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Griechenland

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Russland

 

1:0 (1:0)

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Griechenland
Russland
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.













Griechischer Kapitän im Viertelfinale gesperrt

Jubilar Karagounis schießt Griechenland weiter

In seinem 120. Länderspiel, das ihn gleichzeitig zum Rekordnationalspieler machte, schoss Kapitän Karagounis Griechenland völlig überraschend ins Viertelfinale. Russland, das zwar eindeutig spielbestimmend war, aber insgesamt zu ideenlos gegen die griechische Defensive anrannte, schied damit trotz vier Punkten als Dritter in Gruppe A aus.

Georgios Karagounis (li.), Youri Zhirkov
Das Führungstor: Georgios Karagounis (li.) trifft, Youri Zhirkov kommt zu spät.
© Getty ImagesZoomansicht

Griechenlands Trainer Fernando Santos baute sein Team im Vergleich zum 1:2 gegen Tschechien gleich auf vier Positionen um. Im Tor begann Sifakis für Chalkias, der sich gegen die Tschechen eine Oberschenkelblessur zugezogen hatte. Zwei Änderungen auch in der Viererkette: Sokratis kehrte in die Innenverteidigung zurück, Katsouranis rückte wieder ins Mittelfeld. Auf der linken Abwehrseite begann Tzavellas an Stelle des Deutsch-Griechen Holebas. Im Angriff kam wie im Auftaktspiel gegen Polen (1:1) Gekas zum Einsatz. Fortounis musste wieder auf der Bank Platz nehmen.

Russlands Coach Dick Advocaat musste nach dem 1:1 gegen Polen erstmals bei der EURO 2012 umstellen. Zyryanov klagte über Unwohlsein und fehlte im Kader. Glushakov ersetzte den Mittelfeldspieler.

Die erste Hälfte war unterteilt in zwei völlig unterschiedliche Abschnitte. Zunächst überbrückten beide Teams das Mittelfeld schnell, so dass sich ein offener Schlagabtausch ergab. Den Anfang machten die Griechen, die durch Katsouranis, der nach einem Eckball an Malafeev scheiterte (6.), und Salpingidis, der nach Samaras-Flanke knapp verpasste (9.), die ersten kleineren Chancen hatten.

Doch dann kam auch die "Sbornaja" mit Macht. Arshavin scheiterte mit der Sohle an Sifakis (10.). Kerzhakov verzog aus 20 Metern vom Strafraumrand nur ganz knapp (13.). Wenig später fand Zhirkov nach schönem Solo in der Strafraummitte keinen Abnehmer (17.). Nach 20 Minuten verlor das bis dahin unterhaltsame Spiel plötzlich merklich an Fahrt. Die Griechen zogen sich immer weiter zurück in die eigene Hälfte. Russland dominierte das Geschehen, ohne aber Ideen zu entwickeln, um Torgefahr zu erzeugen.

Es dauerte bis in die Schlussphase der ersten Hälfte, ehe die Russen durch Glushakov und Zhirkov (40.) sowie Shirokov (45.) mit drei Schusschancen aufwarten konnten. Völlig überraschend gelang dann aber Griechenland die Führung: Nach einem Einwurf tauchte Karagounis plötzlich halbrechts frei vor Malafeev auf und überwand den Keeper mit einem harten, aber wenig platzierten Rechtsschuss (45.+2).

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"Sbornaja" stürmt vergeblich

Obwohl Russland aufgrund des 0:0 im Parallelspiel in Breslau zu diesem Zeitpunkt noch als Gruppensieger weiter gewesen wäre, brachte Dick Advocaat nach dem Seitenwechsel Stoßstürmer Pavlyuchenko für Kerzhakov. Doch der Spielverlauf glich weiterhin stark dem der letzten 20 Minuten aus Abschnitt eins: Russland dominierte spielerisch. Doch zumeist versuchte es die "Sbornaja" durch das von den Griechen dicht besetzte Zentrum.

