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18.11.2011, 14:00

Turbine-Coach kritisiert auch Zwanziger

Schröder: Sonnenschein Jones muss "auch einmal anpacken"

Mit scharfen Worten hat Bernd Schröder Steffi Jones und Theo Zwanziger kritisiert. Der streitbare Trainer des Frauen-Bundesligisten Turbine Potsdam warf sowohl der DFB-Direktorin für Frauen-Fußball als auch dem Verbandspräsidenten Untätigkeit vor. Die Gegenposition nahm wie schon oft in der Vergangenheit FFC-Manager Siegfried Dietrich ein, der seit der Heim-WM durchaus einen Aufwärtstrend erkannt haben will.

Bernd Schröder, Steffi Jones
Ein Bild aus der Zeit vor der WM: Bernd Schröder und Steffi Jones.
© imagoZoomansicht

In einem Interview mit der "Bild" ging der 69-jährige Schröder mit Jones und Zwanziger hart ins Gericht. Die ehemalige WM-OK-Chefin fliege "nur in der Weltgeschichte" herum und fände alles "toll, toll, toll". Aber: "Du musst auch mal anpacken", forderte Schröder Jones auf. So habe es die Ex-Nationalspielerin (Schröder: "ein liebes Mädel, eine klasse Frau, ein Sonnenschein") versäumt, einen früheren Zeitpunkt der DFB-Pokal-Auslosung anzuberaumen. Die am 3. und 4. Dezember auszutragenden Partien wurden erst am vergangenen Sonntag und damit zwei Wochen nach den Achtelfinalspielen ermittelt.

"Wäre das bei den Männern passiert, wäre sie erschlagen worden. Da frage ich mich, was macht eigentlich Steffi Jones als Direktorin Frauenfußball beim DFB? Sie freut sich ihres Lebens, lebt in den Tag hinein, aus Freude wie toll die WM war. Da hört bei mir der Spaß auf", wetterte Schröder.

Sie freut sich ihres Lebens, lebt in den Tag hinein, aus Freude wie toll die WM war. Da hört bei mir der Spaß auf.Schröder über Jones

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Ein Boom nach der WM im eigenen Land sei keinesfalls festzustellen. Vielmehr sei die Zukunft des Frauen-Fußballs aufgrund fehlender Talente nicht sehr rosig. "Warum haben wir denn die Probleme in der Nationalelf? Hauptsächlich, weil uns die Persönlichkeiten ausgegangen sind - und die wachsen auch nicht nach."

Gänzlich anders als Schröder sieht dies - wie könnte es ander sein - Manager Siegfried Dietrich vom Pokalsieger 1. FFC Frankfurt. "Wir haben in der Liga 40 Prozent mehr Zuschauer, viele Sponsoren und eine noch nie da gewesene Medienpräsenz. Es geht eindeutig nach oben", so Dietrichs Einschätzung. Und während Schröder DFB-Chef Zwanziger fehlende Unterstützung vorwarf ("Er hat sich beim Frauenfußball in Luft aufgelöst"), ist dieser für Dietrich nach wie vor der "wichtigste Frontmann" im Frauen-Fußball.

Etwas Positives fand Schröder dann doch noch bei der nachweltmeisterlichen Analyse. Das im Sommer nach dem WM-Aus so belastete Verhältnis zu Bundestrainerin Silvia Neid habe sich verbessert. "Sie ruft jetzt sehr oft an und redet mit uns, aber so gehört es sich auch."

18.11.11
 
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weitere Infos zu Schröder

Vorname:Bernd
Nachname:Schröder
Nation: Deutschland
Verein:1. FFC Turbine Potsdam

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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FFC Turbine Potsdam
Gründungsdatum:01.09.1999
Mitglieder:185 (Stand 30.06.2011)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:1. Frauen-Fußball-Club Turbine Potsdam e.V.
Am Luftschiffhafen 2, Haus 33
14471 Potsdam
Telefon: (03 31) 9 51 38 41
Telefax: (03 31) 9 51 48 65
Internet:http://www.ffc-turbine.de/

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