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09.09.2014, 22:56

EM-Qualifikation, Dienstag: Bosnien unterliegt

Italien gelingt Neustart - Pilar schockt Oranje

Kein Durchschnaufen gab es bei den Qualifikationsspielen für die EM 2016: Berti Vogts verlor mit Aserbaidschan gegen Bulgarien. Italien startete in die EM-Quali nach der verpatzen Weltmeisterschaft in Brasilien mit Neu-Coach Conte in Norwegen siegreich. Einen neuen Übungsleiter hat auch die Niederlande - Bondscoach Hiddink musste sich bei der Rückkehr auf die Oranje-Bank spät in Tschechien geschlagen geben. Einen Fehlstart leisteten sich die dezimierte Türkei sowie Bosnien.

Vaclav Pilar (re.) dreht jubelnd ab, Oranje-Keeper Cillesen ist fassungslos.
Vaclav Pilar (re.) dreht jubelnd ab, Oranje-Keeper Cillesen ist fassungslos.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Gruppe A startete mit dem Spiel Kasachstan gegen Lettland in den Dienstagabend - beide Abwehrreihen behielten den Überblick, man trennte sich mit einer Nullnummer.

Pilar staubt spät ab

Das Topspiel fand zwischen Tschechien und Niederlande statt. Die Gastgeber starteten gut, Dockal sorgte für die Pausenführung per Linksschuss, der vom Pfosten ins Tor ging(22.). Die Elftal, beim Debüt von Trainer-Rückkehrer Hiddink ohne den am Sprunggelenk angeschlagenen Robben angetreten, schlug aber bald nach Wiederanpfiff durch de Vrij zurück - der Lazio-Verteidiger köpfte eine Blind-Flanke zum Ausgleich ins Netz (55.). Alles schien auf ein Remis hinauszulaufen, doch der von Wolfsburg an Viktoria Pilsen ausgeliehene Pilar sorgte mit seinem Tor in der Nachspielzeit (90.+1) für Riesenjubel bei den Tschechen. Janmaat hatte eine Hereingabe auf Hüfthöhe von allen guten Geistern verlassen unbedrängt an den eigenen Pfosten geköpft, Pilar staubte problemlos ab - und vermasselte so Bondscoach Guus Hiddink den Einstand gründlich.

Island überrollt die Türkei

Damit der Überraschungen in dieser Gruppe nicht genug: Island, das die Türkei empfing, sorgte für Ernüchterung bei den Türken. Bödvarsson ließ in der 18. Minute die Heimelf erstmals jubeln, die die Mannen vom Bosporus in der Folge in Schach hielt. Und die Siegchancen stiegen nach Wiederanpfiff, als sich Leverkusens Toprak binnen vier Minuten die Ampelkarte abholte (69.). Sigurdsson (76.) und Sigthorsson (77.) beseitigten letztlich alle Zweifel am Dreier der Nordeuropäer - das 3:0 beschert die Tabellenführung.

Christofi wie Bale "Man of the match"

Auch in Gruppe B lief es für Wales zunächst nicht nach Plan, als Andorra durch Lima per Elfmeter schon früh das 1:0 erzielte (6.). Wer sonst als Superstar Bale hätte die Waliser retten sollen? Der Flügelflitzer von Real Madrid egalisierte (22.) und sorgte nach langer Anlaufzeit auch spät für den 2:1-Siegtreffer des Favoriten.

In derselben Minute wie Andorra traf auch Ibisevic, der Stuttgarter schien für Bosnien gegen Zypern alles in die richtigen Bahnen zu lenken (6.). Aber auch hier war es ein entscheidender Akteur, der das Ruder herumreißen sollte: Christofi, in der Schweiz beim FC Sion am Regiepult, führte die Zyprer mit einem Doppelpack zum 2:1-Sieg (45., 73.).

Business as usual in Gruppe H - Karlsruher Tor-Duell in Baku

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts ist in der Gruppe H mit Aserbaidschan mit einer Niederlage gestartet. In der Hauptstadt Baku gab es gegen Bulgarien eine 1:2 (0:1)-Niederlage.

Obenauf: Italiens Daniele De Rossi im Spiel gegen Norwegen.
Obenauf: Italiens Daniele De Rossi im Spiel gegen Norwegen.
© Getty ImagesZoomansicht

Zunächst trugen sich zwei Karlsruher in die Torschützenliste ein: Micanski schoss die Gäste in Führung (14.), Teamkamerad Nazarov glich bald nach der Pause aus (54.). Alles schien auf ein Remis hinzudeuten, ehe Hristov kurz vor Schluss den ersten Dreier der Bulgaren doch noch perfekt machte (87.).

Immobile: Glück im Unglück

Das Debüt von Conte auf Italiens Trainerbank ist gelungen. Zaza (16.) und Bonucci (62.) bescherten dem Ex-Juve-Coach in Norwegen beim 2:0 einen Einstand nach Maß. Für Dortmunds Immobile endete das Spiel mit einer Verletzung in der zweiten Minute der Nachspielzeit, der Stürmer musste vom Platz getragen werden. Der BVB-Angreifer hatte offenbar Glück im Unglück und soll nur eine Hüftprellung erlitten haben.

Keine Blöße gaben sich auch die Kroaten gegen Malta, das sich aber eine Halbzeit zu wehren verstand, sich aber mit einer Roten Karte für Borg selbst schwächte. Reals Modric nutzte die Überzahl direkt nach Wiederanpfiff aus (46.), Joker Kramaric packte mit seinem Treffer zum 2:0 den ersten Sieg Kroatiens in trockene Tücher.

09.09.14
 
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