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08.07.2016, 13:24

Zwölf Jahre später möchte CR7 die Tränen vergessen lassen

Ronaldo und die Sehnsucht nach der Freudenträne

Zwei große Spiele hat Cristiano Ronaldo bislang bei dieser Europameisterschaft absolviert: Im dritten Gruppenspiel gegen Ungarn (3:3) schoss CR7 die Seleçao mit zwei Treffern und einer Vorlage ins Achtelfinale, dann glänzte der Real-Star mit einem Tor und einem Assist beim 2:0 im EM-Halbfinale gegen Wales. Folgt nun Glanzstück Nummer drei, das ihm und seinem Land zum ersten großen Titel auf Länderebene verhilft?

Cristiano Ronaldo
Hand aufs Herz, Hand aufs Portugal-Wappen: Cristiano Ronaldo will sich und seinem Land die europäische Krone aufsetzen.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich habe immer davon geträumt, etwas mit Portugal zu gewinnen", sagt Cristiano Ronaldo und ergänzt voller Pathos. "Ich verdiene es, Portugal verdient es, die Fans verdienen es, jeder Portugiese verdient es."

Nun hat das ganze Land und allen voran CR7 die Möglichkeit, die häufig tristen Geschichten der Vergangenheit mit einem Titelgewinn aufzuwiegen. Schließlich hat es die Selecçao nie geschafft, eine EM oder eine WM zu gewinnen - trotz teils guter Leistungen: Bei der Weltmeisterschaft 1966 stand am Ende der dritte Platz zu Buche, bei der Europameisterschaft 2004 hieß es schlussendlich nach der Finalniederlage gegen Griechenland Rang zwei. Von der 2:3-Pleite gegen Deutschland im EM-Viertelfinale 2008 reden die Iberer ohnehin nicht gern.

CR7: Dreimal Champions League & mehr

Jetzt trennt die Selecçao erneut nur ein weiterer Sieg vom großen Wurf, ein Erfolg am Sonntag (21 Uhr) im EM-Finale 2016 gegen Gastgeber und Deutschland-Bezwinger Frankreich fehlt "nur" noch. Cristiano Ronaldo trennt ein weiterer Sieg vor der Vollendung seiner ohnehin schon famosen Karriere mit drei Champions-League-Triumphen (2008, 2014, 2016), einer spanischen und drei englischen Meisterschaften sowie drei Pokalsiegen (FA Cup, zweimal Copa del Rey).

Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo stieß einen lauten Freudenschrei nach dem 2:0 gegen Wales aus.
© Getty Images

Wie sehr der Weltfußballer von 2008, 2013 und 2014 dieses Erfolgserlebnis im Trikot seines Heimatlandes will, macht er in diesen Tagen immer wieder deutlich. Zum Beispiel mit dem Satz: "Der EM-Titel ist etwas, das ich wollte, nachdem ich die Champions League gewonnen hatte. Ich hoffe, ich weine am Sonntag Freudentränen."

Selfie-Spaß und die Erinnerung an die "Goldene Generation"

Der Offensivstar von Real Madrid geht die Jagd nach seinem großen Ziel aber keineswegs verkrampft an, sein Erfolgsgeheimnis liegt offenbar in der Lockerheit. Vor dem Halbfinale posierte der 31-Jährige lächelnd für ein Selfie mit einem Tänzer aus dem Vorprogramm. Ein weiteres Kind, das sich neben der Mannschaft vor dem Spiel aufs Foto drängte, grinste er freundlich. Zudem hatte er schon nach dem 0:0 gegen Österreich am 2. Spieltag einen Flitzer ein Foto von ihm schießen lassen.

Rekorde seien ferner für ihn immer schön, er habe schon viele gebrochen und werde noch mehr brechen, erklärte Cristiano Ronaldo mit einem Strahlen in den Augen gewohnt selbstbewusst. Aber er sagte eben auch: Die Rekorde kämen automatisch, "entscheidend war, dass wir ins Finale eingezogen sind".

Luis Figo und Cristiano Ronaldo
2004 sollte es nicht sein, nun hat Cristiano Ronaldo erneut die Chance in einem EM-Finale - im Gegensatz zu Legende Luis Figo.
© picture allianceZoomansicht

Und eben dort standen die Portugiesen mit CR7 vor zwölf Jahren schon einmal - im eigenen Land, in Lissabon. Gegen den Außenseiter Griechenland. Gegen das von Otto Rehhagel trainierte Hellas, das dank Held Angelos Charisteas der damaligen Goldenen Generation um Rui Costa, Deco sowie Luis Figo eine bittere 0:1-Niederlage beibrachte. Der damals 19-jährige Cristiano Ronaldo hockte nach dem Schlusspfiff tränenüberströmt auf dem Rasen. Weltstar Luis Figo legte seinen Arm tröstend um seine Schulter. Trost möchte der heute 31-Jährige am Sonntag in Paris St. Denis keinen mehr bekommen: "Jetzt ist es anders. Das war mein erstes Finale, mein Debüt. Jetzt sind zwölf Jahre vergangen."

Zwölf lange Jahre, in denen sich unter dem Auge von Cristiano Ronaldo eine gewaltige Freudenträne gebildet haben könnte, die nun am 10. Juli 2016 fließen soll.

mag/sid

 
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weitere Infos zu Cristiano Ronaldo

Vorname:Cristiano Ronaldo
Nachname:Dos Santos Aveiro
Nation: Portugal
Verein:Juventus Turin
Geboren am:05.02.1985

weitere Infos zu Fernando Santos

Vorname:Fernando
Nachname:Santos
Nation: Portugal


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