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Dänemark

 - 

Portugal

 

2:3 (1:2)

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Dänemark
Portugal
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Silvestre Varela bringt Portugal wieder ins Geschäft

Portugal siegt - CR7 trifft immer noch nicht

Nach einer bequemen 2:0-Führung schalteten die Portugiesen zu früh in den Absicherungsmodus. Dänemark hatte zwar viele Probleme im Spielaufbau, konnte aber zwei Chancen zum zwischenzeitlichen Unentschieden nutzen. Schließlich erlöste der eingewechselte Silvestre Varela die Portugiesen mit dem Treffer zum 3:2 nachdem Cristiano Ronaldo zuvor mit besten Möglichkeiten nichts anfangen konnte.

Das erlösende Tor für Portugal: Pepe köpft zum 1:0 ein.
Das erlösende Tor für Portugal: Pepe köpft zum 1:0 ein.
© picture-allianceZoomansicht

Dänemarks Trainer Morten Olsen sah nach dem 1:0 gegen die Niederlande genauso wenig Gründe, seine Startelf umzubauen, wie auf der Gegenseite Portugals Coach Paulo Bento nach dem 0:1 gegen Deutschland. Mit umgekehrten Vorzeichen gingen allerdings beide Teams in die Partie. Die Dänen hätten mit einem Sieg das Viertelfinale fast schon buchen können, während Portugal nach einer Niederlage schon nahe am Turnier-Aus gestanden hätte.

Gemäß der taktischen Vorgabe begannen die Dänen zwar Defensiv, hatten in der fünften Minute aber trotzdem die erste Möglichkeit des Spiels, als Eriksen an einen verunglückten Schuss herankam und von Pepe gerade noch gestoppt werden konnte. Portugal investierte mehr in die Offensive, wirkte zu Beginn aber nervös, so dass die gut gestaffelte Abwehr der Olsen-Elf wenig Probleme bekam.

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Nach zehn Minuten erhöhten die Portugiesen das Tempo, ohne jedoch große spielerische Ideen zu entwickeln. Der Gegner hatte sich am eigenen Strafraum eingerichtet und ließ keine gefährlichen Pässe in die Spitze zu. Die fast schon aus Verzweiflung geschlagenen hohen Bälle in den Strafraum waren eine sichere Beute der dänischen Innenverteidigung und von Torwart Andersen. Ein Schuss von Cristiano Ronaldo aus knapp 20 Metern, der deutlich am Tor vorbei ging, war noch die beste Szene der Bento-Elf (18.).

Die dänische Abwehr bescherte den Portugiesen danach einige gute Szenen bei Standardsituationen. Zunächst scheiterte Cristiano Ronaldo mit einem Freistoß von der linken Seite noch deutlich (22.). Wenige Minuten später sorgte ein Versuch von Miguel Veloso aus ähnlicher Position für mehr Gefahr. Vor dem Tor konnte Kvist in letzter Sekunde vor Helder Postiga zur Ecke klären. Diese servierte Joao Moutinho maßgerecht auf den Kopf von Innenverteidiger Pepe, der den Ball in die linke obere Ecke versenkte (24.).

Trotz des Rückstandes verfiel die dänische Nationalmannschaft weder in Hektik noch ließ sie den Kopf hängen. Das taktische Konzept wurde durchgehalten. Nach vorne ging gegen die jetzt selbstbewußter auftretenden Portugiesen aber nichts mehr. Im Gegenteil: Die Elf von Paulo Bento spielte konsequent weiter auf das zweite Tor. Diese Einstellung sollte sich bald auszahlen. Während Cristiano Ronaldo in der 34. Minute mit einem 20-Meter-Freistoß noch knapp an der Mauer scheiterte, machte es Helder Postiga wenig später besser. Ein prima Zuspiel von Nani versenkte er gegen den überfordert wirkenden Kjaer unhaltbar im Tor von Andersen (36.).

Danach nahmen die Portugiesen das Tempo leicht aus dem Spiel und wollten den Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause retten. Dabei hatten sie allerdings die Rechnung ohne die Dänen gemacht. Eine weite Flanke von Jakob Poulsen legte Krohn-Dehli per Kopf quer auf den völlig freien Bendtner. Dieser behielt die Nerven und nickte den Ball zum Anschlusstreffer ins leere Tor ein (41.).

Nach der Pause versuchten die Dänen, zunächst Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen und die jetzt tiefer stehenden Portugiesen ins Wanken zu bringen. Dabei machte sich das Team von Morten Olsen das Leben mit unnötigen Ballverlusten selbst schwer. Beinahe wäre Cristiano Ronaldo in der 50. Minute Nutznießer eines solchen Fehlers geworden. CR7 steuerte alleine auf Andersen zu, fand aber im dänischen Keeper seinen Meister.

So sehr sich die Dänen Mitte der zweiten Hälfte abmühten, die portugiesische Abwehr unter Druck zu setzen, große Möglichkeiten wollten sich nicht einstellen. Zum einen stand die Defensive um Bruno Alves und Pepe sicher, zum anderen gingen der Olsen-Elf offensichtlich die Ideen aus. Ein Nachschuss von Kvist aus gut 20 Metern in der 62. Minute war noch die beste Möglichkeit. Der Ball ging jedoch knapp über das Tor.

Mühsam schleppte sich die Partie durch die zweite Hälfte. Portugal wollte nicht mehr viel nach vorne tun und lauerte auf Konter. Die Dänen scheuten lange das ganz große Risiko im Angriff, schafften es aber mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln nicht, die Abwehr vor Rui Patricio aus den Angeln zu heben. Je länger die Partie dauerte, desto statischer wurde sie. Dazu kam noch, dass die Portugiesen, namentlich Cristiano Ronaldo, mit besten Konterchancen nichts anfangen konnten. CR7 tauchte in der 78. Minute völlig alleine vor Andersen auf und schob den Ball unkonzentriert am dänischen Gehäuse vorbei.

Die vergebne Großchance durch Cristiano Ronaldo sollte sich schnell rächen. Jacobsen flankte in der 80. Minute vor das portugiesische Tor, wo sich Bendtner gegen Pepe Freiraum verschaffte und mit einem platzierten Kopfball Rui Patricio keine Abwehrmöglichkeit ließ. Nach dem 2:2 antworteten die Portugiesen mit wütenden Angriffen, doch der Superstar CR7 scheiterte sowohl in der 82. Minute mit einem Freistoß als auch in der 85. Minute an Andersen im dänischen Tor.

In den letzten Minuten setzten die Bento-Schützlinge, das frühe EM-Aus vor Augen, alles auf eine Karte und drückten mit aller Macht auf den Siegtreffer. Ein Risiko, das in der 87. Minute belohnt wurde. Fabio Coentrao flankte von der linken Seite. Dort setzte sich der eingewechselte Silvestre Varela gegen Simon Poulsen durch und traf aus zehn Metern mit einem satten Schuss ins rechte untere Eck.

In der Nachspielzeit warfen die Dänen noch einmal alles nach vorne, es reichte für die Olsen-Schützlinge aber nur noch zu einer Torchance durch den eingewechselten Schöne, der aber knapp über Rui Patricios Tor schoss (90.+2.).

Mit dem Sieg sind die Portugiesen im Turnier zurück, während Dänemark seine gute Ausgangsposition nach dem Sieg gegen die Niederlande eingebüßt hat. Vor dem Spiel am Abend zwischen Deutschland und den Niederlanden ist die Gruppe B damit wieder völlig offen.

Portugal trifft am Sonntag um 20:45 Uhr auf die Niederlande. Dänemark spielt zeitgleich gegen Deutschland.

Bilder zum Spiel Dänemark gegen Portugal
Varela beendet das Bangen in Portugal
Fans in Lwiw
Fußballfieber

In Lwiw grassiert das Fußballfieber, tausende Fans erwarteten voller Spannung das Duell zwischen Dänemark und Portugal.
© picture alliance

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13.06.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Dänemark
Aufstellung:
S. Andersen (4) - 
Jacobsen (3)    
Kjaer (3,5) , 
Agger (2)    
S. Poulsen (4) - 
Kvist (2,5) , 
Zimling    
Rommedahl (4)    
Eriksen (5) , 
Krohn-Dehli (3)    
Bendtner (2)        

Einwechslungen:
16. J. Poulsen (3)     für Zimling
60. Mikkelsen (3) für Rommedahl
90. Schöne für Krohn-Dehli

Trainer:
Olsen
Portugal
Aufstellung:
Pepe (2)    
Bruno Alves (3) , 
Raul Meireles (4)        
Joao Moutinho (3,5) - 
Nani (2)    
Cristiano Ronaldo (5)        
Helder Postiga (3)        

Einwechslungen:
64. Nelson Oliveira für Helder Postiga
84. Varela     für Raul Meireles
89. Rolando für Nani

Trainer:
Paulo Bento

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Pepe (24., Kopfball, Joao Moutinho)
0:2
Helder Postiga (36., Rechtsschuss, Nani)
1:2
Bendtner (41., Kopfball, Krohn-Dehli)
2:2
Bendtner (80., Kopfball, Jacobsen)
2:3
Varela (87., Rechtsschuss, Fabio Coentrao)
Gelbe Karten
Dänemark:
J. Poulsen
(1. Gelbe Karte)
,
Jacobsen
(1.)
Portugal:
Raul Meireles
(1. Gelbe Karte)
,
Cristiano Ronaldo
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
13.06.2012 18:00 Uhr
Stadion:
Lwiw, Lwiw
Zuschauer:
31840
Spielnote:  3
unterhaltsam, dramatisch und spannend, jedoch fußballerisch mit überschaubarem Niveau.
Chancenverhältnis:
5:6
Eckenverhältnis:
7:6
Schiedsrichter:
Craig Thomson (Schottland)   Note 1
souverän, kein Fehler, ohne große Gestik.
Spieler des Spiels:
Pepe
Stütze in der portugiesischen Abwehr und Schütze des wichtigen 1:0. Ein echter Führungsspieler.
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