| Vorname: | Joachim |
| Nachname: | Löw |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Deutschland |

"Wenn was passieren sollte, wird Tim Wiese die Nummer zwei sein", stellte Köpke am Montag erstmals in dieser Form klar. Sechs Länderspiele hat Wiese bisher absolviert. Nie ging die deutsche Mannschaft dabei als Sieger vom Feld. Wobei dies naturgemäß nicht am 30-jährigen Keeper festgemacht werden kann.
Der künftige Hoffenheimer verfügt aber über mehr internationale Erfahrung als sein Herausforderer Ron-Robert Zieler (23) von Hannover 96, der bisher einmal im DFB-Team zum Einsatz gekommen war.
Am Donnerstagabend im Halbfinale gegen das gefürchtete Italien (LIVE!-Ticker ab 20.45 Uhr bei kicker.de) wird aber wieder Manuel Neuer zwischen den Pfosten des deutschen Tores stehen.
"Es stehen in Buffon, Neuer und Casillas die drei besten Torhüter im Halbfinale, ohne dass ich mich da jetzt auf eine Reihenfolge festlegen mag. Es wird auf die Tagesform ankommen", sagte Köpke und schob eine Warnung an die deutsche Offensive hinterher: "Es wird nicht einfach, Buffon zu überwinden."
Neuer gibt sich vor dem Duell mit dem Schreckgespenst Italien aber gewohnt gelassen. Es gibt wohl kaum etwas, das die Nummer eins aus der inneren Ruhe reißt. "Ich freue mich, dass ich Verantwortung für die Mannschaft übernehmen kann", sagte der Keeper des FC Bayern München. Der 26-Jährige steht für das neue, moderne Torwartspiel: gutes fußballerisches Vermögen, gezielte Abschläge und sein Markenzeichen, Abwürfe in den Fuß über 50 Meter.
Neuer macht das Spiel schnell und leitet gefährliche Konter ein. "Das beherrscht er wie kaum ein anderer", sagt Bundestrainer Löw, Köpke ergänzt: "Das Torwartspiel hat sich über die Jahrzehnte am meisten verändert. Es die komplexeste Aufgabe überhaupt geworden. Heute muss ein Torwart ein Alleskönner mit Händen und Füßen sein." Das ist Neuer.