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Griechenland

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Tschechien

 
Griechenland

1:2 (0:2)

Tschechien
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Griechenland
Tschechien
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.










Traumstart sorgt für tschechischen Sieg

Jiracek + Pilar = 3 Punkte

Das Team von Nationaltrainer Michal Bilek erwischte gegen Griechenland einen Traumstart und war bereits in der sechsten Minute mit 2:0 in Führung gegangen. Mit Fortdauer der Partie mussten die Tschechen ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und steckten immer mehr zurück. Dies brachte die Griechen noch einmal ins Spiel und ließ das tschechische Team bis in die Nachspielzeit zittern. Cech und seine Vorderleute brachten gegen offensiv uninspirierte Hellenen die Führung aber über die Zeit.

Das 1:0 durch Jiracek: Der Wolfsburger zieht mit Links ab. Holebas kommt zu spät.
Das 1:0 durch Jiracek: Der Wolfsburger zieht mit Links ab. Holebas kommt zu spät.
© picture-allianceZoomansicht

Griechenlands Trainer Fernando Santos krempelte seine Startelf nach dem 1:1 gegen Polen auf vier Positionen um. Beide Innenverteidiger fielen aus. Für Sokratis (Gelb-Rot Sperre) und Avraam Papadopoulos (Kreuzbandriss) begannen Kyriakos Papadopoulos und Fotakis, Katsouranis rückte dafür in die Verteidigung. Im Mittelfeld ersetzte Fortounis Ninis und im Sturm verdrängte Salpingidis Gekas auf die Bank. Tschechiens Coach Michal Bilek nahm nach dem 1:4 gegen Russland zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor: Für den glücklosen Hubnik kam Limbersky ins Team. Dafür rückte der Leverkusener Kadlec von der Außen- in die Innenverteidigung. Dazu begann Hübschmann für Rezek.

Die Griechen werden kalt erwischt

Die Tschechen hatten sich nach der bösen Klatsche im Auftaktspiel viel vorgenommen. Wiedergutmachung war das Ziel des Teams von Michal Bilek. Entsprechend druckvoll agierten die Tschechen nach vorne und hatten bereits frühzeitig Erfolg. Hübschmann schickte Jiracek mit einem Steilpass los. Der Wolfsburger zog sofort von der Strafraumgrenze ab. Chalkias im Tor der Griechen brachte zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, konnte den Führungstreffer aber nicht verhindern (3.).

Gegen die verunsicherten Griechen setzten die Tschechen sofort nach. Gebre Selassie startete mit einem Rosicky-Pass zur Grundlinie durch und zog die Flanke im letzten Moment zur Mitte. Dort warf sich Pilar in den Ball. Katsouranis versuchte alles, konnte das 2:0 aber nicht mehr verhindern (6.).

Der Europameister von 2004 wirkte angeschlagen und taumelte durch die nächsten Minuten. Schon in dieser frühen Phase hätten die Tschechen den Sack zumachen können, doch sie ließen es zunächst bei dem Zwei-Tore-Vorsprung bewenden und nahmen etwas das Tempo aus dem Spiel. Dadurch kamen die Hellenen ein wenig zu Ruhe und konnten die Reihen neu ordnen. In der Vorwärtsbewegung ging bei den Schützlingen von Fernando Santos aber nicht viel zusammen. Nicht einmal Freistöße sorgten für nennenswerte Szenen vor dem Tor von Cech.

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Samaras und Salpingidis bleiben blass

Dazu mussten die Griechen noch eine weitere Schwächung verkraften: In der 22. Minute signalisierte Torhüter Chalkias eine Verletzung. Fernando Santos blieb nicht anderes übrig als seinen Keeper durch Sifakis zu ersetzen. Zudem hatten die Hellenen in der Offensive jede Menge Probleme. Salpingidis, gegen Polen noch stark, und Samaras fanden kaum statt, die Abwehr der Tschechen konnte ohne großen Aufwand den Gegner vom Tor fern halten.

Auf der Gegenseite starteten die Bilek-Schützlinge immer wieder gute Angriffe, doch die Abwehr der Griechen hatte sich stabilisiert. Ein Fernschuss von Rosicky in der 28. Minute sorgte aber trotzdem für eine Glanzparade von Sifakis. Alles in allem hatten die Tschechen jedoch nach 25 Minuten das ganz hohe Tempo aus der Partie genommen und in den Verwaltungsmodus geschaltet.

Die Griechen konnten mit dem Plus an Ballbesitz und mehr Platz im Mittelfeld zunächst nicht viel anfangen. In der 41. Minuten schienen ihre Bemühungen aber belohnt zu werden, als Fotakis einen Kopfball in Cechs Tor unterbrachte. Schiedsrichter Lannoy hatte aber zu Recht auf Abseits entschieden. Das nicht anerkannte Abseitstor rüttelte die tschechische Abwehr aber wieder wach, so dass Cechs Vorderleute bis zur Pause keine griechischen Chancen mehr zuließen.

