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Schweiz

Schweiz

1
:
3

Halbzeitstand
1:1
Frankreich

Frankreich


SCHWEIZ
FRANKREICH
15.
30.
45.



60.
75.
90.











Gruppe B, Schweiz - Frankreich 1:3 (1:1)

Henry besorgt per Doppelpack einen schmucklosen Sieg

Der Schweizer Trainer "Köbi" Kuhn stellte nach dem 0:3 gegen England auf fünf Positionen um: Henchoz, Cabanas, Gygax, Vogel und Vonlanthen ersetzten Haas (Gelb-Rot-Sperre), Celestini, Huggel, Chapuisat und den von der UEFA gesperrten Frei.

Frankreichs Trainer Jaques Santini baute nach dem 2:2 gegen Kroatien auf vier Positionen um: Gallas, Dacourt, Desailly und Wiltord blieben zunächst draußen, dafür rutschten Lizarazu, Makelele, Pires und Sagnol in die Startformation.


Stimmen zum Spiel Die Gruppe B auf einen Blick


Nach einem flotten Beginn der Franzosen, der ohne nennenswerte Torchance blieb, zogen die Schweizer aus einer sicheren Defensive ihr Spiel auf. Dabei agierte die Mannschaft um den Stuttgarter Hakan Yakin recht schnörkellos nach vorne und bedrängte so das Tor von Frankreichs Keeper Barthez. Die größte Führungschance für den Außenseiter hatte Hakan Yakin, doch dessen Freistoß aus 23 Metern lenkte Barthez gerade noch über die Latte (15.).

Frankreich wirkte ab der 5. Minute doch recht einfallslos im Offensivspiel. In Führung ging es doch. Nach einer Ecke von Pires verschätzte sich der ehemalige Gladbacher Keeper Jörg Stiel kolossal und Zidane köpfte zum 1:0 für die Franzosen ein (20.). Für den Kapitän des amtierenden Europameisters war es der vierte Treffer des Turniers.

Das Tor gab den Franzosen ein wenig Aufwind, nun konnten sie sich etwas in der Schweizer Hälfte festsetzen. Als sich Silvestre jedoch in der eigenen Hälfte einen schlimmen Fehlpass im Aufbau leistete, zeigte auch die Kuhn-Elf ihre spielerische Klasse: Cabanas schob die Kugel zentimetergenau in die Gasse für Vonlanthen, und der 18-jährige Stürmer vom PSV Eindhoven markierte mit einem Schuss ins lange Eck gekonnt den verdienten Ausgleich (26.) - Barthez war beim ersten Schweizer Tor bei der EURO machtlos.

Nach dem Gegentreffer zum 1:1 wirkten die Franzosen geschockt, die Schweizer bestimmten sogar das Geschehen, wenn sie es auch nicht schafften, weitere Torchancen herauszuspielen. Um die französische Abwehrkette stärker unter Druck zu setzen, hätte das Schweizer Mittelfeld energischer nachrücken müssen. Ohne diese Unterstützung war der agile Vonlanthen zu sehr auf sich alleine gestellt. Trotzdem präsentierte sich diese verjüngte Schweizer Mannschaft wesentlich verbessert im Vergleich zu den beiden anderen Gruppenspielen.

Die "Equipe Tricolore" reagierte nur, anstatt gegen die anrennenden Schweizer zu agieren. Paradoxerweise hatten die Franzosen noch eine weitere Großchance vor dem Wechsel: Nach einer scharfen Hereingabe von Zidane stand Henry am zweiten Pfosten sträflich frei, doch der Arsenal-Stürmer köpfte knapp daneben.

Im zweiten Abschnitt hatte es zunächst den Anschein, als wären die Franzosen mit dem Remis zufrieden. Zwar verzeichneten sie ein optisches Übergewicht und hatten hie und da die eine oder andere Halbchance, doch insgesamt spielten sie wenig druckvoll nach vorne.

Die Schweizer hingegen machten aus ihren Möglichkeiten das Beste. Defensiv standen die Eidgenossen gut gestaffelt und hatten zudem eine recht gute Raumaufteilung. Nach etwas mehr als einer Stunde versuchten die Franzosen ihr Flügelspiel zu verstärken, doch die Schweiz hielt tapfer dagegen. Allerdings nur bis zur 76. Minute: Dann schlug Silvestre einen weiten Freistoß auf den Sekunden zuvor eingewechselten Saha, der per Kopf zu Henry verlängerte, und der beste Goalgetter der englischen Premier League vollstreckte überlegt aus kurzer Distanz zum 2:1. Nun war der Widerstand der Schweizer gebrochen, doch der Torhunger von Henry war noch nicht gestillt. Frankreichs Nummer 14 schnappte sich kurz nach der Mittellinie die Kugel, ließ Murat Yakin stehen und vollstreckte aus 13 Metern eiskalt ins kurze Eck (84.).

Die phasenweise zu passiv agierenden Franzosen ziehen mit einem schmucklosen 3:1-Sieg gegen die Schweiz ins Viertelfinale ein. Dort trifft der amtierende Europameister auf die Griechen von Otto Rehhagel. Die Schweiz muss als Gruppenletzter die Heimreise antreten, wobei die Eidgenossen beim letzten Auftritt ihre stärkste Leistung zeigten.

Noten folgen am Donnerstag

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schweiz
Aufstellung:
Stiel (4,5) - 
Henchoz (4,5)    
M. Yakin (3) , 
Müller (4) , 
Spycher (3,5) - 
Vogel (3) - 
Cabanas (2,5) , 
Wicky (3,5)    
H. Yakin (4)        
Gygax (4)    
Vonlanthen (3)    

Einwechslungen:
60. Huggel (5)     für H. Yakin
85. Magnin für Henchoz
85. Rama für Gygax

Trainer:
Kuhn
Frankreich
Aufstellung:
Barthez (2,5) - 
Sagnol (4)    
Thuram (3) , 
Silvestre (4) , 
Lizarazu (3,5) - 
Vieira (3) , 
Makelele (4) - 
Zidane (3)    
Pires (3) - 
Trezeguet (4)    
Henry (2)            

Einwechslungen:
46. Gallas (3,5)     für Sagnol
75. Saha für Trezeguet
90. + 2 Boumsong für Gallas

Trainer:
Santini

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Zidane (20., Kopfball, Pires)
1:1
Vonlanthen (26., Rechtsschuss, Cabanas)
1:2
Henry (76., Linksschuss, Saha)
1:3
Henry (84., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Schweiz:
H. Yakin
(1. Gelbe Karte)
,
Wicky
(1.)
,
Huggel
(2.)
Frankreich:
Henry
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
21.06.2004 20:45 Uhr
Stadion:
Cidade de Coimbra, Coimbra
Zuschauer:
28111
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
4:8
Eckenverhältnis:
1:7
Schiedsrichter:
Lubos Michel (Slowakei)   Note 2
immer Herr der Lage, entlarvte auch Henrys Faller als Schwalbe.
Spieler des Spiels:
Thierry Henry
Entschied mit seiner Kaltschnäutzigkeit per Doppelschlag in der Schlussphase die Partie. Sehenswert das Solo zum 3:1.

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