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28.06.2016, 18:45

Englands Trainer nimmt die gesamte Schuld am Versagen auf sich

Hodgsons letzter Auftritt: "Ich bin gebrochen"

Am Dienstag trat Roy Hodgson ein letztes Mal vor die Medien. Der gescheiterte Trainer der englischen Nationalelf legte einen emotionalen Auftritt hin und nahm die gesamte Verantwortung für das blamable EM-Aus gegen Fußballzwerg Island auf sich. Wer ihn beerbt, ist noch offen. Zu den Spekulationen um Hodgsons Nachfolge, die um den Namen Gareth Southgate kreisen, wollte sich Martin Glenn, Geschäftsführer des englischen Fußballverbandes FA, nicht äußern.

Roy Hodgson
Sichtlich mitgenommen: Roy Hodgson stellte sich am Dienstag ein letztes Mal den Fragen der Medien.
© picture allianceZoomansicht

Als Roy Hodgson am Dienstag ein letztes Mal vor die Presse trat, gab er offen zu: "Ich weiß nicht, was ich hier mache. Es ist nicht länger meine Aufgabe. Und ich dachte, mein Statement gestern Abend war ausreichend." Noch am späten Abend nach dem desaströsen 1:2 gegen Island hatte der 68-Jährige im Medienraum des Stade de Nice von einem Zettel einige Zeilen verlesen, die er offenbar schon vor der Partie vorbereitet hatte. Mit reflektierten und schlüssigen Worten erklärte Hodgson seinen Rücktritt und entschwand, ohne Rückfragen zu gestatten.

Als er sich tags darauf noch einmal den Fragen der Journalisten stellte, hinterließ der EM-Coach der Three Lions einen mitgenommenen, niedergeschlagenen Eindruck. Offen gab er zu: "Ich bin gebrochen heute. Ich bin sehr traurig."

Am Vorabend musste sich seine erlesene, mit internationalen Topstars gespickte Auswahl einer isländischen Truppe von Namenlosen beugen. Warum, das vermochte Hodgson auch mit etwas Abstand nicht einzuschätzen. "Ich kann keine magischen Antworten dazu geben, warum wir ausgeschieden sind."

Ich bin heute nicht hier, um Namen zu kommentieren.Martin Glenn, Geschäftsführer des Fußballverbandes FA, über das Hodgson-Erbe

Nicht wenigen Fans drängte sich während der 90 Minuten der Eindruck auf, dass auf dem Rasen in diesem Stadion an der Côte d'Azur eine Mannschaft (Island) gegen eine Schar von egozentrischen Millionären (England) spiele. Dagegen wehrte sich Hodgson mit Vehemenz. Elf Männer, führte er aus, würden gegen elf Männer spielen. Und manchmal seien die elf Männer, die man für die bessere Mannschaft halte, de facto nicht die bessere Mannschaft. "Mit Geld oder den Vereinen, für die diese Spieler spielen, hat das jedenfalls nichts zu tun", so Hodgson. Ohnehin trage er die vollumfängliche Verantwortung für das blamable Aus und wolle die Schuld nicht seinen Akteuren zuweisen, erklärte er.

Glenn sucht "nicht unbedingt den besten Engländer"

Wer Hodgsons Nachfolge an der Seitenlinie antritt, ist noch offen. FA-Geschäftsführer Martin Glenn sagte am Dienstag: "Ich bin heute nicht hier, um Namen zu kommentieren." Der Verband fahnde nach dem geeignetsten Trainer für die Three Lions - und das müsse "nicht unbedingt der beste Engländer" sein.

lei

 
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Vorname:Roy
Nachname:Hodgson
Nation: England


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