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25.06.2012, 12:08

Internationale Pressestimmen

"Hodgsons Männer nehmen die bekannte Ausgangstür"

Nach dem packenden Elfmeter-Krimi zwischen England und Italien (2:4) überraschten die Schlagzeilen in der englischen Presse nicht wirklich, denn "es war die selbe unvermeidbare, alte Geschichte" und "Hodgsons Männer nehmen die ihnen bekannte Ausgangstür", wurde fast schon nüchtern vermeldet. Und in Italien stellte man fest, dass es "eine Partie gegen jede Tradition war, die Azzurri machen das Spiel, die Engländer den Catenaccio." Die internationalen Pressestimmen...

© La Gazetta dello Sport

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Italia go! Und weiter geht's - jetzt kommt Deutschland. Die schönste italienische Nationalelf seit der WM in Deutschland zieht ins EM-Halbfinale ein. Italien siegt mit Herz, Kampf und Klasse."

"Corriere dello Sport": "Italien wie von einem anderen Planeten. Gewaltig! Ein großartiges Italien dominiert England. Im ganzen Land explodiert die Begeisterung. Jetzt kommt Deutschland!"

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"Tuttosport": "Die Löwen sind wir! Italian Job - was für eine Delikatesse!"

"La Stampa": "Oh yes. Ein Elfmeter, der Italien gut tut. Es war eine Partie gegen jede Tradition, die Azzurri machen das Spiel, die Engländer den Catenaccio. Dann Buffons Parade beim entscheidenden Elfmeter und die Coolness Diamantis."

"La Repubblica": "Die Azzurri beherrschen die Engländer, jetzt das Halbfinale gegen die Deutschen. Das war eine große Partie, die man auch vorher unter Dach und Fach hätte bringen können. Bravo Buffon, bravo Diamanti."

"Corriere della Sera": "Diese Qualen und die Emotionen in der Verlängerung und dann beim Elfmeterschießen! Aber am Ende hat sich das Italien Prandellis in einer spektakulären Partie durchgesetzt. Vielleicht haben wir die Engländer noch nie so beherrscht. Draußen ist damit Cameron, jetzt ist Merkel an der Reihe, Italien ist in der Schlacht um Europa bestens aufgestellt."

"Leggo": "Frau Merkel, wir kommen."


ENGLAND:

© The SunZoomansicht

"Daily Mirror": "Es war die selbe unvermeidbare, alte Geschichte. Oh nein, nicht schon wieder - wir sind verflucht."

"Daily Mail": "Immer endet es im Elfmeterschießen, immer endet es in Tränen."

"The Sun": "Lasst uns Tennis gucken. Ein sehr tapferer Versuch, aber niemand kann bestreiten, dass am Ende das richtige Team gewonnen hat."

"Independent": "Weit entfernt von der Mannschaft, die in Südafrika so desolat rausflog, verlassen Hodgsons Männer die Euro 2012 mit Würde und nicht ohne Hoffnung."

"Daily Telegraph": "Englands Euro-Traum erschüttert. Nicht schon wieder - der Elfmeterfluch kehrt zurück. Beim Spiel mit dem Teufel wird die Schwäche gnadenlos aufgedeckt."

"The Times": "Hodgsons Männer nehmen die ihnen bekannte Ausgangstür."

"The Guardian": "Ein Mangel an Raffinesse bedeutet, dass der Unglücksbote weiter die Nationalmannschaft verfolgt. Hodgsons natürliche Bescheidenheit und zurückhaltender Ansatz haben eine Nation beeindruckt, die genug hat von Egos mit Übergröße."


FRANKREICH:

"Direct Matin": "Die Squadra Azzurra zeigt Stärke. Dieses Spiel konnte ihnen nicht entgleiten."

"Le Parisien": "Die Italiener am Ende der Anspannung."

