
Die Türkei blamierte sich in Baku gegen Aserbaidschan bis auf die Knochen. Ein Treffer von Sadygov (38.) bescherte der Elf von Trainer Berti Vogts einen grandiosen Sieg, der bei konsequenter Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können. Für Guus Hiddinks enttäuschende türkische Auswahl geht nach dem 0:3 gegen Deutschland eine katastrophale Woche zu Ende: null Punkte, null Tore.
Ganz anders verliefen die beiden Spiele für das deutsche Team. Nach Toren von Klose, Gomez und Podolski siegte die Löw-Elf in Kasachstan nach Mitternacht Ortszeit mit 3:0. Der WM-Dritte führt die Gruppe mit der makellosen Bilanz von zwölf Punkten aus vier Spielen an. Zu einem echten Fußballkrimi entwickelte sich die Partie zwischen Belgien und Österreich. Am Ende rettete Harnik Austria einen Punkt in Unterzahl. Der Stuttgarter traf in der Nachspielzeit zum 4:4.
Auf Wiedergutmachungskurs wollten sich die Slowakei und Gegner Irland nach den Niederlagen vom Wochenende begeben. Dies gelang den Kontrahenten zur Freude von Russland beim 1:1 nur halb: Der Ex-Hannoveraner Durica sorgte nach Ledgers Führungstor (16.) noch vor der Pause für den Endstand (36.).
Das Remis in Zilina brachte Russland die Tabellenführung, denn der Advocaat-Elf genügte in Mazedonien durch ein frühes Kershakov-Tor (8.) ein 1:0-Erfolg, gleichzeitig der dritte Sieg im vierten Spiel.
Weiter mit dabei ist Armenien, denn nach dem souveränen 4:0 gegen Andorra liegt der Underdog punktgleich mit Irland und der Slowakei auf Rang zwei.
In Genua gab es am Abend einen handfesten Skandal. Serbische Fans randalierten schon vor dem Spiel gegen Italien. Die Begegnung begann deshalb mit über einer halben Stunde Verspätung. Doch auch nach dem Anpfiff flogen weiter Feuerwerkskörper aufs Spielfeld. Nach Beratungen mit dem UEFA-Beobachter beendete der schottische Schiedsrichter Craig Thomson die Begegnung nach sieben Minuten. Den Serben drohen nach dem Fehlverhalten der Fans drastische Strafen. Die Partie wird wahrscheinlich für Ex-Weltmeister Italien gewertet. Über weitere Maßnahmen muss die UEFA beraten.
Estland glänzte beim 3:1 in Serbien, doch gegen Slowenien setzte es eine 0:1-Niederlage. Ein Eigentor von Sidorenkov entschied die Partie für den WM-Teilnehmer. Nach dem 1:0-Auftaktsieg in Slowenien trotzten die Nordiren jüngst der Squadra Azzurra ein 0:0 ab - da schien gegen Färöer auf jeden Fall ein Dreier drin. Doch daraus wurde nichts: Der Underdog ging durch Holst in Führung, mehr als der Ausgleich durch Lafferty war für Nordirland nicht mehr drin.
Weißrussland bekleckerte sich zuletzt gegen Luxemburg nicht gerade mit Ruhm (0:0). Gegen Albanien betrieb das Team um Hleb Wiedergutmachung. Der ehemalige Freiburger Rodionov brachte die Hausherrn nach vorne, Krivets besorgte den 2:0-Endstand. Weißrussland rangiert nun hinter Frankreich auf Rang zwei.
Die Equipe Tricolore gab sich nach dem 2:0 über Rumänien auch gegen Luxemburg keine Blöße. Am Ende hieß es ebenfalls 2:0. Benzema und Gourcuff markierten die Treffer bei dem Pflichtsieg.
Dreimal netzte der Mainzer Szalai beim 8:0 der Ungarn gegen San Marino ein. In Finnland traf der Offensivmann einmal und erzielte die Führung der Ungarn. Hannovers Forssell glich in der Schlussphase aus, doch Dzsudzsak sicherte den Magyaren unmittelbar vor Schluss den Dreier, der Rang zwei bringt.
