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25.06.2012, 12:55

England: Nur ein Elfmeterschießen endete mit Sieg

Three Lions auf dem Boden der Tatsachen

"The same old Story"! Wieder einmal führte ein Elfmeterschießen zum Aus Englands bei einem großen Turnier: Am Sonntag war es Italien, das sich im letzten Viertelfinale der EURO 2012 mit 4:2 i.E. durchsetzte und nun am Donnerstagabend in Warschau im Klassiker auf die deutsche Elf trifft. Die Trauer im Mutterland des Fußballs hält sich aber in Grenzen, denn zu deutlich war die Dominanz der Italiener während der 120 Minuten Spielzeit.

England trauert
Wieder nichts: Englands Spieler nach dem erneuten Aus im Elfmeterschießen.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und lassen keinen anderen Schluss zu: Italien war die bessere Mannschaft und hätte den Sieg sowohl innerhalb der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung verdient gehabt.

In nahezu allen Kategorien liegt die Squadra Azzurra vorne: 68 Prozent Ballbesitz hatte Italien, 36-mal schossen die Italiener in Richtung englisches Tor, nur neunmal probierten es die Engländer auf der anderen Seite. Lediglich ein Schuss auf das Tor verbuchten die Three Lions, Italien nahm den Kasten von Nationalkeeper Joe Hart dagegen achtmal ins Visier. Der Torhüter von Manchester City verbuchte mit 85 Ballkontakte mehr als sämtliche seiner Mitspieler!

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Aus diesem Grund verdrängte einen Tag nach der sechsten Pleite im siebten Elfmeterschießen bei einem großen Turnier seit 1990 der Realismus die Trauer. "Wenn es irgendeinen Trost gibt, dann den, dass England dieses Spiel verdient verloren hat", schrieb stellvertretend der "Independent".

Nachdem die Engländer die Vorrunde ungeschlagen überstanden und dabei positiv überrascht hatten, reiften auf der Insel bereits wieder Träume. Doch gegen Italien platzten diese Träume wie Seifenblasen. "England landete mit der Viertelfinal-Niederlage wieder auf dem richtigen Level", hieß es auf der Website der BBC. "Gehören wir zu den Top Four in Europa? Definitiv nicht! Gehören wir zu den besten acht Teams in Europa? Vielleicht!", ordnete die BBC den Leistungsstand der englischen Nationalelf ein.

Dennoch wird das Auftreten der Three Lions in den letzten Wochen positiv beurteilt, was besonders ein Verdienst von Roy Hodgson sei. Dieser habe aus dem Kader das Beste herausgeholt. Mit "Würde und nicht ohne Hoffnung" (Independent) treten die Three Lions daher die Rückreise nach England an. "Wir sind ungeschlagen geblieben", betonte Hodgson, bezogen auf die reguläre Spielzeit. Verloren haben die Engländer nur einmal mehr in "dieser komplett anderen Sportart" (O-Ton-Hodgson).

Und auch die Spieler betonten die positiven Auftritte: "Wir sind alle enttäuscht. Wir haben hart gearbeitet, im Elfmeterschießen zu verlieren ist deshalb ein schreckliches Gefühl. Aber wir halten unsere Köpfe oben. Wir haben viele junge Spieler im Kader - das wird uns beim nächsten Turnier helfen", sagte Wayne Rooney.

Doch nicht nur auf die jungen Hoffnungsträger, auch auf die Routiniers wird es bei der anstehenden Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien noch ankommen. Steven Gerrard wird seine Karriere im Nationalteam jedenfalls fortsetzen: "Ich habe es geliebt, Verantwortung zu übernehmen. Ich habe dem Coach gesagt, dass ich solange zur Verfügung stehe, wie er es will. Und er hat mir gesagt, dass wir so weitermachen", sagte der 32-Jährige am Montag.

25.06.12
 
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