Zur zweiten Hälfte kamen die Tschechen ohne ihren Mittelfeldmotor Rosicky zurück. Er wurde von Kolar ersetzt. Auf der Gegenseite stellte Fernando Santos seine Offensive um. Fotakis musste raus und Gekas sollte dem Spiel noch eine Wendung geben.

Gekas bringt die Griechen zurück

Erneut starteten die Tschechen stark, Baros konnte nur Sekunden nach Wiederbeginn mit einer Flanke von Gebre Selassie jedoch nicht viel anfangen. Damit hatten sich die tschechischen Angriffsbemühungen allerdings zunächst erschöpft. Die Griechen übernahmen das Kommando und bekamen in Cech einen unfreiwilligen Helfer. Der Keeper der Tschechen ließ eine harmlose Hereingabe von Samaras durch die Hände gleiten. Dahinter stand Gekas und staubte aus 13 Metern zum Anschlusstreffer ab (53.).

Tschechien zittert den Sieg über die Zeit

In der Folgezeit wirkten die Tschechen nervös und fahrig. Weder in der Defensive noch in der Offensive war die Souveränität der ersten Halbzeit zu sehen. Die Griechen hatten das Kommando übernommen. Es dauerte gut zehn Minuten, ehe die Tschechen ihr Selbbewußtsein wieder gefunden hatten und sich zurück in die Partie spielten.

Auf der Gegenseite hatten aber auch die Griechen ihre Probleme. Der erwartete Sturmlauf blieb oft in den Ansätzen stecken, da die tschechische Abwehr die Versuche der Südeuropäer früh durchschaute und weiteren Flurschaden verhinderte.

Die Tschechen gingen mit der Ein-Tore-Führung allerdings ein hohes Risiko ein. Je länger die Partie dauerte, desto uninteressierter wurden die Bilek-Schützlinge an Angriffsbemühungen. Dabei hatten die Tschechen das Glück, dass dem Europameister von 2004 in der Offensive keine Ideen beflügelten. Immer wieder wurde der Ball unkontrolliert nach vorne Richtung Strafraum gedroschen und konnte von den Tschechen relativ locker geklärt werden.

Bis in die Nachspielzeit versuchten die Griechen alles, doch sie brachten keinen ihrer inzwischen zahlreich eingewechselten Offensivspieler in eine gute Schussposition. Die Tschechen zitterten den Sieg leztendlich nach Hause.

Griechenland trifft am Samstag um 20:45 auf Russland. Tschechien spielt zeitgleich gegen Polen.

12.06.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Griechenland
Aufstellung:
Chalkias (5)    
Torosidis (3,5)    
Katsouranis (5) , 
K. Papadopoulos (3)    
Holebas (4,5) - 
Maniatis (3) - 
Fotakis (4)    
Karagounis (4)    
Salpingidis (5)    
Fortounis (5)    

Einwechslungen:
23. Sifakis (3) für Chalkias
46. Gekas (3,5)     für Fotakis
71. Mitroglou für Fortounis

Tschechien
Aufstellung:
P. Cech (5) - 
Gebre Selassie (2,5) , 
Sivok (3) , 
Kadlec (3) , 
Limbersky (3) - 
Hübschman (3) , 
Plasil (4) - 
Jiracek (3)        
Rosicky (2,5)            
Pilar (3)    
Baros (5)    

Einwechslungen:
46. Kolar (5)         für Rosicky
64. Pekhart für Baros
90. Rajtoral für Kolar

Trainer:
Bilek

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Jiracek (3., Linksschuss, Hübschman)
0:2
Pilar (6., Linksschuss, Gebre Selassie)
1:2
Gekas (53., Linksschuss, Samaras)
Gelbe Karten
Griechenland:
Torosidis
(1. Gelbe Karte)
,
K. Papadopoulos
(1.)
,
Salpingidis
(1.)
Tschechien:
Rosicky
(1. Gelbe Karte)
,
Jiracek
(1.)
,
Kolar
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
12.06.2012 18:00 Uhr
Stadion:
Miejski, Breslau
Zuschauer:
41105
Spielnote:  4
anfangs furios, in der zweiten Hälfte dann auf dürftigem Niveau.
Chancenverhältnis:
1:3
Eckenverhältnis:
1:4
Schiedsrichter:
Stéphane Lannoy (Frankreich)   Note 3,5
extrem genau (und korrekt), als Fotakis sein Tor wegen hauchdünner Abseitsposition abererkannt wurde (41.); bei der ungeahndeten Tätlichkeit von Holebas gegen Jiracek (47.) fehlte diese mikroskopisch genaue Wahrnehmung dann.
Spieler des Spiels:
Tomas Rosicky
Dreh- und Angelpunkt, zog Ball und Spiel in der ersten Halbzeit permanent an sich.
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