"Le Figaro": "Italien schmeißt England raus und trotzt Deutschland. Die ersten fünf Minuten dieses letzten Viertelfinales haben gereicht, um die Depression der Blauen (Frankreich) nicht mehr zu bedauern. Die Italiener haben den Ball, die Engländer das Herz und die Lungen."


SPANIEN:

"As": "England hat erneut mit Feuer gespielt, aber diesmal hat es sich verbrannt. Der wahre Sieger der Partie war Deutschland, das zwei Ruhetage mehr und eine Verlängerung weniger hat."

"Sport": "Das erste Elfmeterschießen bei der EM hat das Offensivspiel der Italiener belohnt."

"Marca": "Diamantis entscheidender Strafstoß beim Elfmeterschießen bedeutete das Aus für ein farbloses England, das durch die eigene Philosophie eines ängstlichen Hodgson verurteilt war."

"El País": "Die Azzurri holten sich den Sieg, weil der großartige Pirlo spielte, ein außergewöhnlicher Fußballer und entscheidende Figur bei den Italienern."

"El Mundo": "Das Glück hat Italien oft unverdient gelacht. Das Elfmeter-Roulette wurde diesmal Pirlo und Buffon gerecht. Italien hatte während des zwei Stunden dauernden Spektakels den Einzug ins Halbfinale verdient."


PORTUGAL:

"Público": "Die Elfmeter wurden für England erneut zum Alptraum."

"A Bola": "Die Lotterie bringt Italien ins Halbfinale. Der italienische Triumph war verdient, hochverdient, obwohl er sehr spät zustande kam. Und nun muss sich Deutschland mächtig in Acht nehmen."

"Record": "Am Donnerstag bekommen es die Schützlinge von Joachim Löw mit einem ihrer Angstgegner zu tun."

"Correio da Manha": "Buffon avancierte mit dem gehaltenen Elfer zum Helden. Nun stellt sich das mächtige Deutschland in den Weg des Teams von Cesare Prandelli."

RUSSLAND:

"Sport Express": "Mario, ohne Dich ist es langweilig!"


UKRAINE:

"Komsomolskaja Prawda UA": "Italien gewinnt erschöpfende Schlacht. England bringt der Torklau von Donezk kein Glück."

"Segodnja": "Buffon der Held bei Italiens Sieg. England konnte zu selten Akzente setzen und scheiterte erneut am Elfmeter-Schicksal."


POLEN:

"Gazeta Wyborcza": "120 Minuten lang schossen die Italiener auf das englische Tor, aber erst das Elfmeterschießen brachte ihnen den Sieg. Elfmeter werden wohl immer der Fluch Englands sein."

"Rzeczpospolita": "Klassische Star Wars. Spanien spielt gegen Portugal, Deutschland gegen Italien. Vor uns liegen schöne Erlebnisse der Fußballkultur."


SCHWEDEN:

"Svenska Dagbladet": "Vier Halbfinalisten, die es extrem verdient haben, sind noch übrig. Deutschland hat den Spaß, Portugal den Star, Spanien hat das Spiel und Italien das Genie. Das Drehbuch sagt: Spanien und Deutschland werden sich im Finale treffen."


TSCHECHIEN:

"MF Dnes": "Verdammte Elfmeter! Für England ist die EM vorbei."

"Právo": "Wer beim Kampf der Giganten eine langweilige defensive Schau erwartet hatte, irrte sich gewaltig. Chancen gab es auf beiden Seiten zuhauf. Wenn in der ersten Halbzeit vier Tore gefallen wären, hätte sich auch niemand gewundert."

"Lidové Noviny": "Das Elfmeterschießen bringt Italien dem Pokal näher. Die meisten großen Chancen im Spiel hatte der extravagante Stürmer Italiens Mario Balotelli. Doch der kontroverse Star von Manchester City verhielt sich wie bereits im gesamten Turnier irgendwie lax und ohne Nachdruck."

25.06.12
 

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