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England |
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Deutschland |
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0:4 (0:1) |
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Auf deutscher Seite schickte U-21-Trainer Horst Hrubesch gegenüber dem 1:0-Halbfinalsieg gegen Italien Hummels, Khedira und Wagner für Aogo, Marin und den gesperrten Dejagah auf den Rasen. Mit Wagner als einziger Spitze stellte die deutsche Mannschaft auf eine 4-1-4-1-Taktik um. Im Vergleich zum 5:4-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen Schweden musste Englands Coach Stuart Pearce auf Agbonlahor sowie Torhüter Hart verzichten. Für das gelb-gesperrte Duo begannen Johnson und Reservekeeper Loach.
Die Zuschauer in Malmö sahen eine flotte Anfangsphase, in der England schnell die Initiative übernahm und schon früh zu Chancen kam. Allerdings verfehlten sowohl Adam Johnson per Kopf (2.) als auch Walcott mit einem strammen 15-Meter-Schuss eine Minute später das Gehäuse von Manuel Neuer. So hatte die deutsche Elf einige Schreckensmomente in der Anfangsphase zu überstehen, da insbesondere der schnelle Walcott die Innenverteidigung um Jerome Boateng immer wieder vor Probleme stellte.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich die DFB-Elf langsam akklimatisieren und fand in der Defensive die Ordnung. Im Mittelfeld nahm das Hrubesch-Team nun die Zweikämpfe an, so dass der englische Anfangsdruck verebbte. Derweil begann das deutsche Team auch nach vorne Akzente zu setzen, wobei Özil in der 16. Minute Pech hatte: Der Bremer Mittelfeldmotor nahm am englischen Strafraum Fahrt auf und bediente Khedira. Der Stuttgarter marschierte zur Grundlinie und passte zurück auf Özil, der mit einem platzierten Schuss aber nur den Rücken von Onuoha traf. Von dort sprang der Ball ins Aus (16.).
Deutschland war nun endgültig in der Partie angekommen, während England nur noch durch eine Milner-Bogenlampe, die sich gefährlich auf das deutsche Tor senkte (17.), gefährlich wurde. So gelang in der 23. Minute die nicht unverdiente Führung: Wieder war es Özil, der den Ball durch das Mittelfeld trieb und den durchstartendenden Castro mustergültig bediente. Der Leverkusener erlief den Pass und schlenzte die Kugel am heraus stürzenden Loach vorbei ins englische Tor.
Nach der Führung zog sich die deutsche Mannschaft etwas zurück und konzentrierte sich vornehmlich auf die Defensivarbeit. Den "Three Lions" bot sich zwar mehr Platz im Mittelfeld, doch fehlten die entscheidenden Ideen, um die deutsche Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Da auch bei der DFB-Elf der finale Pass nicht ankam, fielen bis zur Pause keine Tore mehr.
Im zweiten Abschnitt erwischte die Pearce-Elf den besseren Start: Nach einem Milner-Freistoß erkämpfte sich Adam Johnson den Ball und zog sofort ab. Boateng konnte den Schuss aber gerade noch entschärfen (47.).
Zwei Minuten später erhielt Deutschland rund 30 Meter vor dem englischen Gehäuse einen Freistoß zugesprochen, den Özil auf das englische Tor hämmerte. Der Ball flatterte und irritierte Loach, der eine ganz schlechte Figur abgab und den nicht sonderlich platzierten Schuss passieren ließ (49.).
Die Elf von Stuart Pearce brauchte gut zehn Minuten, um sich vom Schock des zweiten Gegentreffers zu erholen, kam dann aber zu guten Möglichkeiten: Cattermoles 22-Meter-Hammer touchierte die Latte von Neuers Gehäuse (59.), dann rettete Beck nach einem Hackentrick von Adam Johnson auf der Linie (62.). Der Hoffenheimer stand auch bei einem Cattermole-Kopfball goldrichtig und entschärfte den gefährlichen Versuch (71.)
Insgesamt konnten die Engländer aber keinen entscheidenden Druck auf die deutsche Hintermannschaft aufbauen, was auch mit der nun nachlassenden Kraft zu tun hatte. Deutschland ließ derweil den Ball geschickt zirkulieren und kam immer wieder gefährlich vor das englische Tor. Schwaab schoss aus 17 Metern über das englische Gehäuse (76.), Wagner rutschte eine Minute später an einer Özil-Flanke vorbei.

In der 79. Minute machte es der Duisburger dann besser und tunnelte frei vor Loach den englischen Keeper. Nun sollte alles klappen, denn nur fünf Minuten später traf der kantige Stürmer erneut: Von Castro auf links geschickt, zog Wagner nach innen und schlenzte mit einem herrlichen Rechtsschuss den Ball in die lange Ecke.
Das Spiel war nun gelaufen. Mit dem Abpfiff stürmte die deutsche Bank auf das Spielfeld und feierte den Triumpf ausgiebig. Somit war gleichzeitig die Revanche für das verlorene EM-Finale von 1982 geglückt.
Als erster Verband überhaupt ist der DFB nun für einen Monat bis zur nächsten U19-EM, für die Deutschland nicht qualifiziert ist, im Besitz aller drei EM-Trophäen im Jugendbereich.
| England |
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![]() Aufstellung: Loach (5) - Cranie (5) , M. Richards (4) , Onuoha (4) , Gibbs (4) - Muamba (4,5) - Cattermole (2,5) , Noble (4) - Milner (2,5) , Walcott (4) , Adam Johnson (2,5) Trainer:
Pearce |
| Deutschland |