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12.10.2014, 23:30

EM-Qualifikation: Okotie trifft zum ÖFB-Sieg

Diego Costa braucht 515 Minuten - England bleibt makellos

EM-Qualifikation nonstop: Der 2. Spieltag endete am Samstag, die 3. Runde wurde schon am Sonntag eingeläutet. England gab sich dabei trotz großer Mühe keine Blöße in Estland. Österreich profitierte von einem Patzer Russlands und übernahm in Gruppe G die Führung. Spanien feierte einen Pflichtsieg, bemerkenswert waren aber ein Torwartwechsel und das Ende der Torflaute bei Diego Costa.

Minutenzählen beendet: Diego Costa traf für Spanien und wurde geherzt.
Minutenzählen beendet: Diego Costa traf für Spanien und wurde geherzt.
© Getty ImagesZoomansicht

Gruppe C: De Gea steht im Tor, Diego Costa trifft

Spanien hat die 1:2-Niederlage in der Slowakei und die sich am Auftritt in Zilina anschließende Kritik verdaut und drei Tage später einen 4:0-Pflichtsieg in Luxemburg gefeiert. Nach seinem Fehler in der Slowakei verlor Real Madrids Iker Casillas seinen Platz im Tor der Seleccion, David de Gea stand zwischen den Pfosten. Viel zu tun bekam der Schlussmann gegen den krassen Außenseiter allerdings nicht. David Silva brachte die Spanier mit einem 18-Meter-Schuss ins linke obere Eck in der 27. Minute in Front. Kurz vor der Pause legte der diesmal von Beginn an mitwirkende Paco Alcacer nach (42.). Im zweiten Durchgang beende Diego Costa nach einer missglückten Freistoßvariante und einem anschließenden Getümmel im Strafraum seine Torflaute: Aus kurzer Distanz markierte er das 3:0 (69.), 515 Spielminuten brauchte der Goalgetter, um für Spanien zu treffen. Den Schlusspunkt setzte in der 88. Minute Bayern Münchens Juan Bernat, der Mitte der zweiten Hälfte eingewechselt worden war.

Zu ihrem zweiten Sieg in der Qualifikation kam die Ukraine im Duell mit Mazedonien. Schütze des entscheidenden Treffers war Serhiy Sydorchuk, der das Leder in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus wenigen Metern humorlos ins Netz drosch. Andriy Yarmolenko vergab kurz nach Wiederbeginn die Chance auf eine Vorentscheidung, als er einen Foulelfmeter an die Unterkante der Latte setzte. Zuvor war Angreifer Roman Zozulya im Sechzehner zu Fall gebracht worden.

Einen 3:1-Erfolg in Weißrussland feierte die Slowakei. Entscheidender Mann auf dem Platz war Marek Hamsik, der zum 1:0 einen Ball vom Strafraumrand ins rechte obere Eck setzte und nach Timofej Kalachevs Ausgleich auch für die erneute Führung sorgte, als er von einem Patzer des weißrussischen Keepers Yury Zhevnov profitierte: Der berechnete einen Schuss völlig falsch, den Abpraller vom Pfosten setzte Hamsik direkt in die Maschen. Für den Endstand sorgte der Bochumer Stanislav Sestak nach einem langen Schlag von Keeper Matus Kozacik. Die Slowaken führen damit die Gruppe C nach drei Spieltagen mit der Optimalausbeute von neun Punkten an.

Gruppe E: Rooney trifft zum dritten Sieg

Wayne Rooney
Sicherte England den dritten Sieg im dritten Spiel: Wayne Rooney.
© Getty ImagesZoomansicht

Dank Kapitän Wayne Rooney feierte England den dritten Sieg im dritten EM-Qualifikationsspiel. Rooneys Tor zum mühsamen 1:0-Sieg in Estland sicherte den Three Lions die weiße Weste: Ohne Punktverlust führen die Briten die Tabelle in Staffel E an. Dabei taten sich die Engländer in Tallinn lange schwer und bissen sich trotz eines deutlichen Vorteils in der Ballbesitzstatistik die Zähne an der Abwehr der Esten aus. Selbst nach Gelb-Rot gegen Innenverteidiger Ragnar Klavan (49.), in der Bundesliga für den FC Augsburg aktiv, mussten die englischen Anhänger lange auf den erlösenden Treffer warten. Den erzielte Rooney schließlich per Freistoß fast vom linken Strafraumeck: Über die Mauer drehte er den Ball auf das kurze Eck, Torhüter Sergei Pareiko erwischte das Leder erst hinter der Linie.

Hinter England hat sich Slowenien auf Rang zwei geschoben. Dank des Ex-Kölners Milivoje Novakovic knüpften die Slowenen Litauen die ersten Zähler ab: Der Goalgetter erzielte mit einem Doppelschlag in den Minuten 33 und 37 beide Tore zum 2:0-Sieg in Vilnius.

Spieltag drei wird in der Gruppe E erst am Dienstag abgeschlossen, wenn Schweiz bei Underdog San Marino antritt.

Gruppe G: Okotie schießt Österreich an die Spitze

In Gruppe G hat Österreich die Tabellenführung übernommen. In Wien siegte die ÖFB-Auswahl gegen Montenegro knapp mit 1:0. Dabei hatten die Österreicher zahlreiche Möglichkeiten, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten und die Partie frühzeitig zu entscheiden. Aber lediglich Torjäger Rubin Okotie von 1860 München traf überhaupt. In der 24. Minute profitierte er von einer schönen Vorarbeit des Ex-Bremers Marko Arnautovic, der den Ball von links flach an den Fünfmeterraum brachte, wo Okotie das Leder nur noch zu seinem ersten Länderspieltor über die Linie drücken musste. Nach vielen ausgelassenen Chancen war in der 87. Minute Torhüter Robert Almer von Hannover 96 gefragt, der eine Direktabnahme von Montenegros Mirko Vucinic reaktionsschnell abwehrte und damit den Dreier sicherte.

Russland musste Platz eins in der Gruppe nach einem enttäuschenden 1:1 gegen Moldawien räumen. Die Russen dominierten die Begegnung zwar, kamen aber nur zu wenigen hochkarätigen Chancen. So führte ein Halten im Strafraum zur Führung Russlands: Den fälligen Strafstoß verwandelte Artyom Dzyuba sicher zur russischen Führung in der 73. Minute. Doch das 1:0 hielt gerade einmal eine Minute. Dann kamen die Gäste aus Moldawien im ZSKA-Stadion in Moskau zu einer Ecke. Der aufgerückte Kapitän Alexandru Epureanu wurde dabei sträflich freigelassen und konnte per Kopfball mühelos den Ausgleich erzielen.

Einen Pflichtsieg im Kampf um ein EM-Ticket fuhr Schweden ein: Gegen Liechtenstein gab es auch ohne den unter einer hartnäckigen Fersenverletzung leidenden Zlatan Ibrahimovic einen 2:0-Erfolg. Erkan Zengin mit einem abgefälschten Schuss (34.) und Jimmy Durmaz nach einem komplett verunglückten Befreiungsversuch von Liechtensteins Torhüter Cengiz Bicer (46.) sorgten für den glanzlosen Erfolg.

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