Vor dem Spiel der Niederländer gegen Schweden gab es wieder Diskussionen um einen angeschlagenen Bayern-Spieler. Van Bommel lief trotz Kniebeschwerden auf und erlebte einen 4:1-Erfolg von Oranje. Dabei trafen Schalkes Huntelaar und Afellay jeweils doppelt. Der Vizeweltmeister ist nach vier Siegen mit einer blütenweißen Weste auf Kurs Euro 2012.

Kroatien, 2:1-Sieger in Israel, wird seine Pflichtaufgabe gegen Malta erst am Mittwoch angehen. Griechenland bezwang Israel durch Treffer von Salpingidis und Karagounis mit 2:1. Den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte Hellas auch gleich selbst durch ein Eigentor von Spiropoulos. Trainer Fernando Santos kann nach dem zweiten Sieg erst mal in Ruhe weiterarbeiten.
Vorher hatten sich Lettland und Georgien die Punkte geteilt. Siradzes Führungstreffer der Gäste konnte Cauna kurz vor dem Abpfiff kontern. Mit sechs Zählern haben die Georgier nun zwei Zähler Rückstand auf Hellas.
Vom Fußballzwerg zum Favoritenschreck - Montenegro hat nach dem Erfolg gegen die Schweiz ein Remis in England folgen lassen. Der Außenseiter verteidigte mit dem 0:0 bei den Three Lions die Tabellenführung in Gruppe G. Nach vier Spielen sind die Kicker von der Adria noch ungeschlagen und ohne Gegentreffer! Die ersten drei Partien hatte die Mannschaft von Trainer Zlatko Kranjcar jeweils 1:0 gewonnen. Damit rangieren die Montenegriner nun mit zehn Punkten auf Rang eins vor England, das aus drei Partien sieben Zähler holte.
Durch den ersten Erfolg schöpft auch die Schweiz wieder leise Hoffnung. Das Team von Ottmar Hitzfeld gelang beim 4:1 (2:1) in Basel der erhoffte Befreiungsschlag. Stocker (8. Minute/89.), der Ex-Stuttgarter Streller (21.) und Inler (82./Foulelfmeter) brachten mit ihren Treffern im St. Jakob-Park die Eidgenossen jedoch zurück ins Geschäft. Für Wales traf Bale (13.).
Dänemark empfing Zypern und feierte nach der 1:3-Niederlage in Portugal in seinem dritten Spiel den zweiten Heimsieg. Der Mainzer Rasmussen und Lorentzen erzielten die Treffer beim Arbeitssieg des Teams von Trainer Morten Olsen.
Die Portugiesen legten nach ihrem ersten Sieg in Dänemark in Island nach. Die Bento-Elf gewann auf der Insel mit 3:1. Dabei erwischte Portugal durch Ronaldos frühen Treffer einen Start nach Maß. Nach dem Ausgleich von Helguson stellten Raul Meireles und Helder Postiga den Erfolg sicher. Dennoch rangieren die Südeuropäer nur auf Rang zwei hinter Norwegen, das nach drei Spielen mit der Maximalausbeute von neun Zählern an der Tabellenspitze steht.
Tschechien holte nach dem 1:0 gegen Schottland in Liechtenstein den zweiten Dreier in Folge. Necid und Leverkusens Kadlec hatten schnell für das 2:0 gesorgt, doch mehr passierte im Fürstentum auch nicht mehr.
Gruppenfavorit und Weltmeister Spanien hatte in Schottland große Mühe, setzte sich am Ende aber doch mit 3:2 durch. Villa und Iniesta brachten die Iberer auf Kurs, doch Naismith und ein Eigentor von Piqué sorgten plötzlich für den Ausgleich. Der Siegtreffer war dem baskischen Goalgetter Llorente aus Bilbao vorbehalten.