| Vorname: | Carlos |
| Nachname: | Queiroz |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Iran |
So etwas passiert wohl, wenn es ohnehin nicht rund läuft: Portugal dominierte am Dienstagabend in Oslo das Quali-Spiel gegen Norwegen, verlor aber trotzdem - durch einen Torwartfehler. Eduardo, bei der WM in Südafrika noch einer der Besten seiner Zunft, ließ in der 21. Minute einen Schuss von John Carew abprallen, Erik Huseklepp staubte zum Siegtreffer ab. "Wie kann man das erklären? Im Moment läuft alles gegen uns", bilanzierte Abwehrchef Ricardo Carvalho.
Nachdem am Freitag gegen Zypern noch die Hintermannschaft einem Hühnerhaufen geglichen hatte - die heimischen Medien sprachen von einem "Rekord an Eseleien" -, lagen die Probleme diesmal in der Offensive: Trotz klarem Übergewicht in Sachen Ballbesitz sprangen nur wenige gute Chancen heraus. "Wir waren bis auf die ersten Minuten das ganze Spiel über optisch überlegen", stellte Portugals Co-Trainer Agostinho de Oliveira fest, der seinen gesperrten Chef Carlos Queiroz erneut vertreten musste.
„Die portugiesische Mannschaft zu sehen, ist, als ob man auf die berühmte Malerei 'Der Schrei' von Edvard Munch blickt. Schaut sie euch an und fühlt die Depression.“Kommentar der Zeitung "Publico" nach dem Norwegen-Spiel
Ein Punkt aus zwei Spielen, sechs schon für Norwegen, und drei (nach einem Spiel) für Dänemark - die Iberer sind in Gruppe H schon früh unter Druck. Wie bei der WM-Qualifikation, als erst in den Play-offs gegen Bosnien-Herzegowina das Ticket gelöst wurde, droht Portugal ein Nervenspiel auf dem Weg zur EURO. Oliveira aber ist trotz des Fehlstarts von seiner Elf überzeugt: "Norwegen ist ein Außenseiter, normalerweise sind Portugal und Dänemark die stärksten Teams. Wir haben noch sechs Spiele, wir können uns immer noch qualifizieren."

Das stimmt, allerdings muss dafür am 8. Oktober daheim gegen Dänemark wohl oder übel die Wende her, dann, so hofft man im portugiesischen Lager inständig, wieder mit Superstar Cristiano Ronaldo, der die ersten beiden Auftritt mit einer Knöchelverletzung versäumte. Queiroz dagegen wird weiterhin fehlen, nachdem er im Vorfeld der WM Dopingkontrolleure beschimpft haben soll und deshalb für sechs Monate gesperrt worden war.
Aber ist der 57-Jährige dann überhaupt noch im Amt? Die Turbulenzen im Umfeld der Nationalmannschaft werden schließlich als Hauptursache für die schlechten sportlichen Leistungen gesehen - und in der Tat scheinen Queiroz' Tage bereits gezählt zu sein. Wie die portugiesische Zeitung "A Bola" berichtet, soll Paulo Bento (41), ehemaliger Trainer von Sporting Lissabon, bereits in den Startlöchern stehen. In jedem Fall wird sich Queiroz am Donnerstagnachmittag dem portugiesischen Fußballverband FPF stellen müssen. Sein Job ist ernsthaft in Gefahr.


| Vorname: | Carlos |
| Nachname: | Queiroz |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Iran |