Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

11.10.2011, 22:45

Portugal scheitert an Dänemark

Nasri lässt Franzosen jubeln - Serbien ist raus

Neben den beiden Gastgebern Polen und Ukraine hatten Deutschland, England, Italien, Niederlande und Spanien bereits vor dem letzten Spieltag den Sprung geschafft. Am Dienstag zitterten sich die Griechen mit einem späten Sieg in Georgien zur EURO, den Kroaten bleibt damit nur Platz 2. Die Serben verlieren in Slowenien und so rutschte das spielfreie Estland in die Play-offs. Dänemark gewann den Showdown gegen Portugal und Frankreich qualifizierte sich durch ein schmeichelhaftes 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina.

Matchwinner in Istanbul: Burak Yilmaz sicherte den 1:0-Sieg der Türkei gegen Aserbaidschan.
Matchwinner in Istanbul: Burak Yilmaz sicherte den 1:0-Sieg der Türkei gegen Aserbaidschan.
© Getty ImagesZoomansicht

Gruppe A: DFB-Elf gibt sich keine Blöße - Türkei Zweiter

Die deutsche Nationalmannschaft fuhr am Dienstagabend den zehnten Sieg im zehnten Qualifikationsspiel ein. Mit einem 3:1 gegen Belgien behielt die Löw-Elf somit ihre weiße Weste. Obwohl die Belgier zunächst die Initiative an sich rissen, schlugen die Deutschen eiskalt zu: Özil, Schürrle und Gomez trafen für die DFB-Auswahl. Am Ende stand ein souveräner 3:1-Erfolg und unter dem Strich "magische" 30 Zähler auf der Habenseite.

Die Belgier mussten aufgrund der Niederlage den Blick nach Istanbul richten, wo die Türken zeitgleich gegen die Auswahl Aserbaidschans spielten. Die Mannschaft von Berti Vogts hielt lange Zeit das zu-Null, ehe nach genau einer Stunde Burak Yilmaz den erlösenden Siegtreffer markierte. Dadurch rückten die Türken einen Platz nach vorne und gehen als Zweite in die Play-offs.

- Anzeige -

Österreich: 0:0 in Kasachstan

Österreichs Nationalmannschaft konnte zum Abschluss der Qualifikationen nicht den erhofften Dreier einfahren - in Kasachstan sprang nur ein schmuckloses 0:0 heraus. Dabei hatten die Österreicher sogar Glück, dass sie nicht mit einer Pleite heimkehrten, denn Gridin traf in der 75. Minute per Kopf nur die Querlatte. Österreich, das künftig von Ex-Bundesliga-Coach Marcel Koller trainiert wird, war in Kasachstan mit vier Bundesliga-Legionären angetreten: Fuchs, Arnautovic, Alaba und Prödl.

Gruppe B: Trapattonis Iren nehmen armenische Hilfe gerne an

Russland musste gegen den punktlosen Tabellenletzten Andorra nur noch einen Punkt einfahren, um als Gruppensieger die direkte Qualifikation zu schaffen. Dabei ließ die Auswahl von Dick Advocaat nichts anbrennen und führte bereits nach fünf Minuten durch Dzagoev mit 1:0. Fortan folgte ein buntes Scheibenschießen. Schon zur Halbzeit hieß es dank Arshavin, Pavlyuchenko und wieder Dzagoev 4:0, in Halbzeit zwei machten die Russen das halbe Dutzend voll. Platz eins war damit mehr als gesichert.

