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Frankreich

Frankreich

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
England

England


FRANKREICH
ENGLAND
15.
30.
45.

60.
75.
90.
















Gruppe B, Frankreich - England 2:1 (0:1)

Zidane nimmt Englands späte Geschenke an

Im mit viel Spannung erwarteten Topspiel der Gruppe B zwischen Frankreich und England gab es auf Seiten des amtierenden Europameisters keine Überraschungen. Trainer Jacques Santini vertraute auf eine Viererkette, in der der Ex-Bayer Lizarazu auf der linken Seite spielte. Sein Münchener Pendant auf der rechten Außenbahn, Willy Sagnol, blieb zunächst auf der Bank. Die Innenverteidigung bildeten Thuram und Silvestre, Desailly musste weichen. Davor postierten sich im defensiven Mittelfeld Vieira und Makelele vor dem offensiven Quartett Pires, Zidane, Henry und Trezeguet. Bei den Engländern fiel bei der Aufstellung ein Name ins Auge: Der 23-jährige King (Tottenham Hotspur) bildete mit Campbell die Innenverteidigung, da Terry (Muskelprobleme) angeschlagen war und für die zwei restlichen Gruppenspiele geschont wurde. Beckham kam wie gewohnt über die rechte Mittelfeldseite, links spielte der erfahrene Scholes. Das Angriffsduo bildete der junge Rooney und der Liverpooler Owen.


Der aktuelle Stand in der Gruppe B Stimmen zu den Spielen


Im ausverkauften Stadion da Luz beschränkten sich die beiden Spitzenteams auf ein langsames Abtasten und mieden den offenen Schlagabtausch. Nach 13 Minuten dann die erste Torchance für die Franzosen: Zidane kam aus 20 Metern frei zum Schuss, verfehlte aber das Tor um gut einen Meter. Nur eine Minute später sorgte ein Kopfball von Trezeguet nach Flanke von Vieira für Gefahr. Das Leder flog jedoch knapp über die Querlatte. Nach dieser Doppelchance nahm die Truppe von Jacques Santini immer mehr das Heft in die Hand. Kombinationssicherer, zweikampfstärker und ideenreicher agierten die Franzosen, während England sich schwer tat, das hohe Tempo mitzugehen und sich immer mehr zurückzog. Der Effekt für die Eriksson-Truppe war jedoch positiv: Der Europameister fand gegen die jetzt defensiver eingestellten Engländer weniger Lücken und gab die Zügel aus der Hand. So gingen - wenn auch ein wenig überraschend - die Kicker von der Insel in Führung. Beckham brachte einen Freistoß von halbrechts ins Sturmzentrum, Lampard netzte mit dem Kopf unhaltbar ins rechte, obere Toreck ein (38.). Silvestre kam im Duell gegen den Mittelfeldakteur vom FC Chelsea zu spät. Mit einem 0:1-Rückstand für die "Equipe Tricolore" ging es in der chancenarmen, aber dennoch nicht unattraktiven Partie in die Halbzeit. Durchaus erwähnenswert, dass der deutsche Schiedsrichter Dr. Markus Merk erst in der 49. Minute die erste Gelbe Karte zücken musste. Nur zwei Minuten später stand der Referee aus Kaiserslautern erneut im Mittelpunkt. Nach einer Flanke von Henry nahm Gary Neville die Hand zur Hilfe, der Unparteiische erkannte aber keine Absicht des Außenverteidigers. In der Folgezeit glichen sich die Bilder immer mehr: Anrennende Franzosen versuchten, das Bollwerk der "Three Lions" zu knacken. Teilweise griff die Eriksson-Truppe erst 25 Meter vor dem eigenen Kasten an und wartete auf Konterchancen. Und tatsächlich: Mit dem ersten Tempogegenstoß holte Rooney im Zweikampf gegen Silvestre einen Elfmeter heraus. Die Vorentscheidung war dies jedoch noch nicht. Keeper Barthez wehrte den halbhohen Schuss von Kapitän Beckham ins linke Eck ab. Weniger elegant hielt der französische Schlussmann kurz danach einen Schuss des eingewechselten Vassell. Den Aufsetzer aus 25 Metern hielt der 32-jährige Schlussmann mit der Nase. Eigentlich rechnete keiner mehr mit den verzweifelten Franzosen - bis zur Nachspielzeit. In der 92. Minute traf Zidane per Freistoß aus 18 Metern ins Torwarteck zum Ausgleich. Und damit nicht genug: Zwei Minuten später erlief Henry einen vollkommen unnötigen Rückpass von Gerrard zu Keeper James. Der Schlussmann wusste sich gegen den französischen Stürmer nur mit einem Foul zu helfen. Vom Punkt machte Zidane es besser als sein Madrider Mannschaftskollege und ließ James keine Chance. Schon wie der sichere Sieger sahen die defensiv eingestellten Engländer aus, die kurz vor Abpfiff trotz ihrer spielerischen Unterlegenheit und dank ihres Kampfgeistes in Front lagen. Doch dann kam die Nachspielzeit, in der Zidane für die "Equipe Tricolore" unnötige Fehler der Engländer bestrafte und das Spiel drehte.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Frankreich
Aufstellung:
Barthez (2,5) - 
Gallas (3) , 
Thuram (3) , 
Silvestre (5)        
Lizarazu (4,5) - 
Vieira (3,5) , 
Makelele (4)    
Pires (4)        
Zidane (2,5)        
Henry (5) , 
Trezeguet (4,5)

Einwechslungen:
76. Wiltord für Pires
79. Sagnol für Silvestre
90. + 4 Dacourt für Makelele

Trainer:
Santini
England
Aufstellung:
D. James (3)    
G. Neville (3) , 
King (2,5) , 
S. Campbell (2,5) , 
A. Cole (3) - 
Beckham (4) , 
Gerrard (3) , 
Lampard (2,5)        
Scholes (2,5)        
Owen (4,5)    
Rooney (3,5)    

Einwechslungen:
69. Vassell für Owen
76. Hargreaves für Scholes
76. Heskey für Rooney

Trainer:
Eriksson

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lampard (38., Kopfball, Beckham)
1:1
Zidane (90. + 1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)
2:1
Zidane (90. + 3, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Henry)
Gelbe Karten
Frankreich:
Pires
(1. Gelbe Karte)
,
Silvestre
(1.)
England:
Scholes
(1. Gelbe Karte)
,
Lampard
(1.)
,
D. James
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Barthez hält Foulelfmeter von Beckham (73.)

Spielinfo

Anstoß:
13.06.2004 20:45 Uhr
Stadion:
Estadio da Luz, Lissabon
Zuschauer:
65272 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
3:2
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Dr. Markus Merk (Otterbach)   Note 1,5
hatte das im Vorfeld als höchst brisant eingestufte Spiel so gut im Griff, dass es nie zu Problemen kam.
Spieler des Spiels:
Zinedine Zidane
Zwei Standardsituationen, zwei Tore. 90 Minuten lang lief er sich immer wieder fest - doch am Ende war er der strahlende Held.

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