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29.06.2012, 12:35

DFB-Präsident lobt trotz Aus die deutsche Elf

Niersbach: "Jogi, du hast einen klasse Job gemacht"

Als der Traum geplatzt war, sanken die deutschen Spieler auf den Rasen, Bundestrainer Joachim Löw verschwand schnell in den Katakomben. Das 1:2 im Halbfinale gegen Italien wirkte wie ein Schock, in den Gesichtsausdrücken paarten sich Ratlosigkeit mit Verzweiflung. Beim abschließenden Bankett versuchte dann DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die niedergeschlagenen Akteure wieder aufzurichten.

Wolfgang Niersbach und Joachim Löw
Gemeinsam in die Zukunft: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (li.) und Bundestrainer Joachim Löw.
© picture allianceZoomansicht

"Aus voller Überzeugung sage ich euch: Ihr habt eine super EM gespielt. Ihr habt Begeisterung bei Millionen Fans ausgelöst. Ihr seid vorbildlich aufgetreten", rief Niersbach in Warschau den Spielern und dem Trainerstab zu.

Und der 61-Jährige richtete den Blick bereits wieder in die Zukunft: "Der Weg dieser Mannschaft ist noch lange nicht zu Ende. Weil die Mannschaft jung ist, weil sie Talent hat, weil sie keine Elf, sondern ein großes Team ist", so Niersbach bei seiner Mitternachtsansprache im Teamhotel.

Zweifel an der sportlichen Führung wischt der Verbandschef beiseite, das Vertrauen in den Bundestrainer und seine Mitarbeiter besteht weiterhin. Ausdrücklich lobte Niersbach die Arbeit von Joachim Löw: "Jogi, Du hast einen klasse Job gemacht. Wir sind unheimlich froh, dich als Bundestrainer zu haben. Wir konnten in diesen Tagen wieder spüren, welchen hervorragenden Ruf der deutsche Fußball hat", sagte Niersbach.

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Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff stieß in das gleiche Horn. "In solchen Momenten sieht man oft nur das Negative. Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr in diesen Wochen geleistet habt. Man hat immer das Herz unseres Teams gesehen. Und den Stolz, für Deutschland spielen zu dürfen", sagte der EM-Held von 1996.

Die aufmunternden Worte konnten die Stimmung bei den Spielern aber nur kurz aufhellen. Die Enttäuschung stand den Akteuren, die sich noch heute nach der Ankunft in Frankfurt/Main in den Urlaub verabschieden werden, buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

29.06.12
 

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