Die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren hatten zum Abschluss in Dublin Verfolger Armenien zu Gast. Ein Remis hätte gereicht, um Platz zwei zu sichern. Doch auf dieses gefährliche Spiel wollten sich die Iren nicht einlassen. Hilfreich erwies sich, dass der Armenier Berezovsky schon in der 27. Minute vom Platz flog und Aleksanyan in der 43. Minute ein Eigentor produzierte. Im zweiten Abschnitt schien Dunne mit dem 2:0 nach einer Stunde alles klar zu machen, doch die dezimierten Kaukasier wehrten sich nach Kräften und kamen durch Mkhitaryan sogar zum Anschlusstreffer. Als in der 81. Minute auch noch der Ire Doyle die Ampelkarte sah, musste der "Maestro" auf der irischen Trainerbank mächtig durchschnaufen, doch am Ende konnte er über den erneuten Einzug in die Play-offs - wie bei der WM 2011 mit dem dramatischen Ausgang gegen Frankreich - jubeln.

Gruppe C: Estland jubelt auf der Couch - Serbien unter Schock

Dank Sloweniens Schützenhilfe darf Estland auf die erste Teilnahme an einer EM-Endrunde hoffen. Obwohl die Esten am letzten Spieltag nur zuschauen durften, jubelten sie über das 1:0 der Slowenen gegen Serbien. Die Balten rutschten damit auf Platz zwei hinter dem Gruppensieger Italien. Im Duell der beiden früheren jugoslawischen Teil-Republiken in Maribor sorgte Vrsic (45.+1) kurz vor der Pause für Sloweniens Sieg. Serbiens Abwehrspieler Vidic von Manchester United verschoss in der 64. Minute einen Elfmeter. Bei Slowenien stand der Kölner Miso Brecko in der Startformation.

Die bereits als Gruppensieger und Endrunden-Teilnehmer feststehenden Italiener gewannen zum Abschluss durch einen Doppelpack von Antonio Cassano (21./53.) und einem Eigentor von McAuley (74.) 3:0 (1:0) gegen Nordirland.

Gruppe D: Nasri erlöst "Les Bleus"

Matchwinner in Paris: Nasri holte den Elfer raus und verwandelte ihn zum 1:1.
Matchwinner in Paris: Nasri holte den Elfer raus und verwandelte ihn zum 1:1.
© Getty ImagesZoomansicht

Nasri hat Frankreich die direkte EM-Qualifikation gesichert. Der Neuzugang des englischen Pokalsiegers Manchester City verwandelte in der 78. Minute einen Foulelfmeter zum 1:1 (0:1) im "Endspiel" gegen Bosnien-Herzegowina. Die Gäste waren durch den ehemaligen Wolfsburger Bundesliga-Stürmer Dzeko, der ebenfalls für City spielt, in der 40. Minute in Führung gegangen. In der Folge hätte die Mannschaft vom Balkan mehrfach die Führung ausbauen können, doch in der 77. Minute holte Nasri gekonnt einen Elfmeter heraus, den der Techniker im Stade de France in Paris sicher verwandelte. Durch die Punkteteilung ging der Showdown in der französischen Hauptstadt an die Mannschaft von Laurent Blanc.

Gruppe E: Schweden begeistert und ist als Zweiter direkt dabei

Die Niederlande konnten wie Deutschland bis zum vorletzten Spieltag alle neun Partien gewinnen und standen bereits als Gruppensieger fest. Doch in Schweden konnte das Oranje-Team seine blütenweiße Weste nicht mehr rein halten. Die Skandinavier sicherten sich durch das 3:2 die direkte Qualifikation als bester Gruppenzweiter. Ein Doppelschlag durch Larsson (52./Foulelfmeter) und Toivonen (53.) bescherte Schweden den Dreier. In einer hochklassigen Begegnung eröffnete Källström mit einem sehenswerten Freistoßtreffer den Torreigen (14.). Schalkes Torjäger Huntelaar (23.) glich mit seinem zwölften Treffer in der Qualifikation aus. Nach der Pause traf zunächst Kujit (50.) zum 2:1 für die Niederländer, doch die Schweden schlugen postwendend mit dem Doppelschlag zurück und lagen sich nach dem Schlusspfiff jubelnd in den Armen. Mit 24 Zählern bzw. mit 18 Punkten nach Abzug aller Spiele der jeweiligen Gruppenzweiten gegen die Gruppenletzten waren sie mit Abstand der beste Gruppenzweite.

