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07.10.2010, 13:00

Unangenehme Pflichtaufgaben vor direktem Duell

Hoffen und Bangen in Österreich und Belgien

Deutschlands Gruppengegner Österreich und Belgien stehen zwischen Erwartungshaltung und Realität. Beiden Teams fehlen wichtige Akteure.

Marc Janko und Teamchef Didi Constantini
Verletzungssorgen für den Teamchef: Didi Constantini muss am Freitag aller Voraussicht nach auf Marc Janko verzichten.
© imagoZoomansicht

Die Kluft zwischen der Erwartungshaltung und der österreichischen Realität ist groß. Teamchef Didi Constantini fürchtet, dass auch das zweite Quali-Spiel gegen Vogts Aserbaidschan nach dem späten 2:0-Sieg über Kasachstan eine Geduldsprobe für die Fans sein könnte. Es sei denn, das befreiende 1:0 fällt wunschgemäß früh.

Allerdings muss der Teamchef in der Offensive einen seiner Hoffnungsträger ersetzen. Twente-Legionär Janko zog sich eine Adduktorenzerrung zu. Sein Einsatz am Freitagabend ist unwahrscheinlich. Als Ersatz stehen Linz (Austria Wien) oder der Duisburger Maierhofer bereit. Auch der Bremer Arnautovic, der eigentlich gemeinsam mit Stuttgarts Harnik über die Flanken stürmen sollte, könnte ins Zentrum rücken.

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Volle Kraft nach vorne, soll das Motto gegen Aserbaidschan heißen. Scharner (West Brom) bekommt als klassische Nr. 6 noch die Freiheit, sich in die Angriffe einzuschalten. Wer so sehr angreift, muss mit Kontern rechnen. Und deshalb schmerzt auch der verletzungsbedingte Ausfall von Pogatetz (Hannover). Da will Constantini aber nicht lamentieren: "Egal mit wem, wir müssen gewinnen!"

Belgiens Ausflug: 4545 Kilometer, Zeitverschiebung und Kunstrasen

Das gleiche Motto herrscht in Belgien vor. 4545 Kilometer trennen Brüssel und Astana, die Zeitverschiebung beträgt vier Stunden, das Klima ist rau und gespielt wird auf Kunstrasen: Die Belgier müssen sich in Kasachstan gleich in mehrfacher Hinsicht anpassen.

Deshalb trat das Team von Trainer Georges Leekens, das in Kasachstan zum Siegen verdammt ist, bereits am Dienstag den Flug an. "Es wird alles andere als ein gemütliches Gastspiel, aber wir müssen mit den Bedingungen zurechtkommen", blickt Leekens voraus. Ihm fehlen hinten der gesperrte Kompany (ManCity) und vorne der verletzte Dembelé (Fulham). Zudem ist der Einsatz von Stürmer Lukaku (Anderlecht) und von Bayern-Verteidiger van Buyten, der in Dortmund eine Schädelprellung erlitt, fraglich. "Wir müssen unsere Fehler abstellen und vorne kaltschnäuziger sein", sprach Leekens das an, was den "Roten Teufeln" bei den Niederlagen gegen Deutschland (0:1) und in der Türkei (2:3) zum Verhängnis geworden war.

Hubert Winklbauer, Boris Cremer

07.10.10
 

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