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28.11.2011, 15:52

Frankfurt: Vier Niederlagen in Folge führen in die Krise

Prinz zukünftig wieder im FFC-Trikot?

Die ehemalige Nationalspielerin Birgit Prinz steht möglicherweise vor einem Comeback beim 1. FFC Frankfurt. Manager Siegfried Dietrich möchte Prinz zu einem Comeback überreden. Frankfurt hat zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hinnehmen müssen und ist auf Tabellenplatz vier zurückgefallen. Die Rekordfußballerin soll den Verein aus der Krise schießen.

Birgit Prinz
Stürmt sie in Zukunft wieder für den 1. FFC Frankfurt? Birgit Prinz steht möglicherweise vor einem Comeback.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich habe gespürt, dass sie emotional noch am FFC hängt. Wir würden uns ihre Rückkehr wünschen und ich bin mir sicher, sie wird darüber nachdenken", sagte Dietrich dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der Manager fügte hinzu, dass er intensive und gute Gespräche mit der Torjägerin geführt habe.

Erst im August diesen Jahres hatte Prinz ihre Karriere offiziell beendet, um mehr Raum für eine berufliche und persönliche Entwicklung zu haben. Dennoch hielt sich die Weltfußballerin ein Hintertürchen offen. Prinz deutete an, eventuell als "Standby-Lösung" zur Verfügung zu stehen.

Auch FFC-Trainer Sven Kahlert würde sich über eine Rückkehr der Torjägerin freuen: "Eine Birgit Prinz würde bei mir sicher spielen. Sie ist sehr erfahren. Ihr Fitnesszustand wäre bei 80 Prozent, wir würden sie in zwei bis drei Wochen wieder total fit bekommen", sagte der Coach auf SID-Nachfrage.

Der FFC in der Krise

Nach drei Liga-Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor rutscht Frankfurt immer tiefer in der Tabelle. Die Mannschaft war mit großen Ambitionen gestartet, doch in den letzten Spielen konnten sie nicht überzeugen. Bei der 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg präsentierte sich das Team von Kahlert mut- und hilflos.

Es ist im Moment wie verhext. Einer hat ausgerechnet, dass wir in der Liga seit 275 Minuten ohne Tor sind.FFC-Manager Siegfried Dietrich

Ausgerechnet Conny Pohlers führte die Wolfsburgerinnen zum Sieg. Pohlers hatte vier Jahre lang für Frankfurt gekickt. Nachdem ihr der FFC ein ihrer Meinung nach unzureichendes Angebot gemacht hatte, wechselte sie nach Wolfsburg. Nach dem Spiel am vergangenen Sonntag verpasste sie Dietrich noch einen Seitenhieb. "Tore sind immer die besten Antworten. Jetzt müssen Sie Herrn Dietrich fragen, ob er alles richtig gemacht hat", äußerte sie sich gegenüber der "Frankfurter Rundschau".

Der Rückstand auf Meister und Tabellenführer Turbine Potsdam beträgt nur sechs Punkte, dank des FCR Duisburg. Die Rheinländerinnen drehten in Potsdam den 0:2-Rückstand in ein 3:2 um.

Wackelt Kahlerts Trainerposten?

Sven Kahlert
Noch steht sein Posten nicht in Frage: FFC-Trainer Sven Kahlert.
© imagoZoomansicht

Offenbar muss Coach Kahlert bis jetzt nicht um seine Position fürchten. "Der Trainer steht nicht zur Diskussion. Wir wollen gemeinsam zurück in die Erfolgsspur", sagte Dietrich. Das anstehende Programm könnte den Trainerstuhl des 41-Jährigen jedoch ins Wackeln bringen.

Am Sonntag (13 Uhr) muss Frankfurt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Tabellenspitzenreiter Potsdam ran. Eine Woche später muss man in der Liga zum Tabellenzweiten nach Duisburg reisen. "Das sind richtungsweisende Spiele", betonte Dietrich.

Der FFC fährt zweigleisig

Unabhängig von der Entscheidung, die Prinz treffen wird, ist der Klub auf der Suche nach einer neuen Torjägerin. Im Moment wird auf dem internationalen Markt nach einer Spielerin gesucht, die berechtigt ist, in der Champions League zu spielen.

Bei diesem Auswahlkriterium käme laut Dietrich nur eine Spielerin in Frage. Wer die "Auserwählte" ist, ist nicht bekannt. "Für den Konkurrenzkampf wäre es gut, wenn noch jemand kommt. Prinz wäre toll, aber wenn sie sich dagegen entscheidet, sind wir auch in der Lage, noch eine andere Spielerin zu verpflichten", sagte Kahlert.

Keine schnelle Einigung in Sicht

Prinz möchte sich bei ihrer Entscheidung Zeit lassen. Erst nach ihrem Neuseelandaufenthalt wird sie bekannt geben, wie sie sich entschieden hat. "Große Gespräche werde ich von dort aus aber bestimmt nicht führen", sagte Prinz.

Erst ab Januar könnte der Verein mit Prinz planen. Nach 214 Länderspielen, zwei WM- und fünf EM- Titeln und zehn deutschen Meisterschaften hat sie es nicht eilig. Zum FFC zurückkehren wird Prinz laut Dietrich in jedem Fall: "Die Frage ist nur, ob als Spielerin oder als Psychologin."

 
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