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27.05.2010, 12:25

EM 2016: Türkei und Italien mit im Rennen

Frankreich ist der Favorit

Wer erhält den Zuschlag für die EURO 2016? Am Freitag fällt um 13 Uhr in Genf die Entscheidung. Frankreich, die Türkei und Italien bewerben sich um die Austragung der Kontinentalmeisterschaft. UEFA-Präsident Michel Platini wird im Espace Hippomene den Gastgeber bekannt geben - vieles spricht dafür, dass in seinem Heimatland gejubelt werden darf. Das Turnier in sechs Jahren wird erstmals mit 24 Teams ausgetragen.

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Michel Platini
"Ich würde mich schämen, wenn Frankreich nicht der Favorit meines Herzens wäre": Michel Platini.
© picture-alliance Zoomansicht

Frankreich ist auch deshalb Favorit, weil Deutschland die "Grande Nation" in ihren Bemühungen unterstützt. Die Franzosen haben beim Nachbarn noch etwas gut, nachdem sie ihre Bewerbung um die Frauen-WM 2011 vor drei Jahren zurückgezogen und damit dem DFB den Weg geebnet hatten.

DFB-Chef Dr. Theo Zwanziger ist Mitglied des 13-köpfigen UEFA-Exekutiv-Komitees, das am Freitag nach jeweils 30-minütigen Präsentationen der drei Kandidaten in zwei Runden abstimmen wird. Zunächst stellt sich die Türkei vor, dann Italien und zum Schluss Frankreich. Platini, UEFA-Vize-Präsident Senes Erzik (Türkei) und Exekutivkomitee-Mitglied Giancarlo Abete (Italien) dürfen nicht mitmachen.

Und so darf Spitzenfunktionär Platini auch das Blatt vom Mund nehmen: "Ich bin Franzose. Ich würde mich schämen, wenn Frankreich nicht der Favorit meines Herzens wäre."

Sein Heimatland will 1,73 Milliarden Euro in die zwölf Spielstätten investieren. Im Erfolgsfall wäre Frankreich nach 1960 und 1984 zum dritten Mal EM-Gastgeber. Und würde dann erstmals 24 Teams, das eigene mitgerechnet, zwischen Kanalküste und Côte d'Azur begrüßen.

Die türkische Delegation hat uns ihre Bewerbung so emotional präsentiert, da kamen einem fast die Tränen. DFB-Präsident Theo Zwanziger gegenüber der dpa zur türkischen EM-Bewerbung.

Während Italien klarer Außenseiter ist, hofft die Türkei noch auf einen positiven Ausgang. 1,057 Milliarden Euro sollen in ihre neun EM-Arenen investiert werden. "Es wäre die erste EM-Endrunde in Eurasien und die erste EURO in einem Land, in dem mehr Muslime als Christen leben", sagte der türkische EM-Bewerbungs-Chef Orhan Gorbon. Die kleinste Investitionssumme soll im Weltmeisterland Italien fließen (744 Millionen Euro, zwölf Stadien). "Unsere Chancen sind eher gering", gestand der italienische Liga-Chef Maurizio Beretta im Vorfeld.

27.05.10
 
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