Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Deutschland

Deutschland

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
Tschechien

Tschechien


DEUTSCHLAND
TSCHECHIEN
15.
30.
45.



60.
75.
90.










Gruppe D, Deutschland - Tschechien 1:2 (1:1)

Die DFB-Elf fährt heim

Deutschlands Teamchef Rudi Völler kehrte zurück zur Taktik des Auftaktspiels gegen die Niederlande ( 1:1 ). Also mit Kuranyi als einziger Spitze und einem kompakten Mittelfeld. Allerdings stellte Völler im Gegensatz zum Lettland-Spiel ( 0:0 ) hinten auf eine Dreierkette um, die von Rückkehrer Jens Nowoty (nach Knieproblemen) organisiert wurde. Baumann saß dafür nur auf der Bank, für den Herthaner Fredi Bobic ruschte Bastian Schweinsteiger erstmals in die Startformation.

Tschechiens Trainer Karel Brückner hatte aus seiner Aufstellung ein großes Pokerspiel gemacht. Letztlich standen im Vergleich zum 3:2 gegen die Niederlande nur zwei Spieler auch gegen die DFB-Elf in der tschechischen Startformation: Das waren die Abwehrstrategen Jiranek und der mit einer Gelben Karte vorbelastete Galasek. Brückner schenkte somit neun neuen Spielermn sein Vertrauen, darunter der Münchner "Löwe" Roman Tyce, der Neu-Bochumer Vratislav Lokvenc und der Ex-Hamburger Marek Heinz.


Der aktuelle Stand in der Gruppe D


Deutschland ging bedächtig in die Partie, wollte keinesfalls den Tschechen ins offene Messer rennen und spielte zunächst aus einer sicheren Deckung heraus.

Trotzdem fand der erste Aufreger im deutschen Strafraum statt: Nach einer Freistoßflanke von Heinz verlängerte Lokvenc mit der Fußspitze, doch Jiranek konnte bedrängt von Kuranyi aus kurzer Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen (4.). Kahn schnappte sich das Leder und wurde dabei leicht von Kuranyi am Oberschenkel verletzt, doch nach einer kurzen Behandlungspause konnte der Nationalkeeper des DFB weiterspielen.

Die Völler-Elf war sichtlich bemüht, Ruhe in ihre Aktionen zu bringen und wagte sich langsam Richtung tschechisches Tor, ohne dies jedoch groß in Gefahr zu bringen. So fiel der Führungstreffer für die Deutschen auch recht überraschend: Schneider hatte sich nach einer Ecke auf der linken Seite den Ball wieder erkämpft und spielte am Strafraum quer zu Schweinsteiger. Der Bayern-Mittelfeldspieler legte ab auf Kollege Ballack, der nicht lange fackelte und den Ball aus 18 Metern in den linken Torwinkel jagte (21.).

Für eine kurze Phase brachte das Führungstor Sicherheit in das deutsche Spiel, das nun über mehrere Stationen kombinationssicher lief. Dieser Zustand endete abrupt, als Marek Heinz nach einem Foul von Lahm an ihm selbst den direkten Freistoß aus 26 Metern ins rechte obere Eck zirkelte (29.). Das Gegentor wirkte wie ein Schock, nur Ballack, Kuranyi und mit Abstrichen Schweinsteiger erweckten den Eindruck noch vor der Pause auf den nächsten Treffer zu drängen, was der neu zusammengestellten tschechischen Mannschaft keinerlei Kopfzerbrechen bereitete.

Direkt mit Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit, die die Deutschen mit Podolski für Frings begannen, leistete sich Nowotny einen haarsträubenden Fehlpass am eigenen Strafraum und Lokvenc hätte nach einer Heinz-Flanke beinahe das 2:1 erzielt, doch der Bundesliga-Profi konnte den Ball nicht mehr entscheidend platzieren, und Kahn klärte (46.).

Die Völler-Elf versuchte nun trotz der spürbaren Verunsicherung das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Doch die Angriffe blieben noch zu zaghaft, oder wurden schon zu frühzeitig aus der zweiten Reihe abgeschlossen, oder der entscheidende Pass wurde von der tschechischen Abwehr abgeblockt.

Dabei wurde immer offensichtlicher, dass ohne Ballacks Einzelaktionen oder Lahms Flügelläufe keiner für Torgefahr oder Schwung im deutschen Spiel sorgen konnte. So wie in der 66. Minute: Lahm hatte sich auf links durchgedribbelt und Ballack bedient, dessen Schuss klatschte gegen den Pfosten und Schneider brachte das Kunststück fertig, den zurückprallenden Ball genau auf Keeper Blazek zu platzieren. Oder in der 70. Minute: Wieder hatte Lahm geflankt und Schneider köpfte völlig freistehend aus sechs Metern drüber.

Dennoch schien diese Doppelchance die deutsche Elf zu wecken, deren Angriffe nun wütender wurden. Dabei entblößte die Völler-Elf die Defensive und machte sich so für Konter anfällig. Der mittlerweile eingewechselte Baros nutzte nach einem Zuspiel von Heinz dies eiskalt aus und versetzte Deutschland den endgültigen K.o. (77.). In der verbleibenden Zeit setzte die deutsche Elf zwar noch mal alles daran, ins Spiel zurückzukommen, doch ließ sich die tschechische Defensive nicht mehr aus der Reserve locken.

Deutschland scheidet wie vor vier Jahren bei der EM in der Vorrunde aus - erneut ohne Sieg. Gegen die Tschechen spielte die Völler-Elf zu zaghaft nach vorne und schnupperte nur während 15 druckvollen Minuten im zweiten Durchgang am Viertelfinale. Die Tschechen holen dagegen den dritten Sieg im dritten Spiel und die Niederländer gewinnen gegen die Letten glatt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Kahn (2,5)    
A. Friedrich (3,5) , 
Nowotny (5)    
Wörns (4)    
Lahm (3,5)    
Frings (5)    
Hamann (5)    
B. Schneider (4,5) , 
Ballack (2,5)    
B. Schweinsteiger (3)    

Einwechslungen:
46. Podolski (4,5) für Frings
79. Klose für Hamann
86. Jeremies für B. Schweinsteiger

Trainer:
Völler
Tschechien
Aufstellung:
Blazek (2,5) - 
Jiranek (4,5) , 
Bolf (3,5) , 
Rozehnal (3,5) , 
Mares (4) - 
Galasek (3)    
Tyce (3)    
Plasil (4)    
Heinz (2,5)    
Vachousek (4) - 
Lokvenc (3,5)    

Einwechslungen:
46. Hübschman (4) für Galasek
59. Baros (2,5)     für Lokvenc
70. Poborsky für Plasil

Trainer:
Brückner

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ballack (21., Linksschuss, B. Schweinsteiger)
1:1
Heinz (30., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:2
Baros (77., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Deutschland:
Nowotny
(1. Gelbe Karte)
,
Lahm
(1.)
,
Wörns
(1.)
Tschechien:
Tyce
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
23.06.2004 20:45 Uhr
Stadion:
Estadio José Alvalade, Lissabon
Zuschauer:
46349
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
10:4
Eckenverhältnis:
9:1
Schiedsrichter:
Terje Hauge (Norwegen)   Note 2
fehlerlose Spielleitung.
Spieler des Spiels:
Marek Heinz
Überragende erste Halbzeit, schoss ein Traumtor und war immer anspielbar. In der deutschen Druckphase mit Ballsicherheit wertvoll.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine