Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich die Türkei und Belgien. Das bessere Ende hatte das Team von Nationalcoach Guus Hiddink für sich. Arda Turan schoss die Türken zwölf Minuten vor dem Abpfiff zum 3:2-Sieg. Für die Belgier war Bayern-Verteidiger van Buyten zweimal erfolgreich, sein Vereinskollege Hamit Altintop sowie Sentürk trafen zuvor für die Türkei.
Damit kommt es am 8. Oktober in Berlin zum Topduell zwischen Spitzenreiter Deutschland und Verfolger Türkei, die beide jeweils sechs Punkte auf dem Konto haben.

Denn die DFB-Elf kam gegen Aserbaidschan in Köln zu einem 6:1-Sieg. Eine knappe halbe Stunde hielt die Abwehr der von Berti Vogts gecoachten Osteuropäer, dann brach Westermann den Bann. Danach hatte die deutsche Elf gegen den überforderten Gegner leichtes Spiel und hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher gewinnen können.
Nur knapp an einer Blamage rauschte Österreich vorbei. Beim ersten Auftritt in der EM-Qualifikation kam die Alpenrepublik zu einem "Last-Minute"-Erfolg über den krassen Außenseiter Kasachstan. Linz und Lauterns Hoffer stellten erst in der Nachspielzeit den Erfolg gegen die von Bernd Storck trainierten Zentralasiaten klar.
Einen herben Rückschlag musste Russland hinnehmen. Das Team von Nationalcoach Dick Advocaat verlor sein erstes Heimspiel in der Qualifikation mit 0:1 gegen die Slowakei. Für den WM-Teilnehmer, bei dem mit den beiden Mainzern Zabavnik und Karhan sowie Schalkes Jendrisek und Wolfsburgs Pekarik (Wolfsburg) vier Bundesliga-Legionäre am Start waren, erzielte Stoch in der 27. Minute das Siegtor. Auf Seiten der Russen wurde Stuttgarts Pogrebnyak im zweiten Abschnitt ausgewechselt.
In den weiteren Partien trennten sich Mazedonien und Armenien 2:2, Irland besiegte Andorra mit 3:1. Die Kicker von der grünen Insel führen gemeinsam mit den Slowaken (je sechs Punkte) die Tabelle an.
Nur knapp an einer Überraschung vorbei schrammte Slowenien. Dank eines Treffers von Kölns Novakovic (63.) führten die Slowenen in Serbien lange Zeit mit 1:0, ehe der lange Zigic noch egalisieren konnte (86.).
An der Spitze der Gruppe C rangiert nach zwei Spieltagen Italien. Die Squadra Azzurra kam beim Heimdebüt des neuen Nationaltrainers Cesare Prandelli zu einem 5:0-Kantersieg gegen die Färöer.
Unverhofft nahm Weißrussland bei den uninspirierten Franzosen beim 1:0 alle drei Punkte mit nach Hause. Gegen Rumänien mussten sich die Osteuropäer am Dienstagabend allerdings mit einem Punkt zufrieden geben. Bei den Rumänen flog der Neu-Schalker Deac eine Viertelstunde vor dem Abpfiff vom Platz.
Frankreich fand auf das 0:1 gegen Weißrussland in Bosnien-Herzegowina die richtige Antwort. Dank der Treffer von Hoffnungsträger Benzema (72.) und Malouda (78.) vermied der Europameister von 2000 einen totalen Fehlstart in die EM-Qualifikation.
Bei den Bosniern kamen die Bundesligaprofis Dzeko (Wolfsburg) und Ibisevic (Hoffenheim) zum Einsatz, auch der Ex-Wolfsburger Misimovic stand in der Startelf. Verhindern konnte das Trio die Niederlage aber nicht.
An der Spitze der Gruppe D ist momentan Albanien notiert, das gegen Luxemburg mit 1:0 gewann. Es folgt mit ebenfalls vier Punkten Weißrussland.

Beim 6:0 der Schweden über den Fußball-Zwerg San Marino meldete sich Milan-Star Ibrahimovic mit zwei Toren zurück. Bei seinem Comeback gegen Ungarn war der Exzentriker noch leer ausgegangen.
Mehr Mühe als erwartet hatte die Niederlande gegen Finnland. Dabei führte der Vize-Weltmeister nach Toren des Neu-Schalkers Huntelaar (7., 16.), der nun bereits fünf Treffer auf dem Konto hat, bereits frühzeitig mit 2:0. Doch nach dem Anschlusstreffer durch Hannovers Forssell (18.) begann das große Zittern. Doch Oranje brachte den Erfolg über die Zeit, so dass die beiden Favoriten nun gemeinsam an der Tabellenspitze liegen.
Sechs Punkte hätte sich auch Moldawien gewünscht, doch das Überraschungsteam des 1. Spieltags unterlag in Ungarn mit 1:2.
Die Favoriten in der Gruppe F ließen am Dienstagabend Federn. Im Topspiel trennten sich Kroatien und Griechenland mit einem torlosen Remis, Israel kam in Georgien ebenfalls nicht über ein 0:0 hinaus.
Einzig Lettland fuhr mit dem 2:0 auf Malta einen Dreier ein.
Ausgerechnet der wegen privater Eskapaden in der Kritik stehende Rooney stellte mit seinem Führungstor in der 10. Minute die Weichen für England in der Schweiz auf Sieg.
Nach der Pause legte Adam Johnson in der 69. Minute nach, doch nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Shaqiri (71.) hielt die von Ottmar Hitzfeld betreute "Nati" die Partie bis in die Schlussphase hinein offen. Erst Bents 3:1 (88.) beendete alle Hoffnungen.

Im zweiten Gruppenspiel unterlag Bulgarien Montenegro mit 0:1. Zverotic sorgte mit seinem Treffer in der 35. Minute für den Sieg der Montenegriner, die nach dem 1:0 über Wales wie England nicht nur sechs Punkte auf dem Konto haben, sondern noch ohne Gegentreffer sind. Der Fehlstart für die Bulgaren zog bereits erste Konsequenzen nach sich, Nationalcoach Stanimir Stoilov trat nach der Partie mit sofortiger Wirkung zurück.
4:4 gegen Zypern - Portugal bot am Freitag ohne den gesperrten Trainer Carlos Queiroz und den verletzten Superstar Cristiano Ronaldo eher ungewollt beste Fußballunterhaltung. In Norwegen wollten die Iberer die Auftaktscharte ausmerzen, doch der Schuss ging nach hinten los. Das 0:1 stürzt Portugal ganz tief in die Krise.
Erik Huseklepp schoss mit seinem Treffer in der 21. Minute die Skandinavier an die Tabellenspitze, Portugal muss mit nur einem Punkt aus zwei Partien gleich zu Beginn der Qualifikation um die EURO-Teilnahme bangen.
Mit Dänemark stieg auch der zweite Favorit in die Qualifikation ein. Und auch das Team von Trainer Morten Olsen tat sich gegen Island mehr als schwer. Als alles bereits auf ein Remis hindeutete, gelang Wolfsburgs Kahlenberg in der Schlussminute doch noch das erlösende Siegtor.
Einen kapitalen Fehlstart legte Tschechien hin. Vor eigenem Publikum unterlag das Team von Nationalcoach Michel Bilek mit 0:1 gegen Litauen. Dagegen zog Schottland den Kopf gerade noch einmal aus der Schlinge. Gegen den Underdog Liechtenstein zitterten sich die Bravehearts zu einem denkbar knappen 2:1-Erfolg, den McManus erst in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit sicherstellte. Je vier Punkte haben die Schotten und Litauer nun auf dem Konto.