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27.03.2011, 15:01

EM-Quali: Bulgarien und die Schweiz mit dem Rücken zur Wand

Matthäus denkt langfristig, Hitzfeld an Durban

Auch wenn sie von ihrer Hymne in Cardiff nicht viel hörten, marschieren die Engländer in der EM-Quali-Gruppe G zusammen mit Montenegro weiter vorneweg - und zwei anderen Nationen davon: Sowohl Bulgarien als auch die Schweiz stehen nach der öden Nullnummer in Sofia mit dem Rücken zur Wand. Während Lothar Matthäus trotzdem viel Lob verteilte, kritisierte die Schweizer Presse Ottmar Hitzfeld. Der versuchte sich an einem wärmenden Gedanken: Spanien.

Lothar Matthäus und Ottmar Hitzfeld in Sofia
Gemeinsam auf der Suche nach einem Wunder: Lothar Matthäus und Ottmar Hitzfeld.
© Getty ImagesZoomansicht

Vier Spiele absolviert, sechs Punkte Rückstand: Bulgarien und die Schweiz (je vier Zähler) brauchen ein mittelgroßes Wunder, um England und Montenegro (je zehn) in der Gruppe G noch abzufangen und den Sprung zur Euro 2012 zu schaffen. Während die "Three Lions" am Samstag einen souveränen 2:0-Sieg in Cardiff gegen Wales einfuhren, trennten sich Matthäus und Hitzfeld mit ihren Teams in Sofia 0:0.

"Ottmar und ich haben beide keinen Punkt gewonnen, sondern zwei verloren", fasste Matthäus das Resultat treffend zusammen, "dieses Ergebnis hilft keinem weiter". Doch während der 50-Jährige seine junge Elf auf einem guten Weg sieht, prasselte Kritik von der enttäuschten Schweizer Presse auf Hitzfelds Eidgenossen ein. "Ein Trauerspiel. Die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld besitzt keine Ausstrahlung, keine Leidenschaft, kein Konzept und spielt einfach nur ideenlos", schrieb stellvertretend der Schweizer Tagesanzeiger. Die Vertragsverlängerung bis 2014 sei ein Fehler gewesen: "Denn Hitzfeld ist kaum noch der richtige Mann für die Schweiz."

EM-Quali: Der 5. Spieltag im Überblick

Hitzfeld sah sich zu Durchhalteparolen gezwungen, gelaufen sei die Qualifikation noch nicht: "Ich glaube daran, dass wir das Wunder noch schaffen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt." Am 4. Juni greifen Alex Frei & Co. im Londoner Wembley-Stadion gegen England zum wohl letzten Strohhalm. "Um in England zu gewinnen, muss ein kleines Wunder her", weiß auch Hitzfeld. Sein kleiner Mutmacher: Durban! Dort hatte die Schweiz bei der WM 2010 in der Vorrunde dem späteren Weltmeister Spanien sensationell die einzige Niederlage beigefügt (1:0). "Wir haben schon gegen Spanien ein kleines Wunder geschafft. Darum gebe ich mich noch nicht geschlagen - und die Mannschaft auch nicht."

Ich bin sehr motiviert, lange als bulgarischer Nationaltrainer zu arbeiten.Lothar Matthäus

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Während sein früherer Mentor Hitzfeld also einer ungewissen Zukunft entgegenblickt, konnte Matthäus dem 0:0 auch Positives abgewinnen: "Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, auch wenn wir nicht gewinnen konnten. Wir haben in den ersten 60, 70 Minuten wirklich gut gespielt, das war die beste Phase unter meiner Leitung." Nur das Tor habe gefehlt, klagte "Loddar", dessen Elf nun in Montenegro am 4. Juni ebenfalls ein "Endspiel" ins Haus steht. Unabhängig davon frohlockte der Rekordnationalspieler: "Es gibt so viele junge Spieler in dieser Mannschaft, ich sehe da eine große Zukunft." Und wie steht's um die eigene? "Ich bin sehr motiviert, lange als bulgarischer Nationaltrainer zu arbeiten. Ich will gute Resultate abliefern."

"Three Lions" kontern das Pfeifkonzert: Terry genießt die Stille in Cardiff

Englands ungefährdeter 2:0-Erfolg in Wales, bei dem Nationaltrainer Fabio Capello erstmals ein 4-3-3-System mit Wayne Rooney und Ashley Young auf den Flügeln ausprobierte, wurde derweil durch die Pfiffe der Heim-Fans beim Abspielen der englischen Nationalhymne überschattet. "Vor einem Spiel bist du immer motiviert, aber wenn deine Hymne ausgepfiffen wird, gibt dir das noch einmal einen Extra-Kick", meinte Englands neuer, alter Kapitän John Terry: "Die Stille im Stadion nach den zwei frühen Toren war großartig."

27.03.11
 
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weitere Infos zu Hitzfeld

Vorname:Ottmar
Nachname:Hitzfeld
Nation: Deutschland
Verein:Schweiz

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