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01.10.2012, 15:34

Potsdam: Singer liegt noch im Krankenhaus

Schröder: "Wenn Frauen Blut sehen, dann geht nichts mehr"

Am Tag der deutschen Einheit kämpft Potsdam im Rückspiel der Champions League gegen Standard Lüttich um den Einzug in das Achtelfinale. Doch das Spiel gegen die Belgierinnen rückte nach den Vorkommnissen beim Topspiel gegen Frankfurt (1:2) in den Hintergrund. Nicht nur die schweren Blessuren von Stefanie Mirlach und Alex Singer sorgten für Gesprächsstoff, sondern vor allem die letzten Minuten der Partie nach dem verletzungsbedingten Ausfall der beiden Turbine-Spielerinnen erhitzten die Gemüter.

Bernd Schröder (li.) mit Kontrahent Siegfried Dietrich.
Versteht die Welt nicht mehr: Bernd Schröder (li.) mit Kontrahent Siegfried Dietrich.
© imagoZoomansicht

Mirlach und Singer krachten bei einem Abwehrversuch in der 88. Minute zusammen, mussten länger behandelt werden und wurden danach ins Krankenhaus gebracht. Mirlach konnte das Krankenhaus mit der Diagnose einer schweren Gehirnerschütterung sowie einer genähten, zehn Zentimeter langen Platzwunde am Kopf am Abend bereits wieder verlassen, Singer befindet sich noch in ärztlicher Obhut. Die 24-Jährige zog sich neben einer zwölf Zentimeter langen klaffenden Wunde an der oberen Stirn ein Schädel-Hirn-Trauma zu. "Die im Klinikum durchgeführte Computertomographie ergab glücklicherweise keine weiteren Frakturen und Gott sei Dank auch keine Halswirbelsäulenverletzungen", erklärte Mannschaftsarzt Dr. Michael Lehnert. "Nun muss der Verlauf der nächsten Tage abgewartet werden."

Fakt ist, dass sowohl Mirlach als auch Singer gegen Lüttich fehlen werden. "Sie werden länger ausfallen. Beim Heimspiel am Mittwoch in der Champions League gegen Standard Lüttich sind sie auf keinen Fall dabei", sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder am Montag. Fakt ist auch, dass das Ausscheiden der beiden Frauen für reichlich Zündstoff sorgte. Potsdam konnte nicht mehr wechseln und hoffte auf einen "Nicht-Angriffspakt". Der FFC drängte in Überzahl aber auf den Siegtreffer, der Lira Bajramaj in der Nachspielzeit gelang.

Die kommen aus einer Banken-Metropole. Das ist eine andere Philosophie, als wir sie haben.Bernd Schröder

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Ein Eklat, so sieht es Turbine. "Man weiß doch um die Psyche von Frauen. Wenn sie Blut sehen, dann geht nichts mehr", meinte Schröder. "Der Frauenfußball hat es versäumt, ein Zeichen für Fair Play zu setzen. Keiner hätte es der Schiedsrichterin übel genommen, wenn sie die Partie in der 88. Minute beendet hätte." Hat sie aber nicht. Frankfurt indes sieht sich nicht als Sündenbock. "Ich lasse mir daraus keinen Vorwurf machen und keinen Strick drehen, dass wir weitergespielt haben", ließ FFC-Trainer Philipp Dahm wissen. "Es ist alles regelkonform verlaufen", fügte Manager Siegfried Dietrich hinzu.

Schröder: "Die Situation ist nicht mit links zu meistern"

Für Potsdam gilt es vor der Partie gegen Lüttich nun, "die hässlichen Bilder vom Frankfurt-Spiel aus den Köpfen herausbekommen", wie Schröder betont. "Die Situation ist nicht mit links zu meistern", so der 70-Jährige: "Nur gut, dass wir das Hinspiel schon 3:1 gewonnen haben."

01.10.12
 
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