geschossen zu haben. Doch Carina Wenninger (111.) rettete die Münchnerinnen in das Elfmeterschießen. Dort verwandelte ausgerechnet die Ex-Frankfurterin Gina Lewandowski den entscheidenden Elfer zum 5:3.
5:3 hieß es auch in Potsdam - allerdings nach 90 Minuten. Der Meister mühte sich gegen Liga-Konkurrent Essen zum Sieg. Linda Dallmann brachte die Gäste in Führung, Genoveva Anonma drehte mit einem Doppelpack aber das Spiel. Nach dem erneuten Ausgleich antwortete Keelin Winters für Turbine, doch wieder meldete sich Essen mit dem 3:3 durch Carole Costa (65.) zurück. Anonmas dritter und Winters zweiter Treffer ließen dann den Favoriten doch in die nächste Runde einziehen.
Im dritten Bundesliga-Duell der 2. Runde triumphierte Duisburg in Leverkusen - und das in letzte Minute der Verlängerung. Wie in Potsdam fielen auch in Leverkusen in 90 Minuten keine Tore. In der 105. Minute brach Lieke Mertens dann für den FCR den Bann. Der Siegtreffer? Nein! Denn Bayer meldete sich eine Minute vor dem Ende mit dem 1:1 durch Isabelle Linden zurück. Elfmeterschießen? Nein! Das Schlusswort hatte nämlich Kozue Ando, die in der 120. Minute das umjubelte 2:1 für Duisburg erzielte.
Aus dem Wettbewerb verabschiedet hat sich Bundesligist Gütersloh mit einem 1:3 beim Herforder SV. Im Achtelfinale findet sich dagegen der VfL Wolfsburg wieder, der gegen den 1. FC Lübars nach Toren von Viola Odebrecht (11.), Lina Magull (13.) und Conny Pohlers (55./57.) gewann.
Ein Tor gelang ihr nicht, dennoch stand Prinz beim Spiel von 1899 Hoffenheim gegen Bundesliga-Aufsteiger VfL Sindelfingen im Mittelpunkt. Die Rekord-Nationalspielerin feierte überraschend ihr Pflichtspiel-Comeback. Im Trikot von 1899 trug sie dazu bei, dass der Zweitligist den Bundesligisten mit 6:4 (4:4, 2:1) nach Verlängerung aus dem Wettbewerb warf. "Birgit trainiert bei uns dreimal pro Woche. Sie soll aushelfen, wenn es bei uns Verletzungsprobleme gibt. Ihr Einsatz wird vorerst eine Ausnahme bleiben", erklärte TSG-Coach Ralf Zwanziger.