So waren es Distanzschüsse, die die meiste Gefahr erzeugten. Denisov zielte nur knapp links vorbei (57.). Doch die offensiven Russen ermöglichten den Griechen Konterchancen. Anyukov rettete im Fünfmeterraum nach Torosidis-Vorarbeit in höchster Not vor Gekas (59.). Kurz darauf reklamierte Torschütze Karagounis nach einem Einfädler im Strafraum einen Strafstoß, erhielt von Jonas Eriksson aber die Gelbe Karte (61.) - eine harte Entscheidung, zumal der griechische Kapitän im Viertelfinale nun fehlen wird.

Jubel und Entsetzen in Warschau.
Griechenland durfte jubeln, bei Russland hängen die Schultern.
© Getty Images

Die letzten gut 20 Minuten der Partie gestalteten sich dramatisch. Erst setzte Tzavellas einen Freistoß aus halbrechter Position an den rechten Pfosten (70.). Dann wurde im Stadion bekannt, dass Tschechien gegen Polen in Führung gegangen war. Advocaat reagierte und brachte mit dem Ex-Stuttgarter Pogrebnyak einen weiteren Stürmer (72.). Denisov scheiterte wenig später aus der Distanz an Sifakis (75.). In den letzten Minuten verteidigte Griechenland mit allen Mann am eigenen Sechzehner. Dzagoev vergab die beste Chance der Schlussphase, weil er nach Arshavins Flanke ganz knapp links am Tor vorbei köpfte (84.).

Griechenland ist damit aufgrund des besseren direkten Vergleichs mit den Russen als Zweiter in der Gruppe A für das Viertelfinale qualifiziert und trifft am kommenden Freitag (20.45 Uhr) in Danzig auf Deutschland.

16.06.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Griechenland
Aufstellung:
Sifakis (3) - 
Torosidis (3,5) , 
Sokratis (2,5) , 
Tzavellas (4) - 
Katsouranis (4) , 
Maniatis (4) - 
Salpingidis (4)    
Karagounis (2)                
Samaras (2,5) - 
Gekas (4,5)    

Einwechslungen:
64. Holebas     für Gekas
67. Makos für Karagounis
83. Ninis für Salpingidis

Russland
Aufstellung:
Malafeev (3) - 
Anyukov (3,5)        
A. Berezutskiy (2,5) , 
Ignashevich (5) , 
Zhirkov (3,5)    
Denisov (2) - 
Shirokov (3) , 
Glushakov (4,5)    
Dzagoev (3,5)    
Arshavin (3)    
Kerzhakov (4)    

Einwechslungen:
46. Pavlyuchenko (5) für Kerzhakov
72. Pogrebnyak     für Glushakov
81. Izmaylov für Anyukov

Trainer:
Advocaat

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Karagounis (45. + 2, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Griechenland:
Karagounis
(2. Gelbe Karte)
,
Holebas
(2.)
Russland:
Anyukov
(1. Gelbe Karte)
,
Zhirkov
(1.)
,
Dzagoev
(2.)
,
Pogrebnyak
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
16.06.2012 20:45 Uhr
Stadion:
Nationalstadion, Warschau
Zuschauer:
55614
Spielnote:  3,5
keine hochklassige Partie, aber ein spannendes Ringen um den Sieg zwischen zwei völlig verschiedenen Spielphilosophien.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
5:12
Schiedsrichter:
Jonas Eriksson (Schweden)   Note 5
strahlte aufgrund mangelnder Konsequenz wenig Autorität aus, Anyukov hätte nach einem überharten Einsteigen gegen Samaras Gelb sehen müssen, die Attacken von Tzavellas gegen Dzagoev (38.) und Ignashevich an Karagounis (61.) waren elfmeterwürdig.
Spieler des Spiels:
Georgios Karagounis
Enormes Laufpensum und riesiger Aktionsradius. Kurbelte die Offensive an und stabilisierte zudem die Defensive. Sein Tor entschied das Spiel.
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