Gruppe F: Griechenland zittert sich ins Ziel

Lange durfte Kroatien in der Gruppe F auf die direkte Qualifikation für die EM hoffen, denn das Team von Coach Slaven Bilic führte gegen Lettland, während Griechenland 0:1 in Georgien hinten lag. Doch die Griechen, denen ein Remis reichte, meldeten sich gut zehn Minuten vor dem Ende im Fernduell mit den Kroaten zurück. Ein abgefälschter Hammer von Fotakis landete unter der Latte zum 1:1, ehe Ex-Bundesliga-Profi Charisteas mit einem überlegten Schuss ins rechte Eck die letzten Zweifel beseitigte. Die Griechen sind auch im 16. Spiel unter Fernando Santos ungeschlagen und bei der EM dabei, Kroatien muss auf die Play-offs hoffen.

Gruppe G: Schweizer mit versöhnlichem Abschluss

England reichte am Freitag in seinem letzten Spiel für den Gruppensieg ein 2:2 in Montenegro, das wiederum durch das Remis Platz zwei schon vor dem Finale in der Schweiz sicher hatte. Die enttäuschten Eidgenossen, nach dem 0:2 in Wales erstmals seit 2002 bei einem großen Turnier nicht dabei, sorgten wenigstens für einen versöhnlichen Abschluss. Das Team von Ottmar Hitzfeld siegte dank der Tore von Leverkusens Derdiyok (51.) und Juve-Verteidiger Lichtsteiner (65.) gegen die Montegriner mit 2:0. In der zweiten Partie des Abends schoss Tottenhams Bale Wales in Bulgarien zum 1:0-Sieg.

Gruppe H: Dänen zu kalt für Portugal

Zu einem echten Endspiel kam es in Gruppe H zwischen den punktgleichen Teams aus Dänemark und Portugal, das mit einem Remis Platz eins verteidigen konnte. Dementsprechend vorsichtig agierten die Iberer, während die Nordeuropäer der Marschroute ihres Coaches Morten Olsen folgten und von Beginn an die Offensive suchten. Mit Erfolg: Früh fand Krohn-Dehli die Lücke und schoss die Hausherren mit 1:0 in Führung (13.). Nun mussten die Gäste kommen, doch erneut trafen die Dänen in Person von Bendtner (63.). Cristiano Ronaldos Anschlusstreffer in der Schlussminute kam zu spät - Dänemark krallte sich Platz eins, Portugal muss in die Play-offs. Norwegens 3:1 gegen Zypern im Parallelspiel war ohne Bedeutung, die weit schlechtere Tordifferenz der Skandinavier gegenüber den Portugiesen verhinderte den Sprung auf Rang zwei.

Gruppe I: Tschechien nutzt die Gunst der Ansetzung

Welt- und Europameister Spanien ist mit weißer Weste durch: Gegen Schottland gewann die Del-Bosque-Elf mit 3:1. Für die Tschechen, das sich mit Schottland um die Play-offs duellierte, war die Ansetzung des letzten Spieltags damit die große Chance. In Litauen musste die tschechische Auswahl aufgrund des zeitgleichen Anpfiffs aber dennoch auf Sieg spielen. Vom Start weg gab sie deshalb gleich mächtig Gas und durfte über den Elfmetertreffer des Leverkuseners Kadlec schon in der 2. Minute jubeln. Rezek legt noch vor der Pause doppelt nach, so dass auch die Dezimierung in Hälfte zwei (Rot für Herthas Hubnik) nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Nach dem Anschlusstor von Sernas markierte Kadlec erneut per Strafstoß den 4:1-Endstand.

Die bereits qualifizierten Länder

Die EM-Teilnehmer im Kartenbild
stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen
StepMap


11.10.11
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

- Anzeige -