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Frankreich

Frankreich

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
Griechenland

Griechenland


FRANKREICH
GRIECHENLAND
15.
30.
45.


60.
75.
90.








Viertelfinale, Frankreich - Griechenland 0:1 (0:0)

Griechen schalten Titelverteidiger aus!

Jacques Santini, Nationalcoach des Titelverteidigers, musste im Estadio José Alvalade auf einen seinen wichtigsten Spieler verzichten: Der defensive Mittelfeldstratege Vieira fehlte wegen einer Muskelverletzung, für den Arsenal-Profi stand Dacourt in der Startelf. Des Weiteren vertrat Gallas Bayern-Profi Sagnol, der sich im Spiel gegen die Schweiz (3:1) den linken Unterarm brach. Im Vergleich zur 1:2-Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Russland stellte Griechenlands Trainer Otto Rehhagel sein Team auf drei Positionen um: Fissas spielte für Venetidis in der Abwehr, der zuletzt Gelb-gesperrte Karagounis kehrte für Papadopoulos ins Mittelfeld zurück, Vryzas (Gelb-Sperre) wurde durch Nikolaidis ersetzt.


Das Viertelfinale im Überblick


In der Anfangsviertelstunde offenbarten beide Teams Schwierigkeiten, in die Partie zu finden. Nervosität auf beiden Seiten führte zu etlichen Stockfehlern im Spielaufbau. Besonders den Franzosen fiel es schwer, gegen die kompakten Griechen Druck auszuüben.

Nach 15 Minuten folgte dann der Weckruf für die 45 390 Zuschauer im nicht ausverkauften Estadio José Alvalade: Nach einer Freistoß-Flanke durch Karagounis aus dem linken Halbfeld rutschte Katsuranis in den Ball, doch Frankreichs Keeper Barthez und der rechte Innenpfosten verhinderten die Führung der Hellenen.

Die Aktion gab den Griechen zusätzliches Selbstvertrauen, während die Verunsicherung beim Titelverteidiger noch größer wurde. Die "Equipe tricolore" blieb im ersten Abschnitt nahezu alles schuldig: Behäbig, statisch und ohne jeglichen Spielwitz präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Jacques Santini. Griechenlands Torhüter Nikopolidis musste in den ersten 45 Minuten kein einziges Mal ernsthaft eingreifen!

Auf der anderen Seite setzten aber auch die Griechen nicht entschlossen genug nach, um die offensichtliche Schwäche der Franzosen auszunutzen. Karagounis probierte es nach 27 Minuten mit einem Schuss aus rund 14 Metern, doch Barthez war auf dem Posten. Zehn Minuten später musste der 32-Jährige sein ganzes Können aufbieten, um einen Fissas-Schuss zu entschärfen. Ansonsten schleppte sich die schwache Partie ohne größere Höhepunkte dem Pausenpfiff entgegen.

Ohne personelle Änderungen kamen beide Teams wieder aus den Kabinen. Und die Franzosen hatten gleich eine gute Aktion durch Henry, doch der Schuss des Starstürmers vom englischen Meister FC Arsenal ging knapp am rechten Pfosten vorbei (48.). Die "Blauen" begannen den zweiten Abschnitt deutlich engagierter und mit mehr Risiko nach vorne. Die Schützlinge von Trainer Otto Rehhagel standen aber weiterhin taktisch diszipliniert und nahmen geschickt das Tempo aus der Partie.

Es folgte die bis dato stärkste Phase des Titelverteidigers. Zunächst musste Kapsis in höchster Not gegen Lizarazu und Henry klären (56.), wenig später verhinderte Zagorakis gegen Gallas Schlimmeres (58.).

Und dann der Schock für den hohen Favoriten: Zagorakis setzte sich auf der rechten Seite gekonnt gegen Lizarazu durch. Der griechische Kapitän schlug eine genau getimte Flanke auf Charisteas. Der Werder-Stürmer stand völlig frei und traf per Kopf zum 1:0 für die Griechen (65.). Frankreichs Keeper Barthez war beim Gegentreffer ohne jede Abwehrchance.

Jacques Santini reagierte umgehend und schickte mit Saha und Wiltord zwei frische Offensivkräfte auf den Platz, wenig später kam auch noch Rothen vom Champions-League-Finalisten AS Monaco. Doch die Franzosen agierten weiterhin viel zu einfallslos, um die gut gestaffelte Abwehr der Hellenen in Verlegenheit zu bringen.

Ohne Konzept und spielerische Linie drückte der Titelverteidiger in der Schlussphase auf den Ausgleichstreffer, doch das Tor von von Griechenlands Keeper Nikopolodis brachten sie nur noch einmal in Gefahr: Drei Minuten vor Spielende kam Henry völlig frei zum Kopfball, doch der 26-Jährige verfehlte aus kurzer Distanz sein Ziel. Griechenland brachte ansonsten den größten Erfolg bei internationalen Turnieren ohne große Schwierigkeiten über die Zeit.

Durch ein sensationelles 1:0 (0:0) über Frankreich steht Griechenland im Halbfinale der EURO 2004. Allerdings war das Team des Titelverteidigers nur noch ein Schatten vergangener glanzvoller Tage. Das entscheidende Tor für die disziplinierten Hellenen erzielte Angelos Charisteas vom deutschen Meister Werder Bremen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Frankreich
Aufstellung:
Barthez (3) - 
Gallas (4,5) , 
Thuram (4) , 
Silvestre (4) , 
Lizarazu (4) - 
Dacourt (5)    
Makelele (4,5) - 
Zidane (4,5)    
Pires (5,5)    
Trezeguet (5,5)    
Henry (4)

Einwechslungen:
72. Wiltord für Dacourt
72. Saha     für Trezeguet
79. Rothen für Pires

Trainer:
Santini
Griechenland
Aufstellung:
Nikopolidis (3) - 
Seitaridis (2,5) , 
Dellas (2,5) , 
Kapsis (3) - 
Basinas (3,5)    
Katsouranis (3,5) , 
Fyssas (3) - 
Zagorakis (2)    
Karagounis (3)    
Charisteas (2)    
Nikolaidis (5)    

Einwechslungen:
60. Lakis (3,5) für Nikolaidis
85. Tsiartas für Basinas

Trainer:
Rehhagel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Charisteas (65., Kopfball, Zagorakis)
Gelbe Karten
Frankreich:
Zidane
(1. Gelbe Karte)
,
Saha
(1.)
Griechenland:
Karagounis
(3. Gelbe Karte)
,
Zagorakis
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
25.06.2004 20:45 Uhr
Stadion:
Estadio José Alvalade, Lissabon
Zuschauer:
45390
Spielnote:  4,5
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
2:3
Schiedsrichter:
Anders Frisk (Schweden)   Note 2,5
souveräner Auftritt, lediglich in Einzelfällen zu nachsichtig beim Verteilen Gelber Karten. Hätte Makelele nach grobem Einsteigen gegen Zagorakis zwingend verwarnen müssen (54.).
Spieler des Spiels:
Angelos Charisteas
Im Stile eines eiskalten Torjägers sorgte der Bremer mit einem perfekten Kopfball für die Sensation. Ballsicher und zweikampfstark.

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