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29.03.2015, 10:49

Klappt die Wende unter Radovan Curcic?

Serbiens letzte Ausfahrt heißt Lissabon

In den vergangenen Jahren glänzte Serbien bei Großturnieren durch Abwesenheit. Trotz großer Namen wie Branislav Ivanovic (FC Chelsea) qualifizierten sich die Serben nicht für die EM 2012 in Polen und der Ukraine sowie für die WM 2014 in Brasilien. Und auch die EM 2016 in Frankreich könnte ohne die "Weißen Adler" stattfinden. Mit diesem Schicksal wollen sich die Serben aber nicht abfinden. Mit neuem Trainer und neuem Elan soll wieder an alte, erfolgreichere Zeiten angeknüpft werden.

Mit Elan zurück zu alten Erfolgen: Branislav Ivanovic.
Mit Elan zurück zu alten Erfolgen: Branislav Ivanovic.
© imagoZoomansicht

Für Serbien entpuppte sich die EM-Qualifikation bislang zu einem wahren Albtraum. Auf das viel beachtete 1:1 gegen Frankreich zum Auftakt des EM-Zyklus, das aber nicht in die Wertung einfließt, weil die Franzosen als Gastgeber bereits qualifiziert sind, folgte ein ernüchterndes 1:1 in Armenien, ehe es zum Skandal von Belgrad kam. Am 14. Oktober wurde das Spiel gegen Albanien nach einem Drohnen-Eklat und anschließendem Zuschauerplatzsturm abgebrochen.

Die UEFA wertete die Partie daraufhin mit 3:0 für Serbien, weil albanische Anhänger für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht wurden. Allerdings wurden den Serben zugleich drei Punkte wegen mangelhafter Organisation abgezogen. Unter dem Strich standen sowohl Serbien als auch Albanien am Ende als Verlierer da. Gegen Dänemark sollte dann in Belgrad die Wende eingeläutet werden, doch da setzte es den nächsten Nackenschlag. 1:3, gleichbedeutend mit dem Aus von Dick Advocaat als Nationaltrainer. Radovan Curcic wurde installiert - er soll das Ruder nun herumreißen. Den ersten Test gegen Griechenland bestritt er erfolgreich, siegte 2:0. Nun aber gilt es, das erste Pflichtspiel steht an - und das ausgerechnet in Portugal.

"Im Fußball gibt es keine Zufälle", sagte Aleksandar Kolarov (Manchester City) und dachte dabei an das Duell gegen die Dänen. "Unsere Mannschaft hat auch schon vorher nicht gut gespielt", bestätigte der schussgewaltige Linksverteidiger: "Wir fangen jetzt neu an und sind weit davon entfernt, aufzugeben. Mit dem neuen Trainer sind wir voller Elan und wollen uns nun gegen einen starken Gegner beweisen." Am Sonntag geht es nun also nach Portugal zum Duell mit der Seleçcao um Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der für Kolarov aber nicht die einzige Gefahr darstellt: "Die haben sehr viele exzellente Fußballer, auf die wir achten müssen."

Im Fußball gibt es keine Zufälle!Aleksandar Kolarov

Das Erfolgsrezept, um in Lissabon bestehen zu können, hat Kolarov auch schon ausgemacht. "Wir müssen als Team aufmerksam von der ersten bis zur 95. Minute sein", fordert der 29-Jährige. Teamkollege Nemanja Matic (einst Benfica Lissabon, jetzt FC Chelsea) weist vor allem auf die Anfangsphase hin: "Wir müssen die ersten 20 Minuten überstehen." Matic betonte auch, dass in Portugal der Respekt vor Serbien noch immer sehr groß ist: "Die Portugiesen haben ein bisschen Angst davor, dass Serbien so aufspielt, wie es spielen kann."

Das gilt es aber auf den Platz zu bringen. Der Druck ist jedenfalls immens, wie Kapitän Ivanovic weiß. "Das ist ein Schlüsselspiel für uns. Wir hatten uns mehr Punkte aus den ersten drei Spielen ausgerechnet, deshalb erwartet uns jetzt diese gigantische Aufgabe", stellte der 31-Jährige fest und führte fort: "Wir wissen, dass Portugal Favorit ist, aber sie haben zu Hause auch schon gegen Albanien verloren (0:1, Anm.d.Red.), weshalb wir nicht chancenlos sind. Wenn wir gut spielen, dann dürfen wir ein Geschenk erwarten."

drm

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