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Russland

 
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1:1 (0:1)

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1.
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90.











Russland verpasst vorzeitigen Gruppensieg und Viertelfinalticket

Blaszczykowski hält die Gruppe spannend

In einer packenden und abwechslungsreichen Partie trennten sich Polen und Russland mit einem gerechten Remis. Nach Vorteilen für die Gastgeber übernahm die Sbornaja Mitte des ersten Durchgangs das Kommando und erzielte die Führung. Bald nach Wiederanpfiff war die Smuda-Elf zurück. Mit offenem Visier suchten die Kontrahenten in der Folge den Dreier - letztlich vergeblich. Leider wurde die Begegnung von schweren Ausschreitungen in Warschaus Innenstadt überschattet.

Jakub Blaszczykowski erzielt das 1:1
Der Moment vor dem 1:1: Jakub Blaszczykowski hämmert den Ball von der Strafraumgrenze ins Tor.
© picture-allianceZoomansicht

Polens Trainer Franciszek Smuda musste im Vergleich zum 1:1 gegen Griechenland auf Stammkeeper Szczesny (Rotsperre) verzichten, für den Tyton ins Tor rückte. Davor durfte Dudka für Rybus ran.

Russlands Coach Dick Advocaat sah keinen Grund, seine Startelf nach dem 4:1 gegen Tschechien zu verändern.

Unter der Leitung des deutschen Referees Wolfgang Stark gehörten die Anfangsminuten zunächst Russland, die erste Gelegenheit aber den Polen: Nach Obraniaks Freistoßflanke erwischte Boenisch den Ball im Fünfer mit dem Kopf - Malafeev wehrte mit Glück und Geschick ab (7.).

Es entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der die Kontrahenten bei Ballgewinn sofort Zug zum gegnerischen Tor entwickelten. Auch die nächste Aktion gehörte den zunächst zweikampfstärkeren Hausherren, als Lewandowskis technisch sehenswerter Volleyschuss aus 20 Metern denkbar knapp über den Winkel rauschte (12.). Dann wurde es erstmals auf der Gegenseite brenzlig, als Arshavin mit Klassepass den umtriebigen Kerzhakov schickte, Perquis aber mit fairer Grätsche die Situation im Strafraum bereinigte (13.).

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Die Kombinationen der frenetisch angefeuerten Smuda-Schützlinge liefen flüssiger, sicherer. Der Mainzer Polanski wurde wunderbar freigespielt und traf ins Tor, das aber wegen Abseitsstellung zurecht nicht zählte (19.).

Das polnische Team investierte immens, zwang die Sbornaja mit viel Laufarbeit in dieser Phase zu Ballverlusten schon im Mittelfeld und schaltete überfallartig um. Nach Dortmunder Ko-Produktion mit Blaszczykowski und Lewandowski brannte es erneut im gegnerischen Strafraum (24.).

Die Advocaat-Elf überstand die Drangphase des Gegners und kam mit ihren Protagonisten Arshavin und Kerzhakov zurück. Kerzhakov verfehlte zwar das Tor mit Kopf und Fuß (25., 29.), leitete aber einen Umschwung der Kräfteverhältnisse ein. Arshavin lenkte, die Russen kontrollierten, Polen zog sich etwas weiter zurück und lauerte auf Konter. Vergeblich.

Alan Dzagoev überwindet Przemyslaw Tyton
Die Führung für Russland: Alan Dzagoev überwindet Polens Keeper Przemyslaw Tyton.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Sbornaja gewann immer mehr an Sicherheit, ließ Ball und Gegner laufen und schlug nach einem Standard unerbittlich zu: Arshavin brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld nach innen, Dzagoev lief außerhalb des Strafraums an und köpfte das Leder aus sechs Metern ins rechte Eck (37.).

