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kkjohannes
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30.06.16, 14:49

Eher Angst als Willensschwäche

Das Argument von K_S_ finde ich sehr stichhaltig; auch die deutsche Nationalmannschaft hat noch mal einen Schritt nach vorne gemacht durch die Auslandswechsel von Khedira, Özil und Kroos.

Eins kommt mir aber zu kurz, und zwar der mentale Druck, der auf den Spielern lastet. In der Quali und den Testspielen, speziell gegen Deutschland, habe ich kein Mentalitätsproblem gesehen, ich glaube auch nicht, dass man den Spielern den Willen absprechen kann, höchstens einzelnen Spielern das Durchhaltevermögen. Deshalb hat es mich geärgert, dass James Milner kein Stammspieler war, der hat für Liverpool das Spiel gegen Dortmund rumgerissen. Fußballerisch ist er etwas schwächer, aber im Kopf ist er hellwach. Wenn man gesehen hat, wie die englischen Angriffe 75 Minuten lang immer alibihafter wurden und der Abschluss nur gesucht wurde um den Ball irgendwie loszuwerden, deute ich das als Panik. Und Rooney hat zu viel mit sich selbst zu tun um noch ein ganzes Land anzuführen, auch das sollte ein Trainer mal begreifen.

Überhaupt: einen guten Teil der Schuld hat Hodgson! Kane durchspielen zu lassen, der das gesamte Turnier gespielt hat wie ein Untoter auf Valium, während Vardy bei jeder einzelnen Einwechslung eine Verbesserung gebracht hat, ist völlig unverständlich! Ebenso die viel zu späte Einwechslung von Rashford.

Mit den Akademien hat es wohl das Wenigste zu tun; in Deutschland haben gerade die uns aus dem fußballerischen Alptraum der 90er gerettet.
K_S_
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30.06.16, 07:39

Keine Legionäre

Also diese sogenannte 'Academy Generation' gibts nicht nur in England, also ist das - wenn überhaupt - nur ein Teilgrund des desaströsen Ausscheidens gegen Island.

Englands einziger wirklicher 'Star' (meiner Meinung nach) ist Wayne Ronney, aber der ist auch nicht mehr der Jüngste und gegen Island war er ein Totalausfall.
Und ich dachte eigentlich, Ronney ist ein Stürmer. Warum der bei der EM den Taktgeber im Mittelfeld spielen musste, hab ich nie verstanden.

Ansonsten hat England viele junge, talentierte Spieler, die aber bisher nur in der eigenen, vielleicht doch zu hoch eingestufen Premiere League mehr oder weniger glänzen konnten.
ABER einen richtig guten Spieler, der sich schon über Jahre bewährt hat sehe ich derzeit nicht.

Kein einziger Legionär... Sowas gibts glaub ich sonst nur in Russland und deren EM verlief ja irgendwie ähnlich.
Kein Engländer, de sich auch mal in einer anderen Top Liga beweisen musste, der sich auch mal in einen fremden Land, einer fremden Kultur anpassen musste.
Nur Spieler, die bisher auf der Insel in dieser 'Luxus-Liga' spielten.

Diese LuxusLiga, deren Topteams in der Champions League der letzten Jahre so gar nix reissen konnten. Dieses Jahr ist zwar ManCity weit gekommen, aber welcher englische Star spielt dort, abgesehen vom 21-jährigen Sterling und vom schlechtesten EM-Torhüter Joe Hart.
Die bewährten Stars sind meistens Ausländer.

Irgendwie ist für mich jetzt auch ein wenig die Frage geklärt, wie Leicester Meister werden konnte in dieser ach so tollen Premier League.
Viele Leicester-Spieler konnten sich bei Topclubs nicht durchsetzen, oder würden nie in TopClubs in Spanien oder Deutschland spielen, geschweige denn, dort die Reservebank drücken.

Die Premier League boomt, aber für die englische Nationalmannschaft sehe ich keine rosige Zukunft, wenn die weiterhin ausländische Spieler mit Wahnsinns-Gehältern und Wahnsinns-Transfersummen locken können ...und werden.
ahrno
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29.06.16, 18:43

Die eigenen Entscheidungen

Relativ gute Analyse von Herrn Carragher, "Mentalität und Charakter seien vielleicht das Wichtigste im Fußball". Ich würde mich sogar trauen, dass "vielleicht" zu streichen, denn die besten Einzelspieler werden nie das beste Team stellen!
Damit wären wir wieder bei der "Generation Y", bei der die Schwierigkeit des Schuhebindens einfach durch die Herausnahme der Schnürsenkel gelöst wird!
Warum wir besser als die Engländer sind, wäre zu untersuchen; vielleicht musste der ein oder andere sich doch "durchbeißen", oder wir haben öfters die "Gnade der frühen Geburt" (Eltern nicht mit 47 Jahren zum ersten Mal Vater/Mutter geworden)?
Dass allerdings die Vorstufe der Generation Y, der Göppinger Bäckergeselle, dessen Namen ich seit der souveränen Saison 2008/09 beim FC Bayern nicht mehr in den Mund nehme, der englische Heilsbringer sein könnte, bezweifele ich einigermaßen, auch wenn er mit der englischen Mentalität vertraut ist ;-)

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