Die Antwort der Gastgeber blieb nicht aus, Malafeev entschärfte Blaszczykowskis Knaller aus 14 Metern (40.). Doch auch auf der anderen Seite wurde es nochmals gefährlich, Wasilewski rettete vor Dzagoev (43.). Dann ging es in die Kabine.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte Lewandowski die Großchance zum Ausgleich, zog aber nach Polanskis Pass gegen Keeper Malafeev den Kürzeren. Das Duell des Dortmunders gegen den russischen Keeper fand wenig später seine Fortsetzung, wieder mit besserem Ausgang für den starken Schlussmann (50.).

Es war ein Klassespiel. Polen drückte, Russland aber hielt dagegen, suchte selbst in einem offenen Schlagabtausch offensiv immer wieder das Risiko, ließ es aber an der letzten Präzision fehlen (Zhirkov, 51., 55., Arshavin, 57.).

Das Tor fiel auf der anderen Seite für die energisch attackierenden Gastgeber: Blaszczykowski schnappte sich ein Zuspiel von Obraniak, umkurvte einen russischen Verteidiger und hämmerte das Leder per Linksschuss von halbrechts aus 16 Metern unhaltbar in die linke obere Ecke (57.).

Die Partie nahm eine kleine Verschnaufpause, um nach gut zehn Minuten wieder an Fahrt zu gewinnen. Der polnische Keeper Tyton tauchte rechtzeitig ab und verhinderte Dzagoevs viertes Turniertor (69.), auf der anderen Seite parierte Malafeev in derselben Minute Blaszczykowskis Drehschuss per Fußabwehr.

Mit offenenem Visier suchten die Kontrahenten den Sieg. Kraftraubend ging es auch in der Endphase schnell hin und her zwischen den Strafräumen. Die Klarheit in den Aktionen fehlte nun, Chancen blieben Mangelware. Boenisch knallte drüber (77.) - es war die letzte größere Gelegenheit eines spektakulären Spiels.

Leider wurde die Partie von schweren Ausschreitungen in Warschaus Innenstadt überschattet.

Polen spielt am Samstag um 20:45 gegen Tschechien, während Russland zeitgleich auf Griechenland trifft.

12.06.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Polen
Aufstellung:
Tyton (2) - 
Piszczek (3,5) , 
Wasilewski (2,5) , 
Perquis (3) , 
Boenisch (2,5) - 
Dudka (3)    
Polanski (2,5)        
Murawski (2,5) - 
Blaszczykowski (1,5)    
Obraniak (3)    
Lewandowski (3)    

Einwechslungen:
73. Mierzejewski für Dudka
85. Matuschyk für Polanski
90. + 3 Pa. Brozek für Obraniak

Trainer:
Smuda
Russland
Aufstellung:
Malafeev (1,5) - 
Anyukov (3,5) , 
Ignashevich (2,5) , 
Zhirkov (3) - 
Denisov (3)    
Shirokov (3) , 
Zyryanov (3,5) - 
Dzagoev (2,5)            
Arshavin (3) - 
Kerzhakov (3,5)    

Einwechslungen:
70. Pavlyuchenko für Kerzhakov
79. Izmaylov für Dzagoev

Trainer:
Advocaat

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dzagoev (37., Kopfball, Arshavin)
1:1
Blaszczykowski (57., Linksschuss, Obraniak)
Gelbe Karten
Polen:
Lewandowski
(1. Gelbe Karte)
,
Polanski
(1.)
Russland:
Denisov
(1. Gelbe Karte)
,
Dzagoev
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
12.06.2012 20:45 Uhr
Stadion:
Nationalstadion, Warschau
Zuschauer:
55920 (ausverkauft)
Spielnote:  2
intensives, temporeiches und spannendes Spiel, dem nur mehr Tore fehlten.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
4:6
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
bis auf kleinere Fehler bei der Beurteilung von Zweikämpfen, zum Beispiel vor Dzagoevs Gelber Karte wegen Meckerns, eine souveräne Spielleitung.
Spieler des Spiels:
Jakub Blaszczykowski
Unermüdlicher Antreiber, über den fast alle Angriffszüge liefen. Erzielte ein herrliches Tor zum Ausgleich.
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